[05.04.2006]
36 Konzentrationslager in China

Schmutzige Geschäfte mit Organen von Falun Gong-Praktizierenden


Berlin (FGI) - In dem größten der 36 Lager sollen sich über 120.000 Gefangene aufhalten, darunter Falun Gong-Praktizierende und andere politische Gefangene. Ein Zeuge, ehemaliger Militärarzt der Shenyang Militärzone, bestätigte der Epoch Times am 30. März, dass gefangene Falun Gong-Praktizierende in "versiegelten Frachtzügen" von und in die Lager verschleppt werden: "Ich sah einen gesondert abgefertigten Frachtzug, der über 7.000 Menschen von der Stadt Tianjin in das Gebiet von Jilin brachte. Er fuhr nachts, bewacht von der chinesischen Armee. Jeder im Zug war mit Handschellen an einer speziell dafür angefertigten Handschiene an der Decke angekettet, wie Hühner auf einem Grill."

Der Zeuge bestätigte die Berichte über ein Konzentrationslager im Sujiatun Distrikt der Stadt Shenyang in China. Zwei weitere Zeugen - ein Journalist und eine Krankenschwester aus Shenyang - befürchten, dass kein Häftling dieses Konzentrationslager jemals lebend verlassen konnte. In Shenyang befindet sich auch das China International Organ Transplant, eines der größten Transplantationszentren Chinas. Der Zeuge berichtete von weiteren großen Lagern in den nördlichen Provinzen Heilongjiang, Jilin und Liaoning.

Der Militärarzt wies darauf hin, dass es der Verkauf von Organen und anderen Körperteilen der Gefangenen sei, der diese Lager lukrativ mache. "Falun Gong-Übende [...] werden nicht mehr als Menschen betrachtet, sondern als Rohmaterial für kommerzielle Produkte", erzählte er der Epoch Times. "Man muss verstehen, [...] das Zentralkomitee der Chinesischen Kommunistischen Partei beschloss, Falun Gong-Übende als 'Klassenfeinde' zu behandeln und sie in jeder wirtschaftlich profitablen Weise zu verwenden."

Laut Aussage des Militärarztes wurden im Sujiatun Lager Anfang 2005 über 10.000 Personen festgehalten. Zurzeit läge die Anzahl jedoch bei 600-750. Viele wurden "in andere Konzentrationslager verfrachtet", möglicherweise als Reaktion auf die bisherigen Medienberichte.

Der Zeugenaussage zufolge bahnte die Kommunistische Partei schon im Jahr 1962 den Weg für die jetzt weit verbreitete "Ernte" der Organe von Gefangenen. Ein Dokument der Zentralen Militärskommission der KPC, verlieh den lokalen Regierungen die Autorität "Recycling Einheiten" zu errichten, welche die Verbrecher in der Militärzone "verwerten". Dies sollte "der Entwicklung des Bedarfes des Staates und des Sozialismus entsprechend geschehen." Darauf folgte im Jahr 1984 eine Gesetzesänderung, welche zu einer völlig legalen Entnahme der Organe von Verbrechern führte.

Zusätzlich behalten vermutlich viele Krematorien in China die ihnen anvertrauten Leichen, anstatt diese zu verbrennen und versenden die Körper in geheimen Netzwerken. Der Zeuge sagte, "in vielen Fällen kommt die Asche, welche den Familien der Exekutierten gegeben wird von Tieren oder von den Leichen anderer Menschen", wobei die tatsächliche Leiche für viel Geld an staatseigene Unternehmen verkauft werde. Diese werden als "Rohmaterial" ffür eine Anzahl von "Produkten" verwandt.

Krankenhausmitarbeiter bestätigen die Vorwürfe

Die "World Organization to Investigate the Persecution of Falun Gong" (WOIPFG) teilte am 30. März mit, dass ihre Ermittler mit Krankenhauspersonal aus acht Provinzen Chinas gesprochen hätten. Jeder einzelne sagte aus, dass für Transplantationen verwendete Organe tatsächlich von gefangenen Falun Gong-Praktizierenden stammten.

"Der Bericht des dritten Zeugen reiht sich ein in die wachsende Liste von grauenvollen und detaillierten Enthüllungen, die nahe legen, dass unsere schlimmsten Befürchtungen wahr sind: Falun Gong-Praktizierende und andere politische Gefangene werden in Konzentrationslagern in ganz China gefangen gehalten und für ihre Organe durch die Handlanger des kommunistischen Regimes getötet", sagt Waltraud Ng, Sprecherin des Falun Gong Informationszentrums. "Die Aussagen stimmen mit der in der KPC-Vergangenheit zu beobachtenden Verachtung menschlichen Lebens überein. Wir wenden uns an alle Regierungen, Medien und einschlägigen Organisationen, hervorzutreten und für eine ausführliche und unnachgiebige Untersuchung zu sorgen."

Die Berichte der Zeugen - siehe Rubrik China: www.dieneueepoche.com, www.theepochtimes.com


Weitere Texte und Videos über die Vorwürfe bezüglich Organraub und den Vernichtungslagern:
-Video über den Organraub
-ABC Interview zu diesem Thema
-Ausführlicher Bericht über die Vorwürfe
-Zeugenaussage
-Reaktion der Chinesischen Botschaft der Schweiz (Propaganda-Text)
-Webseite des „International Transplantation Network Assistance Center"
(Backup einer Webseite auf der Organe angeboten wurden)

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532
Internet: www.faluninfo.de; E-Mail: pm@falun-info.de

Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 100 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.

Seit 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3.449 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.



       

Pressemitteilungen

[05.01.2012]
Pensionierte Mitarbeiterin der Regierung in einem nordostchinesischen Gefängnis erschlagen
[04.01.2012]
Internationaler Druck führt zu vorzeitiger Freilassung von Frau Guizhen Ji aus Zwangsarbeitslager
[09.12.2011]
Schluss mit Folter und Gehirnwäsche in China, Freiheit für Falun Gong!
[21.11.2011]
Buddhistischer Tempel in China für Gehirnwäsche missbraucht
[13.11.2011]
Schwarzer Tag für Freiheit und Menschenrechte in Vietnam: Falun Gong-Menschenrechtsaktivisten unter Druck von China zu Gefängnisstrafen verurteilt
[01.11.2011]
JIA Qinglin, Leiter einer 100-köpfigen Wirtschaftsdelegation auf Staatsbesuch
[23.10.2011]
55-jährige Frau stirbt an Misshandlung in der VR China
[19.10.2011]
Glückliches Ende nach dramatischen Wochen - Yun Zou wird nicht nach China abgeschoben
[14.10.2011]
FDI dokumentiert sechs weitere Todesfälle von Falun Gong-Praktizierenden durch Folter
[09.10.2011]
Indonesien: Manager einer Radiostation nach Ausstrahlung von Berichten über die Menschenrechtssituation in China inhaftiert
[03.10.2011]
Falun Gong: Einsatz für Menschenrechte in Vietnam ein Verbrechen?
[27.09.2011]
Falun Gong-Praktizierender droht Abschiebung nach China
[24.09.2011]
TOD DURCH FOLTER
[16.09.2011]
DRINGENDER AUFRUF: Südkorea muss die Abschiebung von Falun Gong-Praktizierenden nach China stoppen!
[01.08.2011]
Neue Todesfälle von neun Falun Gong-Praktizierenden im Juni berichtet
[17.07.2011]
Stopp dem Massenmord und Organraub des chinesischen Terrorregimes
  |    |    |    |    |    |