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[29.05.2006]
Teil V: Zusammen für Gerechtigkeit


Seit dem Beginn der Verfolgung von Falun Gong im Jahre 1999, setzten sich viele Praktizierende und gutherzige Menschen weltweit für Menschenrechte, Gerechtigkeit und ein Ende des Völkermordes an Falun Gong-Praktizierenden in China ein. Die zahlreichen friedlichen und rechtschaffenen Aktionen berührten das Herz der Menschen auf der ganzen Welt.

„Für dich gekommen“

Am 20. November 2001, gegen 14.00 Uhr, versammelten sich 36 westliche Praktizierende auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Sie setzten sich in die Meditationsposition, hielten ein großes gelbes Transparent mit den Worten „Wahrhaftigkeit - Barmherzigkeit - Nachsicht“, schlossen ihre Augen und begannen zu meditieren.

Innerhalb von Sekunden wurde die Gruppe von einigen heranrasenden Polizeibussen umzingelt. Polizisten zogen, traten, schlugen und stießen die Praktizierenden in die Busse. Jene riefen auf Chinesisch: „Falun Gong ist gut!“

20. November 2001: Eine beispiellose Demonstration für Menschenrechte in China – 36 Falun Gong-Praktizierende aus zwölf Ländern hielten ein Transparent mit der Aufschrift „Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht“ und saßen in Meditation auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Sie wurden verhaftet, geschlagen und deportiert.
Diese 36 Ausländer waren die ersten von vielen ausländischen Praktizierenden, die nach China reisten, um friedlich zu demonstrieren. Wie auch die chinesischen Praktizierenden wollten sie lediglich den Chinesen die wahren Hintergründe über die Verfolgung erklären. Im eigenen Land verteilen sie auch oft Flugblätter an chinesische Touristen, welche überrascht sind, dass Falun Gong nicht in anderen Ländern verboten ist – ganz das Gegenteil von dem, was die chinesische Regierung ihnen erzählt. Wenn sie mit chinesischen Touristen reden, stellen sie fest, wie falsch diese über Falun Gong informiert sind. Um mehr Menschen zu erreichen, entschieden sie sich nach China zu gehen.

Bis heute reisten Hunderte Praktizierende aus Australien, Belgien, Brasilien, Kanada, Finnland, Frankreich, Deutschland, Japan, Korea, Polen, Singapur, der Schweiz, Großbritannien, den USA und einigen anderen Ländern nach China, um ihre Lieder zu singen: „Im Antlitz von Gewalt und Gefahr, immer wieder komme ich für dich; ich komme mit Liebe, nur für dich...“

Sie wurden eingesperrt, misshandelt und abgeschoben, viele auch zusammengeschlagen - für ihre Liebe zu einer traditionellen chinesischen Übung und für ihre guten Absichten. Die meisten wurden auf dem Platz des Himmlischen Friedens verhaftet. Manche wurden schon auf der Straße verhaftet oder aus ihrem Hotel geschleppt, da chinesische Spione im Ausland bereits Namen und Informationen an ihre Regierung weitergegeben hatten. Die Praktizierenden wurden verhört und eingeschüchtert. Polizisten stahlen fast allen ihre Wertgegenstände. Die Falun Gong- Praktizierenden beriefen sich auf internationale Standards für die Behandlung ausländischer Staatsbürger. Darauf antworteten die Polizisten: „Sie sind jetzt in China.“

Die chinesischen Polizisten schrecken nicht davor zurück, Ausländer zu schlagen, die innerhalb von Stunden aus dem Land verwiesen werden. Wie behandeln sie dann erst die chinesischen Praktizierenden, die sich oft für Jahre in ihrer Gewalt befinden? 


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