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„Ich sagte, Vietnam hat kein einziges Gesetz, das Falun Gong verbietet. Demnach können wir sie nicht vor Gericht stellen”, äußerte ihr Anwalt Tran Dinh Trien gegenüber Agence France Press. The Epoch Times berichtete, dass laut einem bei der Verhandlung anwesenden Zeugen Anwalt Trien jeden Anklagepunkt widerlegte und es zudem keine Gegenbeweise gab. „Das ist kein Prozess”, sagte ein Kollege von Trung, der zur Gerichtsverhandlung vorgeladen worden war. „Es ist nur ein Weg, Menschen zu verleumden. Die Richter konnten keine der von Rechtsanwalt Trien vorgebrachten Punkte beantworten. Trotzdem sprachen sie diese Haftstrafen aus.“ Reporter ohne Grenzen, Freedom House und die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte verurteilten den Gerichtsbeschluss. Mehrere internationale Medien berichteten über den Fall und weltweit fanden Proteste vor vietnamesischen diplomatischen Vertretungen statt. Auch die amerikanische Botschaft in Hanoi verfolgt den Fall. „Das ist ein schwarzer Tag für Vietnam” sagt Falun Gong-Sprecher Erping Zhang. „Die Ausstrahlung von unzensierten Nachrichten nach China der beiden Männer hat in keinster Weise die vietnamesische Gesellschaft geschädigt oder vietnamesisches Gesetz übertreten. Deshalb sollten sie als Helden gefeiert, und nicht wie Kriminelle behandelt werden.“ „Die Verurteilung von Trung und Thanh zu Gefängnis in einem Schauprozess ist beschämend und zeigt einen gefährlichen Präzedenzfall der vietnamesischen Regierung, die dem Druck der Chinesischen Kommunistischen Partei (KPCh) nachgegeben hat” sagt Zhang. „Wir hoffen, dass die Internationale Gemeinschaft ihre Anstrengungen verdoppeln kann, um die beiden Männer unverzüglich frei zu bekommen und jeden wie auch immer möglichen Einfluss einzusetzen um sicher zu stellen, dass die vietnamesischen Behörden aufhören, örtliche Falun Gong-Praktizierende zu misshandeln.“ „Für Freiheit und Menschenrechte ist das ein weiteres trauriges Ereignis“, sagt Waltraud Ng, Sprecherin des Falun Dafa-Informationszentrums. „Hinter den Kulissen setzt China Länder unter Druck und versucht ihre Machtwillkür auf andere Staaten auszuweiten. Wir müssen aufmerksam sein und die Unterwanderung aufhalten, so dass die Kommunistische Partei Chinas ihren Terror nicht noch weiter exportieren kann.“ 50 Falun Gong-Praktizierende bei friedlichem Protest vor chinesischer Botschaft geschlagen und verhaftet
Ein Zeuge beschrieb die Situation so: „Die Schläger umringten mich. Diejenigen, die vor mir standen, schlugen mir mehrmals ins Gesicht, bis meine Brille herunterfiel. Die, die hinter mir standen, schlugen mich immer wieder in den Nacken.“ Gegen 9 Uhr 20 wurden die Praktizierenden in Polizeiwagen gezwungen und in das Dong Anh-Gefängnis gebracht. Die Gruppe wurde am Donnerstagmorgen aus der Haft entlassen. Hintergrund Trung und Thanh wurden der „illegalen Übermittlung von Informationen in das Telekommunikationsnetz” für schuldig befunden, weil sie Nachrichtensendungen des Radiosenders „Sound of Hope” via Kurzwelle nach China gesendet haben. Sound of Hope-Programme berichten primär über Menschenrechtsverletzungen, Korruption und über die Unterdrückung von Falun Gong-Praktizierenden und anderen verfolgten Gruppen. Trung startete die Sendungen im April 2009. Die beiden Männer wurden am 11. Juni 2010 festgenommen und waren seither inhaftiert, wobei sie nur wenige Besuche ihrer Familien empfangen durften. Reporter ohne Grenzen hatte am 5. April 2011 wegen dem Fall Alarm geschlagen und Vietnam ersucht, dem Druck Chinas standzuhalten. Unter dem Druck der chinesischen Regierung haben die vietnamesischen Behörden in den letzten Monaten mit verstärkter Schikane gegenüber den lokalen Falun Gong-Praktizierenden reagiert. Der Anklageschrift zufolge wurden die Männer festgenommen, nachdem am 5. März 2010 eine diplomatische Aktennotiz von der chinesischen Botschaft an das vietnamesische Ministerium für öffentliche Sicherheit gesendet wurde. „Die Aktennotiz stellte dar, dass die Polizeibehörde in China Radiosignale entdeckt hat, die aus dem vietnamesischen Territorium kamen, und die den gleichen Inhalt über Falun Gong hatten, wie man ihn vom Radiosender „Sound of Hope“ hören konnte“, so die Anklageschrift. „Es wurde empfohlen, alle illegalen Aktivitäten der Falun Gong-Praktizierenden im vietnamesischen Territorium zu bekämpfen und zu stoppen.“ Acht Tage nach ihrer Inhaftierung wurde Anklage gegen die beiden erhoben, ein Vorgehen, das der Anwalt der beiden als ungerecht und einen Verstoß gegen vietnamesisches Gesetz bezeichnet. Weitere Informationen:
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