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In europäischen Ländern bestehen flächendeckende, exzellent ausgebaute Systeme für Organspenden und - im Gegensatz zu China - auch eine gesellschaftliche Akzeptanz von Organspenden. Dennoch betragen die Wartezeiten für eine Lebertransplantation im Westen in der Regel mehrere Jahre, weil geeignete Spenderorgane nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Im Transplantationszentrum Tianjin betrug die durchschnittliche Wartezeit für eine passende Leber nur zwei Wochen. Seit Mitte 2006 sind Zahlen in diesem Bereich jedoch Mangelware, Einträge auf Homepages wurden gelöscht, Folgezahlen nicht veröffentlicht. Nach Einschätzung der IGFM nährt gerade die vehemente Verweigerung jeglicher Transparenz die Befürchtung, die Anschuldigungen könnten wahr sein. Behördenvertreter der Volksrepublik speisen internationale Institutionen, Journalisten und Menschenrechtsorganisationen seit Jahren mit dünnen Statements ab. Vorwürfe, wie sie z.B. im Juli 2012 auf dem 24. Internationalen Transplantationskongress in Berlin vorgetragen wurden, blieben unbeantwortet. Letztendlich, so die IGFM, wird die Herkunft der transplantierten Organe genauso wie die Zahl der Hinrichtungen in der Volksrepublik wie ein Staatsgeheimnis behandelt. Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in China: http://www.igfm.de/Menschenrechte-in-der-VR-China.485.0.html Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte: https://www.facebook.com/igfmdeutschland
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