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Als Lis Frau um Hilfe rief, kamen Dutzende von Nachbarn heraus und versuchten die Entführung zu verhindern, indem sie eine Menschenmauer bildeten. Die Pattsituation dauerte den Berichten zufolge zwei Stunden, bevor die Beamten Herrn Li – barfuß und ohne Hemd – in Handschellen in ein Auto zwangen und wegfuhren. Nachbarn und Freunde setzten spontan ihre Namen auf ein Papier, um öffentlich ihre Empörung über den Vorfall kund zu tun. Anschließend fügten sie ihre Fingerabdrücke in roter Tinte hinzu, eine traditionelle Praxis, um juristische Dokumente offiziell zu machen (siehe Foto). Li und seine Ehefrau, Wang Xiulan (王秀兰), wurden beide in den letzten zehn Jahren mehrmals wegen Praktizierens von Falun Gong entführt und eingesperrt. Trotz der Verfolgung werden beide von ihren Nachbarn hoch geschätzt und Li wird im Ort als Held angesehen. Im Jahr 2010 rettete er einen Ertrinkenden aus einem nahe gelegenen Fluss, während andere Umstehende zögerten hinein zu springen. Eine ältere Nachbarin weinte, als sie sah, wie Li weggebracht wurde. Sie soll einen der Beamten festgehalten und gerufen haben: „So ein guter Mensch. Wollt ihr ihn wirklich wegbringen? " In der letzten Zeit mehren sich die Kräfte in der chinesischen Bevölkerung, die eine Wahl treffen und sich auf die Seite der vom chinesischen Regime verfolgten Falun Gong-Praktizierenden stellen. „Dies ist der neunzehnte bekannt gewordene Fall, in dem chinesische Bürger mutig hervortreten, um die Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden zu verurteilen", so Levi Browde, Leiter des Falun Dafa-Informationcenters in New York. „Diese Handlungen zeigen, dass nicht nur die 13-jährige Propaganda-Kampagne gegen die friedliche spirituelle Praxis gescheitert ist, sondern die Stimme des Volkes zunehmend auf der Seite von Falun Gong ist." Das Falun Dafa-Informationszentrum fordert alle Beamten in der Provinz Hebei auf, die einen Sinn für Gerechtigkeit haben, die Autorität des Büros 610 und des Komitees für Politik und Recht nicht länger anzuerkennen und die illegale Verschleppung, Inhaftierung und Folter von Falun Gong-Praktizierenden zu beenden. Weiter bitten wir ausländische Medienvertreter und Diplomaten in China diesen Fall genau zu verfolgen und darüber zu berichten, um damit die rasche Freilassung von Li Zhen zu bewirken und den Schutz seiner Familie und seiner mutigen Freunde zu gewährleisten, die unter großem persönlichen Risiko öffentlich die Gerechtigkeit unterstützt haben. Weitere Details: Ort des Vorfalls: Gemeinde Wenxingjiayuan im Bezirk Kaping der Stadt Tangshan, Provinz Hebei Personen, die an der Entführung von Li Zhen beteiligt waren: Liu Jianguo, Sekretär der Stadt Tangshan, Komitee für Politik und Recht Tel. +86-13831518989 (Mobil) Sun Shaodong, stellvertretender Direktor der Polizeibehörde von Tangshan: +86-Tel. 13832985959 (Mobil) Yang Jinshan, Leiter des Büro 610 im Bezirk Kaiping: Tel.: 86-13513399099 (Mobil) Liu Jincheng, Direktor der Haftanstalt Tangshan: Tel.: +86-13832981619 (Mobil) Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532 Internet: www.faluninfo.de; E-Mail: pm@falun-info.de
Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 114 Ländern und Regionen der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.
Seit dem 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatschef Jiang Zemin initiiert wurde. Schätzungen zufolge wurden seit dem Juli 1999 über 1 Million Falun Gong-Praktizierende festgenommen, über 500.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager gezwungen, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa-Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3693 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Dass systematischer Organraub von staatlichen Behörden angeleitet wird, ist kaum zu glauben und dennoch sind schätzungsweise 65.000 gesunde Falun Gong-Praktizierende Opfer von Organraub am lebendigen Leibe in China geworden.
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