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2003, knapp zwei Jahre nach seiner Inhaftierung, wurde auch seine Ehefrau Wang Meihong verhaftet und ebenfalls aufgrund ihres Glaubens an Falun Gong zu 11 Jahren Haft verurteilt. Sie verbüsst sie im Frauengefängnis von Harbin, Provinz Heilongjiang. Zur Person
Privat studierte Herr Yu die klassische chinesische Malerei und erreichte ein bemerkenswertes Niveau. Zu dieser Zeit litt Herr Yu an einer schweren Hüftkopfnekrose. Unterschiedliche Ärzte rieten ihm zu einer Amputation des betroffenen Beines. 1994 mit Beginn des Praktizierens von Falun Gong verschwanden die Beschwerden jedoch. Haftbedingungen
Herr Yu muss in der Gefängniswerkstatt für Textilverarbeitung Zwangsarbeit verrichten. Mangelnde Schutzmaßnahmen führten dazu, dass durch entstehenden Staub seine Sehkraft drastisch abgenommen hat. Laut der LAOGAI Research Foundation wird im Gefängnis von Mudanjiang unter anderem Kleidung für den internationalen Markt hergestellt. Misshandlung und Schläge durch Gefängniswärter gehören zum Alltag. 2006 wurde dabei sein linkes Auge schwer verletzt. Eine Behandlung wurde verweigert. Die Gefängnisleitung verlangte Geld von den Angehörigen, um ihn außerhalb des Gefängnisses behandeln lassen zu können. Mittlerweile droht Herrn Yu die vollständige Erblindung. Er ist kaum noch in der Lage, Speisen aufzunehmen, weil man ihm Zähne ausgeschlagen hat. Ende 2010 wurde er so geschlagen, dass man ihm dabei ein Bein brach. Wieder wurde ihm eine medizinische Behandlung verweigert. Sein Bein versteifte, das Gehen ist nur noch humpelnd möglich. Infolge anhaltender Schläge und Elektroschocks wurde sein Brustkorb so stark verletzt, dass er an Atemnot leidet. Hinzu kommen Schwindelanfälle und Gleichgewichtsstörungen. Wenn die Spuren der Misshandlung zu offensichtlich sind, verweigert ihm die Gefängnisleitung das Recht auf Besuch durch Verwandte. Repressalien und Einschüchterungsversuche gegen die Familie Herrn Yus Tochter berichtete der IGFM weiter, dass sie während ihrer Zeit in China regelmäßig in der Schule und zu Hause von Beamten besucht und unter Druck gesetzt wurde. Beleidigungen und Beschimpfungen waren alltäglich. Als sie eines Abends nach Hause kam, befanden sich bereits sechs bis sieben Beamte in ihrer Wohnung und wollten Informationen über den Aufenthaltsort ihres Vaters haben. Trotz mehrmaliger Wohnungswechsel wurde immer wieder im Elternhaus eingebrochen. Nach und nach verschwanden alle Wertgegenstände. Alle Gemälde ihres Vaters wurden konfisziert und von Polizisten verkauft. Im Gefängnis ging die Selbstbereicherung der Staatsdiener weiter: Wärter zwangen ihren Vater, Bilder von Tigern zu malen. Diese sind auf dem Markt sehr beliebt und wurden von Wärtern privat verkauft. Yus ungebrochener Geist: "Zuerst an die anderen denken" Die Bemühungen des Leiters des "Büros 610" im Mundanjiang-Gefängnis, Lu Xianming, mit Folter, Schlägen und Misshandlungen Yu Zonghais Abkehr von Falun Gong zu erzielen, schlugen bisher fehl. Aus Yus seltenen Briefen, die die Tochter erreichten, spricht ein freier und gesunder Geist und liebevoller Vater. Auszüge daraus: "... Wenn sich in dir kein Knoten verbirgt, wenn du ausschließlich aufrichtige Gedanken aussendest, wirst du deine Umgebung harmonisch empfinden. So sieht es auch aus beim Umgang mit deinen Lehrern, Kommilitonen und Menschen um dich herum. Ansonsten solltest du nur nach innen schauen, was bei dir selber nicht stimmt. Man sollte gute Angewohnheit bilden, zuerst an die anderen denken. Wenn das Herz beschatten wird, wenn keine guten Gedanken auftauchen, sollte man die schlechten loswerden. Man sollte aufrichtige Gedanken standhaft bewahren und aufrichtig handeln. Lass die helle Sonne jede Ecke deines Herzens erleuchten. ..." "... Ich denke, du solltest nicht so früh in eine Beziehung treten. Ich hoffe nur, dass du mit Papa darüber reden kannst, wenn du willst. Kind, merk dir, Papa bleibt immer dein Vertrauter. Manchmal sind Probleme und Schwierigkeiten schwer zu vermeiden, es ist nicht schlimm. Das wesentliche ist, wie man damit umgeht. Bei unterschiedlichen Menschen führt es zu unterschiedlichen Ergebnissen. ..." Hintergrund zu Falun Gong In China soll es etwa 70 Millionen Falun Gong-Anhänger gegeben haben - die größte Qi Gong-Meditationsschule der Welt. In der Nacht auf den 20. Juli 1999 wurden tausende von Falun Gong-Anhängern aus ihren Wohnungen geholt und von Sicherheitskräften verhört. Am gleichen Tag wurde die Ausübung von Falun Gong in der VR China offiziell verboten und das Pekinger Regime begann, Falun Gong systematisch zu verfolgen. Über die staatlich kontrollierte Medien und Bildungseinrichtungen wurde Falun Gong in ganz China als "böser Kult" und "verbrecherische Vereinigung", sowie als "Staatsfeind" gebrandmarkt, um deren rigorose Verfolgung zu legitimieren. Beim Zentralkomitee der Kommunistischen Partei wurde das sogenannte "Büro 610" eingerichtet, das in ganz China die Verfolgung von Falun Gong organisiert und dessen Aufgabe es war und immer noch ist, Falun Gong-Anhänger durch Schikanen, Überwachung, Diskriminierung am Arbeitsplatz, willkürliche Bußgelder, Entzug des Rechts auf Erziehung, Entzug der Bürgerrechte, Zwangsarbeit, Folter und Mord zur Aufgabe ihres Glaubens zu zwingen. Heute wird bereits der Begriff Falun Gong in der Volksrepublik totgeschwiegen und im Internet gefiltert. Seit Beginn der Verfolgung soll es 3550 Todesfälle durch Folter in Zwangsarbeitslagern und Polizeistationen gegeben haben, mehrere Tausend seien in psychiatrischen Anstalten mit Psychopharmaka zwangsbehandelt worden, um ihren Willen zu brechen, rund 1 Million Falun Gong-Anhänger sollen sich zur "Umerziehung" in chinesischen Zwangsarbeitslagern befinden. Auf Grund der Recherchen der beiden kanadischen Juristen, David Kilgour und David Matas, ist zwischen den Jahren 2000 und 2005 die Herkunft von etwa 41.000 Organtransplantaten ungeklärt. Indizien sprechen dafür, dass Tausende Falun Gong-Praktizierende wegen ihrer Organe getötet wurden. Link: http://www.igfm.de/VR-China-Yu-Zonghai-seit-11-Jahren-in-Haft.3285.0.html [Unterschriftenliste im pdf-Format, 37 kB ...] [mehr Informationen zur Menschenrechtslage in der VR China ...] [Weitere Appelladressen zu China ...] [Wie schreibe ich einen Appell? ...] [Appellvorschlag)
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