Die Verfolgung von Falun Gong gehört zur kostspieligsten und systematischsten Kampagne der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) gegen ihr eigenes Volk.
Es sind nicht nur die Falun Gong-Übenden selbst betroffen, sondern immer werden auch deren Familien bedroht, eingeschüchtert, diskriminiert und finanziell ausgebeutet. Es gibt mehr und mehr
Waisenkinder, die ein oder beide Elternteile und sogar auch die Großeltern verloren haben. Sie werden auf die Straße geworfen und ihre Zukunft und ihr Überleben sind ungewiss.
Auch auf die chinesischen Falun Gong-Übenden im Ausland wird über die chinesischen Botschaften und Geheimdienste versucht, Druck auszuüben. Fälle, in denen die Autos in Brand gesteckt wurden, die Wohnungen durchwühlt wurden, Botschaftsangehörige tätlich werden, Ausstellungen und Protestdemonstrationen boykottiert werden, sind alle schon in Europa und in den USA vorgekommen. Dass in Deutschland lebende chinesische Falun Gong-Übende ihren chinesischen Pass nicht verlängert bekommen oder kein Visum bekommen haben, ist schon die Regel geworden.
Wie kann man denn helfen? Aus unserer Sicht gibt es zwei wichtige Strömungen.
 | - Die eine bildet eine Unterstützung für die derzeitige innerchinesische "Reformwelle". Seit November 2004 treten jeden Tag 20.000 bis 40.000 Chinesen aus der KPCh und ihren kommunistischen Verbänden (Jugendliga, Junge Pioniere) aus. Es gibt eine kleine Hand voll mutiger Rechtsanwälte, die sich für die Menschenrechte der Bürger einsetzen; sie raten auch allen Bürgern aus der KPCh auszutreten, um einen friedlichen Reformprozess in Gang zu setzen. Diese innerchinesische Bewegung muss gefördert werden. Erfreulicherweise hat der Europarat im Juni 2006 eine Resolution mit diesem Ziel verfasst.
- Eine zweite Strömung ist der Druck und der Einfluss des Westens auf China. Seit Beginn der Verfolgung gibt es Stimmen der Gerechtigkeit in den meisten Ländern. Die USA beispielsweise haben bereits zwei Resolutionen verfasst. Viele Regierungen verurteilen die Methoden der KPCh. Zu Sanktionen oder anderen Druckmaßnahmen ist es allerdings noch nicht gekommen. Dies wird wohl erst der Fall sein, wenn sich die Hinweise auf chinesische Konzentrationslager erhärten.
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Aktionsvorschläge
Damit Sie konkret helfen können, haben wir hier verschiedene
Unterschriftenlisten mit Fallbeschreibung zum Download zur Verfügung gestellt.
Es gibt die Möglichkeit, sich an
Online Petitionen zu beteiligen.
Natürlich können sie auch
Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International, IGFM, GfbV, HRW in ihren Chinakampagnen unterstützen.

Sie können auch direkt an die
chinesische Regierung schreiben, am besten in Englisch. Bitte sprechen Sie auch mit ihren lokalen Bundestagsabgeordneten. Fragen Sie, was gegen die Gräueltaten in China unternommen wird. Oder schreiben Sie an die Kanzlerin oder den Außenminister, die Adressen haben wir für sie herausgesucht.
Neben diesen konkreten Sachen, sollte sich jeder überlegen, ob es richtig ist, dass europäische Märkte immer mehr von chinesischen Billigwaren überschwemmt werden. Es sind Bedarfsartikel, die teils nachweislich aus Arbeitslagern stammen, und unter katastrophalen hygienischen und/oder menschenrechtlichen Verhältnissen hergestellt wurden. Oder ob es nicht besser wäre, im Einkauf und in der Produktion die heimische Wirtschaft zu fördern.
Hilfe ist möglich
Erfreulich sind immer wieder die Meldungen von
Rettungen einzelner Falun Gong-Praktizierender aus Gefängnissen oder Arbeitslagern. Sie beweisen, dass mit vereinten Kräften und viel Energie etwas erreicht werden kann.