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Wang sagte später über die Folter: „Wer nicht am eigenen Leib solche Schmerzen erfahren hat, kann sich nicht vorstellen wie schlimm es ist.” Gegenüber Anwalt Gao schilderte Frau Wang erschütternde Details über ihre Folterqualen (Zeugenaussage: http://www.faluninfo.de/artikel/zeugenberichte/1193860674.html; Foltermethoden: http://images.faluninfo.de/200604/foltermethoden.jpg) Laut Aussage ihrer Familie starb Frau Wang am 24. September 2007, nachdem sie - vermutlich aufgrund schwerer Verletzungen infolge von Folter - ins Zentralkrankenhaus der Stadt Changchun gebracht worden war. Es ist allgemein üblich, dass chinesische Polizisten Opfer von Rechtsmissbrauch, die im Sterben liegen, in Krankenhäuser oder nach Hause zu ihren Familien schicken, um der Verantwortung zu entgehen. Wangs Angehörige wurden erst am 9. Oktober, zwei Wochen nach ihrem Tod, darüber informiert. Menschenrechtsanwalt Gao und Journalistik-Professor Jiao interviewten Frau Wang Gao hatte Wang Yuhuan persönlich im Rahmen seiner zweiwöchigen Recherchen über Folter an Falun Gong in Nordost-China interviewt, die er im November und Dezember 2005 durchführte. Er hatte es als Wunder bezeichnet, dass sie die Folterbank überlebte. Begleitet wurde Gao damals bei seiner Beweissuche von Jiao Guobiao, einem bekannten Journalistik-Professor an der Pekinger Universität. Razzien in Changchun Verlässlichen Informationen zufolge wurde Frau Wang erneut am 9. Mai 2007 inhaftiert, als sie sich zusammen mit 38 weiteren Falun Gong-Praktizierenden in Changchun bei einem Treffen über ihre Erfahrungen austauschen und gemeinsam mit den anderen überlegen wollte, wie man offizieller Propaganda und Rechtsverstößen in der Region entgegenwirken könnte. Laut Zeugenaussagen waren das Öffentliche Sicherheitsbüro der Provinz Jilin, die Polizeibehörde der Stadt Changchun sowie Beamte vom Polizei-Verwaltungsbezirk Erdao für die Festnahmen verantwortlich. Die Behörden in Changchun führten zur gleichen Zeit eine Großfahndung in der ganzen Stadt durch, bei der weitere 32 Personen festgenommen wurden. Zahlreiche Wohnungen wurden von der Polizei durchsucht und Falun Gong-Praktizierende aus ihren Wohnungen vertrieben. Weitere beunruhigende Nachrichten erhielt das Informationszentrum über das Wohlergehen von Herrn Feng Liping, der laut Berichten in Polizeigewahrsam gefoltert wurde. Feng soll die Kontrolle über einen seiner Arme verloren haben; die anfallenden Behandlungskosten muss seine Familie tragen. Wir sind sehr besorgt über den Verbleib und die Sicherheit der anderen im Mai verhafteten Falun Gong-Praktizierenden aus Changchun. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532 Internet: www.faluninfo.de; E-Mail: pm@falun-info.de
Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 100 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.
Seit 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3.449 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.
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