| |||||||||||||||||||
Am 17. August 2011 fand die erste heimliche Verhandlung gegen Ma Zhanfang nach mehreren Monaten Haft statt. Eine Woche vor der zweiten Anhörung teilte der Anwalt von Ma Zhanfangs dessen Kindern mit, dass er den Fall nicht mehr fortsetzen könne, da er unter zu großem Druck stehe. Auch die anderen kontaktierten Anwälte lehnten den Fall ab, da sie Gefahr liefen, dass ihre Anwaltslizenzen annulliert würden, wenn sie einen Falun Gong-Prakizierenden vertreten. Ma Zhanfangs Kinder fanden später in der Tasche ihres verstorbenen Vaters das Gerichtsurteil, datiert auf den 27. Dezember 2011. Neben einer gefälschten Zeugenaussage von Ma Zhanfangs Sohn – wonach Ma Zhanfang bei seinem Sohn leben würde, tatsächlich wohnte er jedoch alleine - enthielt das Gerichtsurteil weitere gefälschte Zeugenaussagen, die Namen des Vorsitzenden Richters, der Beisitzenden Richter und des amtierenden Gerichtsschreibers. Bei einem Besuch am 04. Mai 2012 sah der Sohn von Ma Zhanfang seinen Vater zum letzten Mal lebend. Zu diesem Zeitpunkt war Ma Zhanfang jedoch schon sehr geschwächt und krank. Am 07. Mai wurde sein Sohn erneut ins Krankenhaus im Zentrum von Gongzhuling, in welches sein Vater zwischenzeitlich verlegt worden war, gerufen, Ma Zhanfang war jedoch bereits verstorben. (Vollständiger Bericht) 2. Frau Yin Jinmei (aus der Stadt Jiujiang, Provinz Jinagxi) verstarb am 09. 05. 2012
Obwohl sie im Lager weiterhin beständig die Falun Gong-Übungen praktizierte, erholte sie sich nach ihrer Freilassung nicht mehr, fühlte sich permanent schwach, litt unter Atemnot und hatte keinen Appetit mehr. Außerdem litt sie unter Bluthochdruck, an Herzproblemen und an einer Harnvergiftung, konnte deshalb nicht mehr schlafen und war mehrmals dem Tode nah. Drei Mal musste sie zur Notfallbehandlung ins Krankenhaus gebracht werden, zuletzt am 05.05.2012. Xin Jinmei starb am 09.05.2012. (Vollständiger Bericht) Weitere Todesfälle von Falun Gong-Praktizierenden im Mai 2012 durch Gewalteinwirkung chinesischer Behörden (Liste):
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532 Internet: www.faluninfo.de; E-Mail: pm@falun-info.de
Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 114 Ländern und Regionen der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.
Seit dem 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatschef Jiang Zemin initiiert wurde. Schätzungen zufolge wurden seit dem Juli 1999 über 1 Million Falun Gong-Praktizierende festgenommen, über 500.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager gezwungen, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa-Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3690 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Dass systematischer Organraub von staatlichen Behörden angeleitet wird, ist kaum zu glauben und dennoch sind schätzungsweise 65.000 gesunde Falun Gong-Praktizierende Opfer von Organraub am lebendigen Leibe in China geworden.
Pressemitteilungen
|
| | |||||||||||||||||
|