[12.11.2008]
Berlin: Große Parade gegen Organraub und Folter in China

900 Teilnehmer aus ganz Europa


Berlin (FDI) – Mit einer großen Parade demonstrierten etwa 900 Menschen aus 25 europäischen Ländern gegen Organraub, sowie Folter und Mord an Falun Gong-Praktizierenden in China. Laut UN gehören zwei Drittel der Folteropfer in China zu Falun Gong. Der erste Bereich der Parade beinhaltete eindrucksvolle kulturelle Darstellungen: ein Blasorchester mit 150 Musikern, eine traditionelle chinesische Trommelgruppe, Kaiserkostüme verschiedener Dynastien und harmonische Übungen in goldenen Anzügen.




Der zweite Teil zeigte, was Chinas Regime in über 1300 Lagern seinen eigenen Bürgern antut. Frauen in Weiß trugen Blumenkränze mit Fotos von Folteropfern und berichteten so auf stille Weise von der Brutalität und den tödlichen Folgen der Regimepolitik.

Es folgte ein Wagen, auf dem Folterszenen und eine Zwangsorganentnahme nachgestellt wurden.


„Chinas Terrorregime behandelt Glaubensgefangene mit unvorstellbarer Grausamkeit“ sagt Waltraud Ng, Sprecherin des Falun Dafa Informationszentrums. „Lasst uns zusammen mit der internationalen Gemeinschaft die Gräueltaten ans Tageslicht bringen. Stoppen wir gemeinsam Folter und Mord an diesen friedlichen Menschen in China!“


Vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor

Die Parade startete gegen 11 Uhr am Alexanderplatz, der im Ostteil der Stadt Berlin liegt und zur ehemaligen DDR gehörte. Viele Menschen mussten dort unter der Grausamkeit eines kommunistischen Regimes leiden.

Bei einer Zwischenkundgebung vor der chinesischen Botschaft an der Jannowitzbrücke wurden Exilchinesen, die Folter und Verfolgung am eigenen Leibe erfahren hatten, interviewt und Redebeiträge von Menschenrechtsorganisationen vorgelesen.

Anschließend ging es durch das Herzstück Berlins (Unter den Linden) zum Brandenburger Tor, wo die Abschlusskundgebung gegen 15 Uhr stattfand. Das Brandenburger Tor war früher die Grenze zur freien westlichen Welt. Bis zum Mauerfall war es den Menschen verboten dort durchzulaufen. Viele berühmte Reden wurden hier schon gehalten. Am 12. Juni 1987 sprach der amerikanische Präsident Ronald Reagan folgenden Satz anlässlich eines Berlinbesuchs vor dem Brandenburger Tor: "Mr. Gorbachev, open this gate! Mr. Gorbachev, tear down this wall!" (Herr Gorbatschow, öffnen Sie dieses Tor! Herr Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer ein!) Dieser Ort lehrt uns, dass alles Unrecht irgendwann ein Ende hat. Wir können zuversichtlich sein, dass auch der gerade stattfindende Völkermord in China und die Verfolgung der Falun Gong-Praktizierenden eines Tages beendet sein  wird.        
    




Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532
Internet: www.faluninfo.de; E-Mail: pm@falun-info.de

Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 100 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.

Seit 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3.449 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.



       

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