[18.07.2012] China: 13 Jahre Verfolgung von Falun Gong, 13 Jahre Mut zur Wahrheit, 13 Jahre friedlicher Protest
Pressemitteilung 18.07.2012
Berlin (FDI) – In einer Nacht und Nebel-Aktion wurden vom zuständigen Polizeiapparat der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) am 20. Juli 1999 in ganz China Falun Gong-Praktizierende aus ihren Betten geholt, gewaltsam entführt und willkürlich und ohne Gerichtsverfahren zumeist drei Jahre in ein Arbeitslager zur Gehirnwäsche und Zwangsarbeit interniert.
 | | Dreizehn Jahre friedliche Mahnwachen gegen die blutige Verfolgung. Die Mahnwachen finden in der Tradition friedlicher Demonstrationen vor Chinas Botschaft in Berlin und Konsulaten in Hamburg, Frankfurt, München und in weiteren Städten statt |
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Mit dem Befehl „zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch“ wollte Jiang Zemin, der ehemalige Präsident Chinas, der die Verfolgung initiierte, Falun Gong innerhalb von drei Monaten auslöschen. Eine jahrelange, rund um die Uhr-Verleumdungskampagne in allen Medien und inszenierte Tragödien wie die sogenannte Selbstverbrennung ( Artikel) sollten die Menschen Chinas gegen Falun Gong aufbringen und die Bevölkerung zur Mittäterschaft anspornen. Wer seinem Glauben an Falun Gong nicht abschwört, befindet sich in Lebensgefahr. Seit Juli 1999 wurde der Foltertod von 3550 Praktizierenden dokumentiert. Die Dunkelziffer ist weitaus höher. Ein besonders krasses Beispiel unmenschlicher Handlung betrifft Chinas staatseigene Krankenhäuser. Diese bereichern sich in Zusammenarbeit mit anderen Behörden am weit verbreiteten Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden. Gesammelten Indizien zweier renommierter kanadischer Rechtsanwälte zufolge gibt es 41.500 ungeklärte Organtransplantationen ( Untersuchungsbericht). Die transplantierten Organe stammten vermutlich von Falun Gong-Praktizierenden. Immer mehr Menschen treten in China hervor um für die Wahrheit aufzustehen und verteidigen Falun Gong-Praktizierende. Unter ihnen sind bekannte Rechtsanwälte, Akademiker und Gruppen von Dorf- und Stadtbewohnern.( Nachricht). Obwohl die Mutigen sich selbst damit der Verfolgung aussetzen, wagen mehr und mehr Menschen öffentlich die verfolgten Falun Gong-Praktizierenden zu unterstützen. Wir fordern die Menschen in der westlichen Welt auf, die mutigen Chinesen zu unterstützen, die sich für Moral, Gerechtigkeit und Freiheit einsetzen. Veranstaltungen in Berlin:
Freitag, 20. Juli 2012: 16:30 - 18:00 Uhr Kerzenlichtmahnwache vor der Botschaft der VR China, Märkisches Ufer 54
Samstag, 21. Juli 2012: 12:00 - 18:00 Uhr Informationsveranstaltung mit Unterschriftensammlung, Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor
Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 114 Ländern und Regionen der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.
Seit dem 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatschef Jiang Zemin initiiert wurde. Schätzungen zufolge wurden seit dem Juli 1999 über 1 Million Falun Gong-Praktizierende festgenommen, über 500.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager gezwungen, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa-Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3693 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Dass systematischer Organraub von staatlichen Behörden angeleitet wird, ist kaum zu glauben und dennoch sind schätzungsweise 65.000 gesunde Falun Gong-Praktizierende Opfer von Organraub am lebendigen Leibe in China geworden.
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