[09.12.2007]
China: Menschenrechte und olympischer Grundgedanke auf dem Tiefpunkt

10. Dezember Menschenrechtstag – ein trauriger und hoffnungsvoller Tag zugleich


Berlin (FDI) - PRESSEMITTEILUNG - Immer mehr Menschen werden im bevölkerungsreichsten Staat der Welt zu Tode gefoltert, obwohl der Weltöffentlichkeit schon jahrelang und immer wieder von den Topfunktionären der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) eine gegenteilige Entwicklung zugesichert wurde. Die veröffentlichten Fälle des Organraubs an Gewissensgefangenen in China, deren einziges Verbrechen darin bestand, die friedliche Meditationspraxis Falun Dafa auszuüben, zeugt von der menschenverachtenden Einstellung der Machthabenden.


Der Menschenrechtsanwalt Gao Zhisheng, der für sein menschenrechtliches Engagement in China selbst verfolgt wird, berichtete über einen Praktizierenden aus der Stadt Dalian folgendes:

Ich erwähnte in meinem dritten offenen Brief einen jungen männlichen Praktizierenden aus der Stadt Dalian. Er gehört zu denjenigen, die entsprechend den Maßstäben der Kommunistischen Partei Chinas ‚reformiert‘ wurden. Aber Sie können sich nicht vorstellen, wie furchtbar sein Reformierungsprozess war. Er erzählte mir, dass sie an ihm sechs bis sieben Elektrostäbe benutzt hätten. Einer von denen schockte ständig seine Geschlechtsorgane. Er sagte zu mir: „Rechtsanwalt Gao, ich hatte solche Schmerzen, dass ich mir wünschte, lieber tot zu sein als zu leben." [...] Ich bin jedes Mal, wenn ich an ihre Leiden denke, sehr traurig. [...] Es sollten noch mehr Menschen verstehen, dass rechtswidrige Folterungen irgendeiner Person Verbrechen gegen die Menschheit sind. [...] Alle Beweise dieser Verbrechen gegen die Menschheit existieren unter den Chinesen. Wir können sie jederzeit finden. Warum erlaubt es die internationale Gemeinschaft, dass die Verbrechen gegen die Menschheit in China zügellos weiterwuchern?

Die Zivilcourage der vielen Falun Dafa-Praktizierenden in China, die trotz Todesgefahr und brutaler Folter nicht davor zurückschrecken, ihre grundlegenden Freiheitsrechte einzufordern, macht uns Mut. Menschenrechtsanwälte wie Gao Zhisheng wagen es, auf die täglichen Verbrechen des kommunistischen Regimes aufmerksam zu machen. Diese Menschen geben uns Hoffnung, dass sich Diktatur, Willkür und Menschenrechtsverbrechen nicht auf Dauer halten werden.

Lassen Sie uns der mutigen Folteropfer gedenken. Lassen Sie uns gemeinsam für die unschuldig Gequälten aufstehen und unsere Stimmen für die Menschenwürde erheben. Helfen wir jetzt, die Übeltaten der KPCh ans Licht zu bringen, damit die Verfolgung von Falun Dafa-Praktizierenden beendet wird und der Geist der Olympiade zum Tragen kommt.


Weiterführende Links:

Organraub:  http://www.faluninfo.de/news/organhandel.html
Olympiade:  http://www.faluninfo.de/pressemitteilungen.html


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532
Internet: www.faluninfo.de; E-Mail: pm@falun-info.de

Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 100 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.

Seit 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3.350 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.



       

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