NEW YORK/ BERLIN - Dem Falun Dafa Informationszentrum wurde bekannt, dass die russischen Behörden Herrn Gao Chunman, einen Falun Gong-Anhänger chinesischer Herkunft mit UN Flüchtlingsstatus, festgenommen haben und ihm jetzt die Abschiebung nach China droht. Am Sonntag wurde der 73jährige Gao Chunman aus seiner Wohnung in St. Petersburg von Beamten der russischen Einwanderungsbehörde abgeholt, die sich unter falschem Vorwand Zugang zu der Wohnung verschafft und sein Telefon angezapft hatten.
Vermutlich handelten die russischen Behörden im Auftrag des chinesischen kommunistischen Regimes, und haben dadurch die Sicherheit und das Wohlergehen von Herrn Gao in große Gefahr gebracht; wenn Herr Gao nach China zurückgeschickt wird, stehen ihm Inhaftierung und auch Folter bevor.
Gao's Festnahme ist ein Verstoß gegen internationales Recht. Gao ist seit seiner Antragstellung im Jahr 2003 als rechtmäßiger Flüchtling vom Büro des UN-Flüchtlingshochkommissariats in Russland anerkannt. Sollte Russland Gao gewaltsam nach China deportieren, verletzt es damit sowohl das Ausweisungsverbot im Rahmen der Anti-Folter-Konvention als auch den Artikel 33 der Internationalen Flüchtlingskonvention, die beide von Russland ratifiziert wurden und denen es nach internationalem Recht verpflichtet ist.
Gao's Frau, Mira Gao (eine russische Staatsbürgerin), berichtet, Beamte der russischen Einwanderungsstelle hätten sich als potentielle Mieter ausgegeben, die die Wohnung besichtigen wollten, und seien auf diese Weise gegen 11:30 Ortszeit in die Wohnung des Ehepaares eingedrungen. Die Beamten hätten weder rechtsgültige Dokumente oder einen gerichtlichen Entscheid bezüglich Herrn Gaos Fall vorgelegt und auch keine Gründe für seine Verhaftung genannt. Laut Aussagen von Gaos Ehefrau haben die Beamten darüber hinaus das Telefonkabel durchgeschnitten um mögliche Anrufe bei der Polizei oder anderswo zu verhindern.
Herr Gao, der infolge eines Schlaganfalls vor zwei Jahren halbseitig gelähmt ist, wurde gegen seinen Willen und unter dem Protest seiner Frau von der Polizei weggetragen. Quellen aus Russland berichten, dass Mitarbeiter des Roten Kreuzes und andere Personen sofort nach der Entführung begannen, seinen Aufenthaltsort ausfindig zu machen. Gegen 18.30 Uhr erfuhren sie durch die russische Polizei, dass Herr Gao nach Moskau gebracht wurde und dort in das erste Flugzeug nach Peking gesteckt werden sollte. Herr Gao befindet sich ernsthaft in Gefahr. Nur ein sofortiges Eingreifen kann die Sicherheit von Herrn Gao gewährleisten.
Im nahe stehende Personen glauben, dass er von den Behörden der Kommunistischen Partei Chinas als "Schlüsselfigur" in Russland gebrandmarkt wurde, weil er zuvor als Professor an der chinesischen Elite-Universität Tsinghua gearbeitet hatte. Herr Gao lehrte an der Fakultät Chemie-Ingenieurwesen.
Die russischen Behörden haben erst im letzten Monat einen schlechten Präzedenzfall gesetzt und sich auf Druck chinesischer Delegierter zu ähnlichen rechtswidrigen Vorgehensweisen hinreißen lassen. Am 27. März brachen russische Behörden das internationale Gesetz und deportierten die Falun Gong-Praktizierende Frau Ma Hui und ihre achtjährige Tochter - beide besaßen UN-Flüchtlingsstatus. (
Nachricht)
Das Falun Dafa Informationszentrum fordert alle entsprechenden internationalen Organisationen auf mitzuhelfen die sofortige Freilassung Gaos von den russischen Behörden zu sichern und verurteilt die vorsätzliche Handlung der russischen Behörden, die kommunistischen Machthaber Chinas zu beschwichtigen und ihre ungesetzlichen, schmutzigen Methoden zu unterstützen, aufs Schärfste.