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[22.02.2003]
Weitere Fälle aus Deutschland

Praktizierender in Deutschland appelliert für die Freiheit seiner Mutter in China


Seit dem 20.07.1999 ist Falun Gong in China verboten und wird verfolgt. Das Jiang Zemin-Regime startete eine Unterschriftenaktion gegen Falun Gong. Die Menschen in China wurden gezwungen gegen Falun Gong zu unterschreiben. Meine Mutter weigerte sich jedoch zu unterschreiben, weil sie sich durch das Praktizieren von Falun Gong besser fühlte sowohl körperlich als auch geistig. Die Polizei registrierte sie, damit sie später festgenommen wird. Um der Festnahme zu entgehen, floh sie. Seit Oktober 2002, seit mehr als einem Jahr, befindet sie sich auf der Flucht und wohnt mal hier und dort.

Meine Mutter heißt Pan Huiqin. Sie wurde 1942 geboren, war Mitarbeiterin der Stahlbau Firma Peking und ist jetzt Rentnerin. Nachdem sie 1994 von Falun Gong erfahren hatte, begann sie 1995 selbst es zu praktizieren.

Allerdings gibt die Polizei nicht auf, nach meiner Mutter zu fahnden und zieht auch die Verwandtschaft in Mitleidenschaft. Mehrmals wurden Polizisten aus Peking in die Heimatstadt meiner Mutter in der Provinz Hebei geschickt, um nach ihr zu suchen. Sie gehen zu ihren Freunden und Verwandten, bedrohen sie und fragen nach ihrem Aufenthaltsort.

Durch Falun Gong ist meine Mutter viel gesünder und glücklicher geworden. Aber aufgrund der Verfolgung von Falun Gong kann sie nicht mehr nach Hause zurückkehren und ein normales Familienleben führen.

Ich appelliere an alle Menschen, dabei zu helfen, meine Mutter vor der grausamen Verfolgung und Unterdrückung in China zu retten.

Chen Gang
22.11.2002, München


Ich möchte für meinen ehemaligen Klassenkameraden Wang Weiyu sprechen

Ich sah Wang Weiyu zum ersten Mal im September 1991, als ich mich bei der Tsinghua Universität einschrieb. An jenem Tag schrieb ich mich auch im Studentenwohnheim ein, traf mit meinem Mentor zusammen und erhielt den Schlüssel für mein Zimmer. Als ich gerade dabei war, mein Gepäck die Treppe hinaufzutragen, zeigte mir der Mentor einen Mann, der dicht bei mir stand und stellt ihn mir als Wang Weiyu vor. Ich gab ihm die Hand und er half mir sofort, einen meiner Koffer nach oben zu tragen. Später erfuhr ich, dass er einer der hervorragendsten Studenten der Universität war und ohne die erforderlichen Aufnahmeprüfungen machen zu müssen in die Tsinghua Universität aufgenommen wurde, aufgrund seiner ausgezeichneten akademischen Grade die er erreicht hatte. Er war auch unser Klassensprecher.

Wenn auch unausgesprochen, so ertrug Wang Weiyu gewöhnliche Härten und Vorwürfe und war fleißig und zuverlässig bei seinen Studien und Arbeiten. Für uns war er ein hervorragender Studierender von ausgezeichneter akademischer Bildung und hoher Moral. Aber wegen seiner Bescheidenheit hinterließ er keinen tiefen Eindruck bei den Menschen. Immerhin hielt ihn jedermann für einen aufrichtigen ernstzunehmenden und vertrauenswürdigen Menschen. Nach meiner Graduierung an der Tsinghua Universität kam ich nach Deutschland, während Wang Weiyu für ein Ph.D.-Programm angenommen wurde.

Ich machte Ferien in China und bevor bevor ich nach Deutschland zurückfuhr, ging ich wieder in die Tsinghua Universität um Wang Weiyu zu sehen. Wir führten an dem Abend ein langes Gespräch.

Im September 2001 sah ich Wang Weiyu wieder. Damals war er gezwungen, die Schule zu verlassen und wurde obdachlos. Er erzählte mir von seinen Erfahrungen beim Besuch des Tiananmen-Platzes, um dort für Falun Gong zu appellieren und darüber dass er auf der Polizeistation gefoltert wurde. Er erzählte auch, dass der Abteilungsdirektor sich zum Werkzeug der Verfolgung gegen Falun Gong machen ließ, und ihm drohte und sagte, er müsse das Praktizieren von Falun Gong aufgeben. Er sagte zu ihm: “Wir sind beide Mitglieder der kommunistischen Partei. Ich wage es, die richtigen Worte zu sagen, Du wagst das aber nicht!“ Das war das letzte Mal, dass ich Wang Weiyu gesehen habe.

Ende 2002 las ich auf einer Falun Dafa Webseite die folgenden Informationen über Wang Weiyu:

Wang Weiyu, 29, männlich, war ein Student der Ph.D. der Abteilung Präzisionsinstrumente und Maschinenbau- Technik der Tsinghua Universität. Er wurde mit der Medaille als überragender Student, hervorragender Student der Gelehrsamkeit und als Phillips Gelehrter ausgezeichnet. Er war Klassenverbindungsmann, Vorsitzender der Jugend Liga, Abgeordneter als Präsident der Wissenschaftsgesellschaft und Hauptabgeordneter der Jugendliga der Abteilung Präzisions- und Maschinen-Technologie. Wegen seiner hervorragenden Leistung übernahm ihn die Abteilung für Präzisions- und Maschinentechnologie in ein PH.D.-Programm mit Befreiung vom Eintrittsexamen. Im September und Oktober 1999 nahm ihn die Tsinghua Polizeistation zweimal fest. Er wurde gezwungen, vier bis fünf Stunden lang zu hocken und wurde bis spät in die Nacht hinein verhört. Danach schloss die Schulabteilung ihn für vier Monate aus und zwang ihn im Juni 2000, die Schule zu verlassen. Am 22. Juli wurde er ungesetzlich für eine Woche eingesperrt, nachdem er ein Gespräch über Falun Gong geführt hatte. In der zweiten Hälfte des Jahres 2000 wurde er gezwungen die Schule und sein Haus zu verlassen. Im August 2002 wurde er in der Firma, in der er eine Halbtagsstelle hatte, entführt. Bis heute weiß man nicht, wo Weiyu sich befindet.

Jetzt möchte ich für Wang Weiyu sprechen. Ich fordere die sofortige Entlassung von Wang Weiyu und allen gesetzeswidrig eingesperrten Falun Gong- Praktizierenden.

Bis heute hat die Verfolgung von Praktizierenden an der Tsinghua Universität zu einem Todesfall und zu 18 Fällen gesetzwidriger Verurteilungen geführt. Zahlreiche Studenten und Personalangehörige sind gezwungen worden die Schule zu verlassen oder wurden vorübergehend entlassen , ohne Gerichtsverfahren eingesperrt, der Gehirnwäsche ausgesetzt und sogar gezwungen, ihr Haus zu verlassen.

Ein Praktizierender
Veröffentlicht: Freitag, 21. Februar 2003



       

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