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Am 7. Juni unternahmen chinesische Sicherheitskräfte einen zweiten Versuch, Li zu entführen. Dieses Mal gelang es ihnen, ihn wegzubringen und ihn heimlich zu 15 Monaten Zwangsarbeitslager zu verurteilen. Er wird derzeit im Gehirnwäschezentrum Shijiazhuang gefangen gehalten.
Nach Erscheinen von Bildern der Petition und Bannern im Internet – einschließlich der Berichterstattung der chinesischsprachigen Falun Gong-Webseite Minghui – reagierte die Polizei prompt und versuchte mittels Hausdurchsuchungen und Verhören von Dorfbewohnern herauszufinden, wer die Bilder im Internet veröffentlicht hatte.
Die Polizei ist Berichten zufolge immer noch im Dorf Dong'anfeng stationiert und versucht, die Verantwortlichen für die Online-Veröffentlichung zu finden. Mehrere andere Falun Gong-Praktizierende wurden festgenommen, darunter eine Frau, die dabei das Bewusstsein verlor und in Folge von Polizeimisshandlungen unter Krämpfen litt. Lis Frau und Tochter wurden am 2. August ebenfalls inhaftiert. „Die dramatischen und tragischen Ereignisse rund um die Petition zur Freilassung von Li veranschaulichen, wie sehr die Kommunistische Partei die auf das chinesische Volk gerichtete internationale Aufmerksamkeit fürchtet, sowie die zunehmenden Aufrufe, die Verfolgung ihrer Freunde und Nachbarn, die Falun Gong praktizieren, zu beenden", sagt Levi Browde, Leiter des Falun Dafa-Informationszentrums in New York. „Ein Grund mehr, warum Lis und Yangs Schicksal offengelegt und darüber berichtet werden sollte." Das Falun Dafa-Informationszentrum (FDI) fordert die Beamten der Provinz Hebei auf, den in der Petition für Li genannten Forderungen nachzukommen und ihn sofort frei zu lassen, den Tod von Frau Yang zu untersuchen und die Verantwortlichen für die durch die Staatsorgane begangenen Verbrechen zu bestrafen. Das FDI fordert auch ausländische Medien auf, über diese Ereignisse zu berichten und Lis Freilassung zu verlangen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532 Internet: www.faluninfo.de; E-Mail: pm@falun-info.de
Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 114 Ländern und Regionen der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.
Seit dem 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatschef Jiang Zemin initiiert wurde. Schätzungen zufolge wurden seit dem Juli 1999 über 1 Million Falun Gong-Praktizierende festgenommen, über 500.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager gezwungen, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa-Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3690 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Dass systematischer Organraub von staatlichen Behörden angeleitet wird, ist kaum zu glauben und dennoch sind schätzungsweise 65.000 gesunde Falun Gong-Praktizierende Opfer von Organraub am lebendigen Leibe in China geworden.
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