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Teil I: Einführung
Teil II: Gewalt gegen Frauen
Teil III: Familien entzweit
Teil IV: Todesfälle und Fallstudien
Teil II: Gewalt gegen Frauen

Vergewaltigung auf offener Straße in Peking

Zeugenaussage:

„Am Abend des 14. Mai, kurz nach 21:00 Uhr, als ich Handzettel über die Wahrheit von Falun Gong entlang dem Stadtgraben von Dabeiyao bis Yonganli klebte, wurde ich von einem Mann in Zivil angehalten. Er sagte, er sei Polizist. Er zeigte seinen Dienstausweis und versuchte mich zur Polizeistation zu bringen. Ich erzählte ihm die Wahrheit über Falun Gong. Er hörte überhaupt nicht zu und sagte: „Wir haben Anordnung von oben, wenn wir Falun Gong-Praktizierende festnehmen, dürfen wir sie zu Tode prügeln.“ Unter dem Vorwand einer „Körperdurchsuchung“ langte er sogar an meine Genitalien. Ich ließ mir das nicht gefallen und rannte in Richtung Straße. Der Polizist überholte mich mit seinem Fahrrad und schlug mit seinem Gummistock auf mich ein. Ich schlug nicht zurück und sagte ihm noch: „Falun Gong lehrt die Menschen, gute Menschen zu sein. Wir sind keine bösen Menschen.“

Daraufhin schlug er mich noch brutaler. Trotz der starken Schmerzen versuchte ich ihn zu überreden: „Du solltest Falun Gong-Praktizierende nicht so behandeln. Wir kultivieren ‚Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht‘. Dies sind die Grundsätze des Kosmos. Du wirst Vergeltung erleiden, wenn du Schlechtes tust.“ Der Polizist konnte Gutes und Böses nicht mehr voneinander unterscheiden. Er sagte selbstgefällig: „Die da oben haben uns gesagt, dass wir Falun Gong-Praktizierende nicht laufen lassen sollen. Entweder schlage ich dich jetzt tot und schmeiße dich in den Stadtgraben oder ich bringe dich zur Polizeistation.“ Ich versuchte immer weiter, ihn zu überreden, barmherzig zu sein. Ich wollte wegrennen, aber es gelang mir nicht.

Der Polizist war vielleicht 30 Jahre alt, ca. 1,65 m groß und sehr kräftig. Über eine Stunde lang schlug er mich brutal, bis ich mich dem Tode nahe fühlte. Währenddessen kamen mehr als zehn Passanten um zu sehen, was los war. Der Polizist schrie sie an: „Sie praktiziert Falun Gong, das gilt als reaktionär. Wenn sie zu Tode geschlagen wird, ist das so, als wäre nichts geschehen.“ Niemand wagte, stehen zu bleiben. Jeder beeilte sich, vorbeizugehen.

Ich hörte den Polizisten sagen: „Jiang Zemin hat angeordnet, dass es egal ist, wenn Falun Gong-Praktizierende zu Tode geprügelt werden. Es wird als Selbstmord gemeldet.“ Das konnte ich zunächst kaum glauben. Doch nach meiner heutigen Erfahrung ist es grausame Realität und sogar schlimmer als die Mafia.

Zum Schluss wurde ich zu Boden geschlagen und konnte nicht mehr aufstehen. Zwei meiner Vorderzähne waren ausgeschlagen und ich hatte mehrere Kopfverletzungen. Mein Körper war überall geschwollen und blau. Meine Knochen fühlten sich an wie zerschlagen. Dann traf er mich mit dem Stock noch einmal heftig am rechten Ohr und der rechten Schläfe, so dass ich kurz ohnmächtig wurde. In diesem Moment zog er mich unter eine Brücke, riss meine Hose herunter und vergewaltigte mich. Danach steckte er seinen Gummistock in meine Vagina und ritt auf meinem Körper. Ich rief mit letzter Kraft: „Hilfe! Fangt den Verbrecher!“ Es schien, als ob er keine Angst hätte. Schließlich ließ er von mir ab, stieg auf sein Fahrrad und fuhr eilig davon.“


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