[26.01.2010]
Hongkong: Globale Show Shen Yun unter dem Druck der Kommunistischen Partei Chinas abgesagt

PRESSEMITTEILUNG 25. Januar 2010


Berlin (FDI) - Zwischen dem 27. und 31. Januar 2010 sollte Shen Yun Performing Arts mit ihren Darbietungen vor einem vollbesetzten Theatersaal in Hongkong die echte chinesische Kultur auf chinesischem Boden wieder aufleben lassen. (http://de.shenyunperformingarts.org/ )

Die Bühnenaufführungen mussten abgesagt werden, weil qualifiziertem Personal des Produktionsteams am 21. Januar 2010 das Visum seitens der Hongkonger Einwanderungsbehörde verweigert wurde. Die Inszenierungsarbeit könne lokal erbracht werden, gab Hongkongs Einwanderungsamt als Begründung an.

In einer Stellungnahme von Shen Yun Performing Arts heißt es: „Wir hatten jedoch gegenüber den Hongkonger Behörden sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, dass die technischen Mitarbeiter ein fester Bestandteil von Shen Yun sind. Sie sind in hohem Maße bezüglich Shen Yuns speziellen künstlerischen Anforderungen ausgebildet, die außerordentlich technisch und detailliert sind. Sie können nicht ersetzt werden, und die Show kann ohne sie nicht aufgeführt werden."

Verschiedene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, wie etwa Albert Ho Chun-yan, Vorsitzender der Demokratischen Partei Hongkongs und Mitglied des Legislativrats in Hongkong haben die Entscheidung der Hongkonger Einwanderungsbehörde kritisiert. Nach seiner Einschätzung handelt diese auf Geheiß der Pekinger Führung, die die Unterdrückung der Freiheit der Meinungsäußerung in Hongkong zum Ziel hat. Er verlangte eine Erklärung dafür, wie es für die Show möglich wäre, innerhalb von zehn Tagen in Hongkong Ersatzpersonal zu finden. Die Einwanderungsbehörde antwortete nicht. Einmischungen seitens der Kommunistischen Partei Chinas in Hongkong widersprechen dem vertraglich zugesicherten Prinzip von „Ein Land, zwei Systeme". Im Jahr 2002 konnten die Bürger Hongkongs den sogenannten Artikel 23, der auf Weisung der Pekinger Führung Hongkongs Freiheiten in Bezug auf Gedanken, Glauben, Presse, Meinungsäußerung, Information, akademische Forschung, Versammlung und viele andere Freiheiten massiv einschränken sollte, durch breit angelegte Proteste verhindern.

Auch in Europa kam es in der Vergangenheit zu Störungen seitens der chinesischen Behörden. Im Jahr 2008 wurde die Konzertagentur Tonicale vom chinesischen Konsulat in München aufgefordert, die Termine von Shen Yun im Prinzregententheater abzusagen. Am 6. Januar 2009 verschickte das chinesische Generalkonsulat in Frankfurt eine Verbalnote an die Hessische Staatskanzlei und das konsularische Corps in Hessen, in der es die Künstler bzw. die Veranstalter diffamierte und die Adressaten diplomatisch verklausuliert dazu aufforderte, Shen Yun Performing Arts jegliche Unterstützung zu verweigern und diese Aufforderung an weitere Instanzen weiterzuleiten. In diesem Jahr versuchten Vertreter der Kommunistischen Partei Chinas, die Shen Yun Aufführungen in Wien und Bukarest durch Druck auf die jeweiligen Theaterleitungen zu verhindern.

Ähnlich wie in Europa ist auch in Hongkong der lokale Falun Dafa-Verein der Veranstalter von Shen Yun Performing Arts.


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532
Internet: www.faluninfo.de; E-Mail: pm@falun-info.de

Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 100 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.

Seit 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3.350 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.



       

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