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Fünfter verfassungswidriger Polizeiarrest Im Februar 2005 erzwangen sich Beamte von der Qinglongqiao Polizeistation ohne irgendeine Identifikation vorzuweisen, Zugang in meine Wohnung und verhafteten mich rechtswidrig. Sie konfiszierten zwei Exemplare Informationsmaterial über die Verfolgung. Dies war das fünfte Mal, dass ich verhaftet wurde. Selbst die Beamten in der Haidian Gefängnisanstalt waren sich darüber bewusst, dass es gegen die chinesische Verfassung verstößt, eine Person auf der Grundlage, eine geringe Menge an Flugblättern zu besitzen, in ein Arbeitslager einzuweisen. Sie täuschten mich und brachten mich dazu, drei leere Formulare auszufüllen. Der abschließende Grund, den sie für meine Einweisung in ein Arbeitslager angaben, war „Verbergen von 21 Falun Gong Propagandamaterialien“. Ich wurde zu zweieinhalb Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Die Lagervollstrecker legten ein Seil um meinen Nacken, zogen mich an den Haaren und schleppten mich eine Schotterstraße entlang zu der Pekinger Abfertigungsstelle des Lagers. Hier angekommen, musste ich meine Kleidung ausziehen. Es war für mich als Frau demütigend, eine Körperuntersuchung von einem männlichen Beamten hinnehmen zu müssen. Ich hörte von vielen Menschen, dass sie gefilzt wurden. Später kam ich in die Siebente Abteilung des Pekinger Frauen Zwangsarbeitslagers. Ich musste täglich 17 Stunden auf einem kleinen Stuhl sitzen. Ab dem zweiten Tag fingen sich an, mich hungern zu lassen. Ich bekam pro Tag nur eine Schale Gemüsesuppe. Brutale Verfolgung in der Zweiten Abteilung Nach siebzehn Tagen wurde ich in die Zweite Abteilung verlegt. Dies ist ein separates Gefängnis innerhalb des Lagers. In der Zweiten Abteilung war Song Lili für mich zuständig. Sie schränkte mich ein und entzog mir meine menschlichen Grundrechte. Alle normalen biologischen Grundbedürfnisse und Aktivitäten wurden benutzt, um mich zu foltern. Song Lili schnitt meine ganzen Verbindungen zur Außenwelt ab. 1. Sitzfolter Ich musste in militärischer Haltung sitzen, eine ihrer Methoden der körperlichen Misshandlung. Ich wurde gezwungen, nahezu 21 Stunden auf einem hohen Stuhl zu sitzen, die Beine eng zusammengepresst, geradeaus schauend, durfte nicht einmal die Augen bewegen. Herumgehen auf einer Fläche von einem Meter, zählte als ausruhen. „Persönliche Cangues [spezielle Aufpasser]“, jene der Abteilungsleiterin bestimmten Häftlinge, um eine strenge Überwachung für mich zu ermöglichen, schlugen mich, wenn ich meine Augen bewegte und wenn ich einschlief, gossen sie kaltes Wasser über mich. Sie benutzten ein Lineal, um mich zu schlagen und zerbrachen vier Stück davon. Mein Gesäß war vom überlangen Sitzen blutig und es bildete sich Krätze. Das Sitzen auf dem Stuhl fühlte sich an, wie Sitzen auf zerbrochenem Glas. Auf diese Weise zu sitzen ist extrem schmerzhaft, besonders, da ich ausgehungert und abgemagert war. Das lange Sitzen verursachte ein Anschwellen meiner Beine bis zu den Schenkeln. Die Belastungen der Lendenmuskeln bereiteten mir manchmal Schwierigkeiten beim Aufstehen. Ich musste berichten, was auch immer ich tat, selbst wenn ich nur Wasser trank. Mehrere Monate lang durfte ich mir nicht die Haare waschen und es war nicht erlaubt, den Kopf zu kratzen. 2. Restriktionen bei der Benutzung der Toilette und beim Waschen und Wechseln der Kleidung Die „persönliche Cangues“ hielt mich üblicherweise den ganzen Tag davon ab, eine Toilette aufzusuchen, selbst wenn ich Durchfall hatte. Bekam ich die Erlaubnis, dann nur für eine Minute, die gleiche Zeitdauer, die sie für ein Bad zugestanden. Manchmal, sobald der Wasserhahn geöffnet wurde, drehten ihn die mich beobachtenden Insassinnen wieder ab, bevor die Füße nass waren. Über eine lange Zeit hin war es nicht erlaubt, die Unterwäsche zu wechseln. Die Insassinnen schlugen mich, wann immer sie einen Geruch wahrnahmen. Als das Wetter wärmer wurde, durfte ich meinen Wintermantel nicht ausziehen. Sie schlossen Fenster und Vorhänge, wenn es heiß war. An manchen Tagen hatte es 38° C., einige der mich beobachtenden Insassinnen hatten Hitzschläge, doch sie hielten die Raumarrangements aufrecht, damit ich leide. Wurde es kalt, stellten sie Ventilatoren an, um kalte Luft gegen mich zu blasen. Sie setzten alle möglichen Taktiken ein, um mich zu quälen. 3. Nahrungsentzug Von dem Moment an, als ich im Lager ankam, sparten sie an meiner Nahrung, reduzierten Tag für Tag die Menge, von einem halben Dampfbrot pro Tag bis zu einem drittel Dampfbrot pro Tag. Schließlich war ein viertel Dampfbrot, alles was ich bekam. Manchmal gaben sie mir die Verpackung von einem Baozi [Dampfbrot mit Fleisch/Gemüsefüllung], welche andere wegschmissen. Es gab nur ganz selten Gemüse. Überhaupt kein Salz. Gepaart mit Schlafentzug wurden meine Haare grau. Weil ich so mager war, wurde ich “Mumie” genannt. 4. Schlafentzug Gleich als ich in die Zweite Abteilung eingewiesen wurde, reduzierten die Zuständigen schrittweise die Zeit, die mir erlaubt war, zu schlafen, auf drei Stunden pro Tag. Doch selbst dann hinderten sie mich mit Geräuschen am Schlafen. Sie störten mich auf alle möglichen Weisen: Rütteln am Bett, Ungeziefer aufs Bett werfen oder Stühle treten, um Lärm zu machen. Wenn ich schläfrig war, konnte Song Lili „persönliche Congues“ aufstacheln, gegen meine Beine zu treten oder heftig auf meine Füße zu stampfen. Sie traten gegen meine geschwollenen Beine, bis sie bluteten. Sie gossen mir auch kaltes Wasser über meinen Kopf. Wegen Schlafmangel und Nahrungsmangel hatte ich oft Halluzinationen und ich begann mein Gedächtnis zu verlieren. Das veranlasste sie, mich als psychotisch zu brandmarken. Sie brachten mich in eine psychologische Klinik und versuchten zu sagen, ich sei psychotisch und habe Depressionen. Das war nur eine andere Taktik, um mich weiter zu verfolgen. 5. Zwangsernährung mit unbekannten Substanzen Außer Schlafentzug und Schlafrestriktion verabreichten sie mir unter Zwang stimmungsverändernde Substanzen. Wenn ich nicht mitmachte, packten mich einige am Nacken, öffneten meinen Mund, um mir das mit Gewalt einzuflößen. Einmal bekam ich Brechdurchfall, nachdem ich eine Kapsel mit einer unbekannten Substanz bekommen hatte. Ich forderte sie auf, die Drogen abzusetzen und sagte, ich wolle einen Arzt sehen. Die Abteilungsleiterin lehnte meine Forderung ab und sagte: „Sie müssen das einnehmen. Sie dürfen das nicht zurückweisen!“ 6. Verbale Misshandlung und Schläge Die “persönlichen Cangues” benutzten gewöhnlich eine obszöne Sprache und Gedanken, um mich auf ekelhafte Weise zu verspotten, mich zu foltern. Z. B. knebelten sie mich mit einem nassen Lappen oder Toilettenpapier, welche sie in die ekelhafte Toilettenschüssel getaucht hatten. Gewöhnlich wurde bei dem Prozess mein Mund verletzt. Manchmal verwendeten sie Handtücher, um meinen Mund zu zubinden, stellten mich mit dem Gesicht gegen eine Wand und schlugen mich. Ich hatte überall Blutergüsse. 7. Entzug des Rechts auf Besuche Song Lili entzog mir alle meine Rechte auf eine Verbindung zur Außenwelt, wie Briefe schreiben, Telefonanrufe und Familienbesuche zu empfangen. Kein einziger Anruf von meinen Verwandten wurde an mich weitergeleitet, oder die Zuständigen hängten einfach auf. Sie brachten alle möglichen Ausflüchte vor, um meine Verwandten von Besuchen abzuhalten. Einmal ließ mich Song Lili, wegen andauernder Interventionen und Appelle meiner Verwandten und der Internationalen Gemeinschaft, ein Bad nehmen und meine ekelhafte, von Erbrochenem und Schmutz starrende Kleidung wechseln. 20 Tage lang erhielt ich ein halbes Dampfbrot, bevor meine ältere Schwester mich besuchen kam. Um über meinen Mann, Liu Baoguo, Druck auf mich auszuüben, drängte Song Lili ihn, sich von mir zu trennen, ein Versuch, durch diese Taktik meine „Umerziehung“ zu erreichen. Mein Mann lehnte dies ab. Infolgedessen entzogen sie ihm das Recht, mich zu besuchen. Im Februar 2005 erzwangen sich Beamte von der Qinglongqiao Polizeistation ohne irgendeine Identifikation vorzuweisen, Zugang in meine Wohnung und verhafteten mich rechtswidrig. Sie konfiszierten zwei Exemplare Informationsmaterial über die Verfolgung. Dies war das fünfte Mal, dass ich verhaftet wurde. Wie Beamte im Daxing Zwangsarbeitslager für Frauen die Wahrheit verschleiern Als ich in das „Intensivtrainingsteam“ gesteckt wurde, wurde ich separat eingesperrt. Die Spielerinnen und Drogensüchtigen Yang Zhimin, Li Liuxing und Zhang Fengxian beobachteten mich streng. Den ganzen Tag musste ich auf einem Stuhl sitzen. Sie legten sogar meine Schlafpose fest: Kein gegen die Wand Schauen, mein Mund durfte die Steppdecke nicht berühren. Beachtete ich dies nicht korrekt, musste ich die Position immer wieder ändern. Bei der Besichtigung durch Reporter oder Inspektoren oder wenn Verwandte zu Besuch kamen, tat die Belegschaft – von den „persönlichen Cangues“ bis hin zu allen anderen – ihr Bestes, um vorzugaukeln, dass alles Bestens sei und mit den Gefängnisregeln übereinstimme. Sie brachten mich in ein Badezimmer, um dies zu reinigen. Sie ließen mich länger schlafen. Das Essen enthielt plötzlich Fisch und Schwein. Sie kauften sogar farbiges Papier, um mich eine Papierrose oder einen Truthahn falten zu lassen, um Fotos zu machen oder ein Video, um es anderen zu zeigen. Einmal ließ mich eine Wächterin ein Bad nehmen und die Kleidung wechseln. Sie brachten einen Schreibtisch, ließen mich auf einem Stuhl sitzen und lesen. Sie brachten mir sogar gekochten Reis, gekochtes Schweinefleisch und einen Teller Tomaten und Eier. Dies diente tatsächlich nur als „Show“, während eine Inspektion ablief oder Besucher zugegen waren. Waren Inspektion oder Besuche vorüber, machten die Zuständigen mit ihren üblichen Folter- und Misshandlungsrunden weiter. Einandermal waren die Wächterinnen und „persönliche Cangues“ früh am Morgen beschäftigt. Sie brachten mich in das Wohndepartment des Tiantanghe Hospitals. Fünf Polizisten und vier Insassinnen, die mich beobachten sollte, nahmen mich zu einer Untersuchung mit. Dieses Mal legten sie mir keine Handschellen an, sondern "unterstützten" mich mit ihren Händen. Ich wurde schließlich in das Büro der Managerin gebracht, um mit Managerin Chen Li zu sprechen. Ich erzählte ihr von dem Missbrauch und den Misshandlungen, denen ich in Händen von Song Lili in der Zweiten Abteilung ausgesetzt war. Chen Li jedoch entschuldigte all die Verbrechen von Song Lili. Sie transportierten mich per Auto zum Intensivtrainingsteam zurück, doch alle anderen „persönlichen Cangues“ und Falun Gong-Praktizierenden wurden an andere Plätze gefahren. Schließlich erfuhr ich, was geschehen war: Die Internationale Gemeinschaft hatte jemanden, wegen meiner Misshandlungen in diesem Lager, zu einer Untersuchung hierher geschickt. Das Intensivtrainingsteam hatte einen Trick gespielt. Sie entdeckten eine in einem anderen Team, die mir ähnlich sah, um die Untersuchung patt zu setzen und die Fakten zu verhehlen. Ich blieb bis zu meiner Freilassung standhaft in meinen Prinzipien und gab niemals nach – weder durch körperliche Misshandlung, noch unter mentalem Druck. Ich sagte zu ihnen, „’Umerziehung’ würde einen Schandfleck auf meinem Kultivierungsweg darstellen. Ich machte diesen Fehler einmal. Ich darf diesen Fehler nicht zweimal machen. Sie haben uns für einige Tausend Yuan in Form von Gratifikationen verfolgt und uns darüber in der Außenwelt nichts erzählen lassen. Wie können wir aufhören, Flyer zur Aufklärung der Verfolgung zu verteilen? Ihre Leitbildphilosophie – ‚Erziehen, Konvertieren und Retten’ – in Ihrem Pekinger Zwangsarbeitslager für Frauen, sollte in ‚Körperliche Bestrafung, Missbrauch und Umerziehung’ umbenannt werden. Ihre falschen Leitsprüche ‚Frühlingswind, Sommerregen’ und ‚Schwesterliche Freundschaft’ sind nur grausame Späße.“ Ich enthüllte die Lagermissbräuche immer und überall. Ich beklagte mich oftmals laut über die Verbrechen der bösartigen Partei. Ich kooperierte auch nicht mehr mit den irrationalen Fragen der Beobachter. Sie sind am Ende ihrer Witze angekommen. Die Wächterinnen und „persönliche Cangues“ fürchteten sich vor mir. Später täuschten sie Güte vor und behandelten mich, so gut sie konnten, kümmerten sich oberflächlich um mich. Ich durchschaute ihre Absichten – sie wollten ihre Grausamkeiten gegenüber mir und anderen Falun Gong-Praktizierenden verbergen. Ich bestand die ganze Zeit auf der Erklärung der Wahrheit. Einmal hörte ich Zhang Lianying weinen, als sie im Wachhaus geschlagen wurde. Ich konfrontierte die Wächterinnen. Die Wächterinnen sagten, ich sei psychotisch. Ich widerlegte dies: „Wenn ich an einer Psychose leide, warum verhaften sie mich dann und sperren mich ein?“ Bevor ich freigelassen wurde, renovierte das Lager die Umgebung des Intensivtrainingsteams und baute im Wachhaus ein Heizungssystem ein. Alles was sie taten, war der Versuch, die Wahrheit um die Quälereien zu verhüllen. Das System der “personellen Cangues” muss eliminiert werden All die Missbräuche, denen ich in diesem Lager ausgesetzt war, lagen in Händen der „persönlichen Cangues“. Ihre Aufgabe war es, jede Bewegung und jedes Wort, wie, wie oft ich mich in einer der Nacht umdrehte, wie meine Schlafhaltung war, wie ich atmete, zu beobachten. Das alles wurde aufgezeichnet. Oft hielten sie heimliche Meetings ab, um darüber zu sprechen, wie sie mit mir entsprechend meinem Status umgehen sollen. „Persönliche Cangues“ sagten, sie wären höchst „diszipliniert“. Sogar Menschen zu schlagen war „diszipliniert“. Alle Dinge bedurften der Genehmigung der Teamleiterin. Jemanden schlagen, wie man schlägt, bis zu welchem Grad man schlägt – all dies geschah in Übereinstimmung mit den Instruktionen der zuständigen Polizeibeamten. Die Leiterin der Zweiten Abteilung, Song Lili, zeigte sich selten. Doch oftmals schaute sie das Video an, in dem ich rund um die Uhr beobachtet wurde. Sie führte nichts persönlich aus. Wenn mich die „persönlichen Cangues“ verschiedene Male schlugen, rief ich die zuständige Wächterin, doch diese sagte, sie habe niemanden mich schlagen sehen. Ich zeigte ihr meine Blutergüsse. Sie öffnete ihre Augen ganz weit, sagte aber, sie könne keine Blutergüsse sehen. Song Lili räumte ein, dass die Insassen, welche zur Beobachtung aufgefordert waren, lediglich ihren Anweisungen folgen. Die „persönlichen Cangues“, Niu Yuhong, Zhou Ping, Ren Rongfen und andere, schlugen und misshandelten mich oftmals beliebig. Sie erfanden Gerüchte und sagten ich hätte eine Tendenz zur Selbstverstümmelung und Psychose. Sie gaben mir knappes Essen, schränkten meine grundlegenden menschlichen Bedürfnisse und Rechte ein, einschließlich mich zu erleichtern. Diese drogensüchtigen Insassinnen wagten alles zu tun. Die Verantwortlichen nützten ihre schwache menschliche Natur und ihren schwachen Willen. Die Beamten bringen diese Insassinnen durch eine Strafverkürzung dazu, alle Arten von Grausamkeiten zu begehen. Der Einsatz von Insassinnen zur Beobachtung und zum Missbrauch von Praktizierenden, ist in der Tat ein Versuch, die Arbeitslagerobrigkeiten und Wächterinnen der Verantwortung zu entbinden. Unverschämterweise „persönliche Cangues“ als systematischen Weg auszunutzen, um Falun Gong-Praktizierende zu verfolgen, ist eine Tat, die schwerstens auf den Menschenrechten herumtrampelt. Von „persönlichen Cangues“ beobachtet zu werden ist eine unmenschliche, entsetzliche, qualvolle Erfahrung.
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