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Als Frau Wang am Morgen des 27. Mai 2006 zur Arbeit gehen wollte, wurde sie vor ihrer Wohnung von drei Polizisten festgenommen. Noch am selben Abend wurde sie in ein Untersuchungsgefängnis gebracht. Am 12. Juli wurde sie für zwei Jahre zur „Umerziehung durch Arbeit" ins Masanjia Frauen-Arbeitslager gebracht. Ein Haftbefehl bestand nicht. Anklage wurde nicht erhoben. Ein Gerichtsverfahren fand nicht statt. Es wird ihr verwehrt Rechtsmittel einzulegen. Seit ihrer Festnahme wendet sich ihr Ehemann an die deutsche Öffentlichkeit und an Politiker, um ihren Fall bekannt zu machen. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte startete eine Unterschriftenaktion für Frau Wang. (http://www.igfm.de/fileadmin/igfm.de/pdf/Appelle/U-Listen/U-Liste-China_Wang_Xiaoyan.pdf) Das Masanjia-Arbeitslager in der Provinz Liaoning ist eines der größten und berüchtigsten Arbeitslager in China in dem Falun Gong-Praktizierende festgehalten werden. Zahlreiche Berichte über extrem brutale und systematische Folterungen, die auch zum Tod von Praktizierenden führten, bezeugen schon seit Jahren die Missachtung der grundlegendsten Menschenrechte in diesem Lager. (http://flghrwg.net/reports/Laborcamps/pdf/Masanjia_ShenyangCity_LiaoningProvince.pdf)
Kürzlich ist es gelungen einen Brief von Frau Wang aus dem Lager herauszuschmuggeln, in dem sie die ihr zugefügten schweren Misshandlungen schildert. Er ist ein erschütterndes Dokument eines um Hilfe rufenden Menschen. Die vollständige Übersetzung des Briefes finden Sie unter: http://www.igfm.de/?id=667. Darin schreibt sie: „Weil ich dort die Falun Gong-Übungen praktizierte und ‚Falun Dafa ist gut' rief, wurde ich eineinhalb Monate mit Handschellen ans Bett gefesselt. Während dieser Zeit steckte der Polizist Wang Xiaofeng mir einen schmutzigen Lappen in den Mund; Li Mingyu ohrfeigte mich; Wang Naimin quetschte meine Lippen kaputt. Noch schlimmer war, dass die beiden Leiter Ma Jishan und Chen mir am 15. Juli mit den Fäusten ins Gesicht schlugen. Bis heute ist davon noch eine Schwellung zu sehen." Von einem Wärter wurde ihr ein Medikament eingeflößt, welches das Zentralnervenssystem schädigt. „Dieses Mittel bekam ich dreimal täglich. Jedes Mal benutzte Ma Jishan ein Brecheisen, um meinen Mund möglichst weit auf zu bekommen, was mir große Schmerzen verursachte. Ich hatte das Gefühl lieber sterben als leben zu wollen." Am 30. August 2006 wurde Frau Wang drei Tage lang gestreckt an ein Stockbett gebunden, eine Hand nach oben, die andere ganz nach unten. Sie durfte nicht schlafen und sich nicht waschen. Es war ihr weder möglich zu stehen noch sich hinzusetzen. Insbesondere zum kurz bevorstehenden Tag der Menschenrechte appellieren die Mitarbeiter des Falun Dafa Informationszentrums an alle Menschen, allen voran an die Mitglieder der Bundesregierung, sich mit Entschlossenheit gegen den staatlich verordneten Terror gegen Falun Gong-Praktizierende in China einzusetzen, Frau Wang aus ihrer unerträglichen Situation im Arbeitslager zu befreien und ihr eine Bleibe in Deutschland zu gewähren. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532 Internet: www.faluninfo.de; E-Mail: pm@falun-info.de
Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 100 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.
Seit 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3.449 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.
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