Neun Kommentare beinhalten Berichte über Folter an Meditierenden von Falun Gong.
Mit der Publikation der Neun Kommentare über die Kommunistische Partei
hat sich in China die größte aller bisherigen gewaltlosen
Widerstandsbewegungen gegen ein faschistisches System gebildet. Diese
Abhandlung, die in umfassender Weise sämtliche Verbrechen und die
systematische geistige „Umerziehung“ eines ganzen Volkes behandelt,
verbreitet sich in China wie ein Lauffeuer.
Dass Mao verantwortlich ist für den Tod von Millionen Chinesen, ist
heute weitgehend an die Öffentlichkeit gerückt. Begriffe wie
„Kulturrevolution“ oder „Konterrevolutionär“ sind geläufig.
Das
Studentenmassaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens 1989
führte zur Einführung des Waffenembargos der westlichen Staaten
gegenüber China. Seither scheint sich die Lage im Land der Mitte
beruhigt zu haben.
Die
Neun Kommentare
sprechen eine andere Sprache und wecken das alte, tief schlummernde
Gespenst der Kommunistischen Partei Chinas (KPC). Was den Westlern noch
immer vorgespielt wird, nämlich ein wirtschaftlich blühendes und
reformwilliges Land, funktioniert beim chinesischen Volk nicht mehr.
Denn die KPC gehört nicht zum alten Eisen, sondern ist tagtäglich
präsent und versucht, ein erwachendes und zu den Wurzeln von Moral und
Tugend zurückkehrendes Volk zu „bändigen“ und weiter in den Fesseln des
„Parteibewusstseins“ zu halten.
 |  | Gefolderte Falun Gong Praktizierende |
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Besonders deutlich wird das im
Fünften Kommentar,
der eben nicht von Mao und der Vergangenheit handelt, sondern von den
nackten Tatsachen im gegenwärtigen China, von entstellten Körpern, bis
zu den Knochen abgemagerten Menschen, heimlich eingeäscherten Leichen –
Verfolgung der Meditationspraxis Falun Gong im Jahre 2005. Schlagartig
rückt vielen Chinesen die eigene Vergangenheit wieder vor Augen. Wer
war nicht schon mal unter dem Regime verfolgt worden, hatte Schikanen
und Repressalien erlitten?
Nachfolgend erzählt eine
Praktizierende von Falun Gong, wie sie die wahren Tatsachen über die
KPC im Volk weiterverbreitet und über die Wirkung „Einer von Zehn“: „Du
gibst ein Heft oder eine CD weiter, wahrscheinlich gibt es später viele
Menschen, die sie lesen oder hören werden. Meine Geschichte erzählt von
einem Menschen, den ich gut kenne. Er beschäftigt sich mit der
Unterlagenherstellung auf Baustellen. Als ich eines Tages an meinem
Arbeitsplatz gerade die ausländischen Internetseiten besuchte, sah er
das, und so ließ ich ihn die Inhalte von einigen Internetseiten sehen.
Ich fragte ihn, ob er diese Inhalte gut fände. Er antwortete ja. Dann
fragte ich ihn, ob ich ihm eine CD geben könne. Er stimmte zu und ich
kopierte für ihn ‚
Die Neun Kommentare über die Kommunistische Partei’,
‚Über den Typ Jiang Zemin’, sowie die Software zum Umgehen der
Internetblockade. Einige Tage später besuchte er mich auf der Arbeit
wieder und sagte, es gäbe über fünfzig Mitarbeiter auf der Baustelle,
die müßig seien, alle hätten sich schon die CD angeschaut. Er meint
noch, dass man keine Angst zu haben brauche, wenn man die CD anschaut.
Soll man etwa eine CD nicht anschauen dürfen?“
Inzwischen haben
über 6.3 Millionen Menschen der KPC den Rücken gekehrt und die
Austrittswelle aus allen Organisationen der Partei, die seit dem
Erscheinen der
Neun Kommentare
vor etwa einem Jahr begann, läuft ungebremst weiter. Sie konnte auch
durch jüngste Schulungsmaßnahmen für Parteimitglieder nicht gestoppt
werden – die einstige Macht über eine riesige Volksmasse zerrinnt wie
Sand.
Silke Jelkic