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Am 25. Oktober 1999, drei Monate nach dem Verbot von Falun Gong in China, bezeichnete der damalige Staatspräsident Jiang Zemin und Initiator der Verfolgung während seines Besuches in Frankreich Falun Gong das erste Mal vor der Presse im Ausland als „Sekte“. Sofort stand dieses Wort als ein Angriffsmittel gegen Falun Gong in der chinesischen staatlichen Zeitung “Renmin Ribao” (bedeutet übersetzt „Volkstageszeitung“). Dies diente der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), die sich selbst über das Gesetz stellt, nicht nur in China als Rechtfertigung für die flächendeckende, systematische und mit niederträchtigsten und grausamsten Methoden durchgeführte Verfolgung der Falun Gong-Praktizierenden. Falun Gong - eine traditionelle chinesische Meditationsschule - lehrt „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht“, die dazu anleiten, wie man sich der Tugend zuwendet. Vom Standpunkt der Ideologie aus gesehen stehen die Theorien der KPCh - „Falschheit, Bösartigkeit und Kampf“ - im direkten Gegensatz zu den Prinzipien von Falun Gong. Das ist der Grund dafür, warum die KPCh Falun Gong unbedingt als größten Staatsfeind hasst. Welche Wirkung hat diese Bezeichnung bei der Verfolgung von Falun Gong? Die KPCh benutzte in ihrer Geschichte diese Bezeichnung nicht das erste Mal als eine Art „Kampfbegriff“ zur Vernichtung ihrer „Feinde“. Alles, was mit ihren theoretischen Kategorien nicht übereinstimmt, wird als „häretisch“ bezeichnet. Im heutigen China erzeugt allein die Verwendung der Bezeichnung „Sekte“ bei der chinesischen Bevölkerung sofort Angst - man verbindet damit Gefahr, Bedrohung und Bösartigkeit. Dadurch wird Hass erzeugt, der bis zur gewaltsamen Unterdrückung jener Gruppierung führt. Jiang Zemin wusste um diese Wirkung und setzte mit bösartiger Absicht bewusst diese Bezeichnung „Sekte“ ein, um den Ruf von Falun Gong zu schädigen. Sein Ziel war die völlige Vernichtung bzw. Auslöschung von Falun Gong. Die chinesischen Behörden haben ihre Propaganda gegen Falun Gong systematisch auch im Ausland verbreitet. So versorgten beispielsweise die chinesischen Botschaften weltweit Medien, Regierungen, Politiker usw. mit Verleumdungsmaterial, um sie dadurch zu manipulieren und eine Unterstützung des Widerstandes gegen die Verfolgung zu verhindern. Weil auch im Ausland die Bezeichnung “Sekte” überwiegend mit einem negativen Gefühl, wenn nicht sogar mit Ablehnung verbunden ist, funktionierte ihre Methode recht gut. In ihrer Stellungnahme zu dem Angriff der chinesischen Botschaft in Kanada nach der Veröffentlichung ihres Untersuchungsberichts über den Organraub in China erklären David Kilgour und David Matas*: „ ... Falun Gong als Sekte zu bezeichnen, veranschaulicht die Herabwürdigung, die Falun Gong entgegengebracht wird. Diese Verleumdung dient in China dazu, Falun Gong zu entmenschlichen und macht es somit möglich, seine grundlegenden Menschenrechte zu missachten. Wenn eine Gruppe von unschuldigen Bürgern als ‚Sekte’ bezeichnet wird, ist dies eine Form der Anstiftung zu Hass, was in Kanada nicht annehmbar ist. Diese Form der Anstiftung bedeutet für China einen Missbrauch seiner diplomatischen Präsenz in Kanada.“ (siehe den englischen originalen Textauszug unter: http://www.theepochtimes.com/news/6-7-8/43663.html). Wer ist eine Sekte? Wenn von einer „Sekte“ die Rede ist, denkt man normalerweise an folgende Kriterien: Eine Sekte raubt ihren Mitgliedern viel Geld, hat eine strenge Hierarchie. Sie terrorisiert ihre Mitglieder, wenn sie nicht mehr mitmachen wollen. Sie bringt ihre Mitglieder dazu, sich von ihren Familien zu entfernen, stiftet Unruhe in der Gesellschaft usw. Bei Falun Gong werden keine Gelder gesammelt, die Übungen werden kostenlos weitergegeben; es ist locker organisiert, führt keine Namenslisten, fordert keine Mitgliedsbeiträge; hat keine Tempel, Kirchen, religiösen Rituale und Vorschriften. Es ist offen für jeden Menschen, auch wenn einer zu einer bestimmten Glaubensgemeinschaft gehört. Jeder kann zu Falun Gong kommen und es wieder verlassen, wann er will; es hat keinerlei hierarchische Struktur. Die Beziehung zwischen dem Gründer des Falun Gong, Herrn Li Hongzhi, und seinen Schülern ist dem Verhältnis zwischen dem Lehrer und den Schülern in der Schule ähnlich. Die persönliche Entwicklung und der Fortschritt bei Falun Gong liegt in eigener Verantwortung. Die Praktizierenden orientieren sich an den Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht“, pflegen Gutherzigkeit und Toleranz gegenüber allen Menschen und Wesen. Durch das Praktizieren werden die Gesundheit erhalten, Krankheiten beseitigt und die Moral erhöht, was zugleich vorteilhaft für die Gesellschaft ist. Obwohl Falun Gong seit über acht Jahren grausam verfolgt wird, verhalten sich die Praktizierenden immer friedlich und aufrichtig. Während der vierzehnjährigen Verbreitung haben Herr Li Hongzhi und Falun Gong über eintausend Anerkennungen und Auszeichnungen weltweit erhalten. (siehe: http://www.clearwisdom.net/emh/special_column/recognition.html). Die Kommunistische Partei Chinas beutet das Volk aus und treibt ihr brutales Verhalten durch den Verkauf der Organe, die sie lebenden Falun Gong-Praktizierenden raubt, auf die Spitze! Sie schürt Hass innerhalb der Familien, drängt Ehepaare zur Scheidung und nimmt den Kindern ihr Zuhause. Sie hat alle ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausgeschöpft, um Falun Gong und dessen Gründer durch negative Propaganda in Verruf zu bringen. Darüber hinaus umfasst die Verfolgung alle Lebensbereiche. Sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus und zwingt Frauen zur Abtreibung. Die KPCh hat auf allen Ebenen Parteikomitees; sie erreicht und kontrolliert damit alle Bereiche in der Gesellschaft. Wer mit ihrer diktatorischen Ideologie nicht einverstanden ist, wird terrorisiert, verfolgt und umgebracht. Seit der 57-jährigen Herrschaft der KPCh sind 80 Millionen Menschen auf unnatürliche Weise ums Leben gekommen. Unsere Folgerung Die Kommunistische Partei Chinas ist die größte Sekte der Welt. Hinsichtlich der Verfolgung ist die Bezeichnung „Sekte“ gegenüber Falun Gong äußerst negativ und unzutreffend; selbst wenn die deutschen Journalisten sie als neutral ansehen, erzeugt sie allerdings in der Praxis eine negative Wirkung und trägt unbewusst zur Unterstützung der bösartigen Verfolgung in China bei. Wenn ein Journalist dieses Wort sogar absichtlich benutzt, um Falun Gong abzuwerten bzw. anzugreifen, ist diese Handlung unaufrichtig und unverantwortlich. Falun Gong-Arbeitsgruppe für Menschenrechte, Deutschland* 28. Juli 2006
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