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Die Informationen des Informationszentrums deuten darauf hin, dass die Behörden Gefangene in die Haftanstalten in Peking versetzen, die behaupten, Falun Gong „aufgegeben" zu haben. Diese werden dort vorbildlich behandelt und sollen Journalisten, die die Verfolgung von Falun Gong untersuchen, vorgeführt werden. „Diese Show-Führungen von Arbeitslagern für UN-Mitarbeiter und Journalisten sind in China üblich", sagt die Sprecherin des Infozentrums, Waltraud Ng. „Frauen und Männer, die gefoltert und misshandelt wurden, werden zur Zeit aus den Pekinger Lagern abtransportiert und mit ‚vorbildlichen Gefangenen‘ ersetzt, die bei Interviews parteikonform antworten ." Das Peking Arbeitslager für Frauen: „Eine Hölle auf Erden" Wei Liu, 36, Architekturstudentin in Dortmund, war von September 2001 bis Januar 2003 im Frauenarbeitslager Peking inhaftiert, nachdem eine Arbeitskollegin ein Falun Gong-Flugblatt auf ihrem Schreibtisch sah und sie anzeigte Liu hat einige „offizielle Führungen" des Arbeitslagers miterlebt, bei denen sie in einem Computerraum oder einer Bibliothek sitzen und schauspielern musste. Diese Räume wurden jedoch in der Realität von Wärtern genutzt und waren regelmäßiger Bestandteil von „Show-Führungen". Liu bezeichnet heute die Zeit im Arbeitslager mit ununterbrochener Folter und Zwangsarbeit als „Hölle auf Erden". Hätte sie dies jedoch damals den Besuchern erzählt, hätte dies für sie tödlich enden können.
„Chinas Regime nutzt die Unwissenheit über Falun Gong aus. Bitte zitieren Sie daher nicht, was Sie von Chinas Regime oder den offiziellen Interviewpartnern hören", appelliert Ng an Journalisten. „Aufgrund dieser Verleumdungstaktiken wird Falun Gong im Westen grundlos als umstritten angesehen. Daher haben es die Opfer schwer, Hilfe zu erhalten." Auf Wunsch vermittelt das Falun Dafa-Informationszentrum Kontakte mit Überlebenden aus Arbeitslagern, die sich jetzt in Deutschland befinden und stellt nähere Informationen zur Verfügung. Wir bitten darum, unabhängige Berichte in Ihre Recherche mit einzubinden, zum Beispiel die Berichte des UNO Sonderberichterstatter für Folter, den Matas/Kilgour-Bericht über Organraub, Amnesty International-Berichte, U.S. State Department 2007-Report und das Buch des Rechtsanwaltes Gao Zhisheng Chinas Hoffnung - Mein Leben und Kampf als Anwalt im größten kommunistischen Staat. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532 Internet: www.faluninfo.de; E-Mail: pm@falun-info.de
Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 100 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.
Seit 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3.449 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.
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