[11.07.2006] Unabhängige Untersuchung bestätigt Organraub an lebenden Falun Gong Übenden
Ottawa/Berlin (FDI) – In einem unabhängigen Bericht bestätigten Kanadas ehemaliger Staatssekretär David Kilgour und der bekannte Menschenrechtsanwalt David Matas, die Anschuldigung, dass Falun Gong Übende für ihre Organe getötet werden. Sie veröffentlichten am Donnerstag, den 6. Juli, einen 45-seitigen Report über den Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden mit „der bedauerlichen Schlussfolgerung, dass die Vorwürfe wahr sind“.
 | | Das ehemalige Parlamentsmitglied David Kilgour (links) und der Anwalt für Menschenrechte David Matas (rechts) veröffentlichten ihren Untersuchungs-bericht auf einer Presse-konferenz am 6. Juli 2006 in Ottawa. (Foto: Chun Zhu) |
| Der Bericht kommt zu dem Schluss: „Wir schlussfolgern, dass die chinesische Regierung und ihre Behörden in den zahllosen Teilen des Landes, insbesondere in den Krankenhäusern, aber auch Haftanstalten und „Volksgerichtshöfen“, seit dem Jahr 1999 eine unbekannte, aber große Anzahl von Glaubensgefangenen des Falun Gong töten ließen. Gegen den Willen der Praktizierenden wurden ihnen ihre lebenswichtigen Organe, einschließlich die Herzen, die Leber, Niere und Augenhornhaut entnommen und zu hohen Preisen verkauft. Der Verkauf erfolgte manchmal an Ausländer, die in ihren Heimatländern für eine freiwillige Organspende normalerweise einer langen Wartezeit gegenüberstehen.“ Bitte lesen Sie im folgenden den vollständigen Bericht: PDF-deutschDie Anhänge und Gesprächsaufzeichnungen zu dem Bericht, finden Sie auf englisch unter: http://investigation.go.saveinter.net/ und weitere Pressemitteilungen zu dem Thema unter /artikel/presse_national/1145345942.htmlAuch gibt es ein ausführliches ABC Interview mit David Kilgour.
Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 100 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.
Seit 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3.449 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.
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