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Teil I: Einführung
Teil II: Gewalt gegen Frauen
Teil III: Familien entzweit
Teil IV: Todesfälle und Fallstudien
Teil II: Gewalt gegen Frauen

Vergewaltigung und sexueller Missbrauch

Regierungsbeamte vergewaltigen Falun Gong-Praktizierende

Frau Chen Lihua (Pseudonym, Name ist der Redaktion bekannt), 36 Jahre alt, Bäuerin der Gemeinde Dawangzhuang. Am 4. Januar 2000 wurde Frau Chen Lihua in einem Büro der Gemeindeverwaltung festgehalten, da sie nach Peking gehen wollte, um dort eine Petition einzureichen, in der sie die Freilassung der Falun Gong-Praktizierenden forderte. Ein Dutzend junger Beamter - darunter ein Beamter des Büros der Kommunistischen Partei Chinas namens Li; weitere Namen: Bo, Wang usw. - betraten das Büro und zwangen sie, sich auszuziehen. Man fesselte sie mit Handschellen ans Fenster, so dass sie sich nicht mehr wehren konnte. Dann nahmen sie einen Elektroschocker und stießen ihn in ihre Vagina. Danach verabreichten sie ihr noch am ganzen Körper Elektroschläge und rissen an ihren Brüsten. Auf diese menschenverachtende Weise wurde sie eine Zeit lang weitergefoltert. Später sagte man ihr, sie solle sich ein Hemd überziehen und auf den Boden setzen. Dann trat das Dutzend Männer auf sie ein, so dass sie auf dem Boden hin- und herflog und vor Qualen nur noch schrie.

Nachdem diese Männer gegangen waren, betrat ein Geschäftsfreund der Gemeindeverwaltung namens Wang das Büro. Dieser nahm ebenfalls den Elektroschocker und stieß ihn in ihre Vagina. Danach fasste er sie bei den Brüsten und zwang sie zum Analverkehr. Nachdem alles vorbei war, konnte sie sich nicht mehr bewegen...

Frau Fang Qingliang (Pseudonym, der Name liegt der Redaktion vor), 35 Jahre alt, ebenfalls Bäuerin in der Gemeinde Dawangzhuang, musste am Abend des 4. Januar 2000 in einem Büro der Stadtverwaltung ähnliche Torturen und Demütigungen derselben Männer über sich ergehen lassen ...

39-jährige Frau von Gefängniswärtern gedemütigt und sexuell missbraucht 

Anfang Mai 2000 wurde Frau Jiang Zilan, 39 Jahre alt, zusammen mit anderen Praktizierenden verhaftet und in das Dongfeng Inhaftierungslager in Daqing, Provinz Heilongjiang, eingeliefert. Als Begründung wurde „gesetzwidrige Versammlung“ angegeben, weil sie sich zuvor mit den anderen Praktizierenden getroffen hatte. Um gegen die unrechtmäßige Verhaftung zu protestieren, traten diese Praktizierenden in den Hungerstreik.

Ohne einen Grund zu nennen, wurde Frau Jiang am 12. Mai von zwei Gefängniswärtern in ein Dienstzimmer gezerrt. Zwei weitere Wärter waren bereits dort, warfen sie zu Boden und hielten sie fest, so dass sie sich nicht mehr wehren konnte. Danach betrat eine Wärterin den Raum und zog ihr alles bis auf ihre Unterhose aus. Mit der einen Hand hielt sie Frau Jiangs Unterwäsche hoch und mit der anderen begann sie, ihren Intimbereich zu streicheln. Frau Jiang schrie die Wärterin an: „Bist Du überhaupt eine Frau? Bist Du überhaupt noch ein Mensch? Hast Du überhaupt kein Schamgefühl mehr?“ Später wurde sie ohne ein Hemd zurück in ihre Zelle geworfen.

Dieser schreckliche Vorfall hinterließ bei ihr ein emotionales Trauma und führte fast zu einem Nervenzusammenbruch. Als sie später davon berichtete, sagte sie: „Ich habe versucht, all dies zu vergessen. Ich will es absolut nicht wieder hervorholen, ich wurde derart gedemütigt und wollte nicht mehr weiterleben. Wenn ich keine Falun Gong-Praktizierende wäre, dann wäre ich gestorben.“

Drei Namen dieser Gefängniswärter sind bekannt: Guo Chunguang, Cheng Shanyi und Wang Guangxu.

Praktizierende im Fuyu-Bezirksgefängnis mehrfach vergewaltigt 

Im Oktober 1999 gingen einige Praktizierende aus Qiqihaer, Provinz Heilongjiang, nach Peking, um dort eine Petition einzureichen. Daraufhin wurden die weiblichen Praktizierenden in das Fuyu-Bezirksgefängnis gebracht. Was dort geschah, ist mit Worten kaum zu beschreiben. Eine der Praktizierenden wurde nackt in eine Männerzelle geworfen und dort mehrfach vergewaltigt. Seit ihrer Entlassung wird sie rund um die Uhr von ihrer Familie beschützt. Jeglicher Kontakt wurde ihr verboten, insbesondere mit Falun Gong-Praktizierenden, denn ihre Familie befürchtet, dass ihr noch Schlimmeres widerfahren könne, wenn das Geschehene bekannt wird.

Praktizierende von Polizisten vergewaltigt 

Frau Sun Guoxiang, 38 Jahre alt, aus der Gemeinde Ximaqiao, Bezirk Xishui, Provinz Hubei. Frau Sun Guoxiang ging Ende Juni 2000 nach Peking, um dort auf die gesetzeswidrige Behandlung von Falun Gong-Praktizierenden hinzuweisen. Daraufhin verhaftete man sie. Auf dem Polizeirevier wurde sie von ca. sieben Polizisten auf grausamste Weise gefoltert und mehrfach vergewaltigt. Unter den Polizisten befand sich der Abteilungsleiter des Xishui Bezirkspolizeiamtes, Yang Jian.

Stellvertretender Bürgermeister als stillschweigender Zeuge sexuellen Missbrauchs an Frauen, die Falun Gong praktizieren

Frau XY [Name unbekannt] ging nach Peking, um dort freies Praktizieren von Falun Gong zu fordern. Daraufhin wurde sie verhaftet und gegen ihren Willen zur sogenannten „Umerziehung“ gebracht. Dort musste sie innerhalb von 5 Stunden grausamste Qualen erleiden.

Um Mitternacht wurde sie ohne gesetzliche Grundlage von zwei Schlägertypen, die extra von der Polizeistation Xitiange, im Bezirk Miyun, Peking für 20 Yuan pro Tag angeheuert worden waren, vernommen und dabei sechzehn Mal brutal zusammengeschlagen. Kurz nachdem sie in ihre Zelle zurückgekehrt war, verhörte man sie erneut. Dabei wurde sie gezwungen, eine Erklärung zu schreiben, in der sie auf Falun Gong verzichte. Diese Praktizierende erwiderte, dass es ein Recht jedes Bürgers sei, eine Petition einzureichen. Daraufhin schlug sie einer der Männer mit einer Birkenrute und trat ihr in den Unterleib. Gegen 05:00 Uhr wurde sie zum dritten Mal aus ihrer Zelle gezerrt. Die beiden Typen griffen nach und hielten sie an ihren Brüsten und demütigten sie durch Obszönitäten. Die Praktizierende schrie laut um Hilfe. Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt kam und schaute schweigend zu, ohne jedoch die Männer zu stoppen. Danach wurde einer der Folterer (Chai Liang, Schüler einer Eisenbahnerschule im Bezirk Tong, Peking) noch unverschämter - er fuhr mit seinen Händen unter ihr Hemd und ergriff ihre Brüste, dann riss er ihr Rock und Unterwäsche vom Leib und behauptete, er wolle ihre Verletzungen am Gesäß begutachten.

Gewaltanwendung an Falun Gong-Praktizierender in Polizeigewahrsam

Frau Liu Yan (Pseudonym, der Name ist der Redaktion bekannt), 45 Jahre alt, aus der Provinz Heilongjiang. Frau Liu Yan wurde am 23. Dezember 2000 verhaftet, weil sie an diesem Tag Informationsmaterial über Falun Gong verteilt hatte. Während ihrer Vernehmung wurde sie verbal gedemütigt und gefoltert. Hier schildert sie ihre Erfahrungen:
 
„In der Nacht des 23. Dezembers 2000 wurde ich festgenommen und von zwei Polizisten (Namen: Chen Liangjun und Zhang Ying) der Polizeiwache des Fuyu-Bezirkes verhört. In regelmäßigen Abständen wurde ich heftig geschlagen. Zunächst schlugen sie mir ins Gesicht und boxten auf meinen Brustkorb, währenddessen beschimpften sie mich immer wieder. Danach schlugen sie so schwer auf mich ein, dass ich kaum noch Luft bekam. Als sie meinen Oberkörper genug „bearbeitet“ hatten, wechselten sie zum unteren Bereich. Ich sollte mich auf den Boden setzen und meine Beine spreizen. Chen Liangjun trat mit festem Schuhwerk in meine Leiste, ich konnte es vor Schmerzen kaum aushalten. Es fühlte sich so an, als ob meine Oberschenkelknochen an eine andere Stelle gerutscht seien; sie waren gebrochen und meine Vagina blutete. Einen halben Tag lang konnte ich nicht stehen und das Gehen ist seitdem eine Qual für mich. Die beiden Polizisten hielten meine Arme fest und schlugen auf meine Brüste ein. Sie zogen mir die Schuhe aus und schlugen meine Füße mit ihren Gürteln, bis die Füße dick geschwollen waren, ich durchlitt so starke Schmerzen und große Ängste während des Verhörs, dass ich danach ständig Alpträume hatte und nicht mehr richtig schlafen konnte. Das waren die größte Demütigung und Gewalt, die mir je in meinem Leben angetan wurde.“
 

Öffentliche Demütigung auf dem Bahnhof von Changchun 

Mitte Dezember 2000 warteten einige weibliche Praktizierende auf dem Bahnhof von Changchun auf einen Zug nach Peking. Als die dortige Polizei dies erfuhr, wurden die Frauen sofort in ein Büro im zweiten Stock des Bahnhofsgebäudes gebracht. Als die Polizisten dann noch erfuhren, dass sie Falun Gong-Praktizierende waren, hat man sie sofort brutal misshandelt. Wie ein Ball wurden sie hin und her gestoßen und dabei rücksichtslos getreten; man zog sie an den Haaren und schlug gleichzeitig auf sie ein. Danach zog man sieben oder acht der Praktizierenden aus und zwang sie, nackt in der Bahnhofshalle zu stehen, während sie von den Polizisten begafft und ausgelacht wurden.


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