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Teil I: Einführung
Teil II: Gewalt gegen Frauen
Teil III: Familien entzweit
Teil IV: Todesfälle und Fallstudien
Teil III: Familien entzweit

Regime erzwingt Abtreibung

Praktizierende zur Abtreibung gezwungen

Frau Liu Qiuhong, 39 Jahre alt, Angestellte der „Zhong Ce Medicine Inc.“, wohnhaft in Yantai, Provinz Shandong. Als sie im 8. Monat schwanger war, wurde sie von der Polizei in ihrer Wohnung festgenommen. Man zwang sie in diesem späten Stadium, sich einem Schwangerschaftsabbruch zu unterziehen. Das abgetriebene Baby lebte noch und schrie. Es wurde der Mutter sofort weggenommen, und niemand weiß bislang, wo es sich befindet und ob es noch lebt. Die Polizei ließ Frau Liu nach dem erzwungenen Schwangerschaftsabbruch keine Genesungszeit. Sie wurde einen Monat lang im Fenghuangtai Büro „Umwandlungszentrum“ festgehalten und vor Kurzem ohne den ihr gesetzlich zustehende Prozess in ein Arbeitslager gebracht.

Frau Yang Ping, 43 Jahre alt, Angestellte der „Caidian Aquatic Products Company“, wohnhaft in Wuhan, Provinz Hubei. Sie wurde in Peking festgenommen und anschließend in ihre Heimatstadt zurückgebracht, weil sie von Falun Gong und den wahren Fakten seiner Verfolgung berichten wollte. Obwohl sie im zweiten Monat schwanger war, wurde sie mehrere Tage in der Zhonghualu-Polizeiwache des Wuchang-Viertels der Stadt Wuhan und dann noch 25 Tage lang in der Polizeiwache Caidian festgehalten. Danach zwang man sie, sich einem Schwangerschaftsabbruch im Ärztezentrum für Frauen und Kinder im Caidian-Viertel zu unterziehen. 24 Tage später wurde sie für anderthalb Jahre Zwangsarbeit in das städtische Drogenrehabilitationszentrum von Wuhan geschickt. Ihr Ehemann Wang Jianjun, ebenfalls Praktizierender, wurde zu einer Geldstrafe von 4320 Yuan (mehr als US$ 500) verurteilt. Nachdem Herr Wang die Entlassung seiner Frau gefordert hatte, ließ man sie nach 3 Monaten Zwangsarbeit frei. Als sie nach Hause zurückkehrte, wies ihr Körper überall Merkmale von Verletzungen auf.

Frau Wang Shaona, wohnhaft in der Stadt Shekou in Shenzhen, Provinz Guangdong. Frau Wang Shaona und ihr Ehemann Li Weijun wurden im Februar 2000 festgenommen, als sie auf dem Weg nach Peking waren, um sich für Falun Gong einzusetzen. Herr Li Weijun wurde in die Strafanstalt Shekou geschickt. Frau Wang Shaona war im 6. Monat schwanger. Um sie in Haft halten zu können, zwang die Polizei sie zur Abtreibung.

Frau Lu Yuzhen, 31 Jahre alt, wohnhaft in der Stadt Feng, Provinz Jiangxi. Sie ging im Januar 2000 nach Peking, um beim Petitionsbüro des Staatsrats eine Petition einzureichen. Später wurde sie von Polizisten festgenommen. Nach deren Beschluss, sie für längere Zeit festzuhalten, verlangten die zuständigen Beamten von ihr, eine Abtreibung durchführen zu lassen.

Die fünf Praktizierenden Lin Jiangjin, Wei Yuemei, Li Xiaoying, Li Xiuliang und Ouyang aus der Stadt Guillin, Provinz Guangxi, wurden am 13. Juli wegen des Praktizierens der Falun Gong-Übungen festgenommen. Weil sich alle weigerten, eine Reueerklärung zu unterschreiben, in denen sie versprechen sollten, ihren Glauben an Falun Gong aufzugeben, verlegte man sie in die zweite Strafanstalt von Guillin. Die schwangere Frau Ouyang durfte erst nach Hause gehen, nachdem sie 10.000 Yuan bezahlt hatte. Später wurde sie von Polizisten dazu gezwungen, sich einer Abtreibung zu unterziehen, weil sie keine „Erlaubnis zur Entbindung“ habe.

Fehlgeburten durch Zwangsarbeit und schlechte Bedingungen in den Haftanstalten

Frau Dou Jianhua, 28 Jahre alt, Kindergärtnerin, wohnhaft in Mishan, Provinz Heilongjiang. Sie ging im Juni 2000 zum zweiten Mal nach Peking, um sich dort für Falun Gong einzusetzen. Nachdem sie von der Polizei in ihre Heimatstadt zurückgebracht worden war, wurde sie anschließend weiter von der Nongken Polizeiabteilung im Bezirk Mudanjiang ihrer Heimatstadt in die Strafanstalt Beishan der Stadt Lianzhushan verlegt, in der alle Praktizierenden zu Zwangsarbeit gezwungen werden. Obwohl sie wussten, dass Frau Dou schwanger war, musste sie schwere Ziegel tragen. Das führte bei ihr zu starken Blutungen und schließlich zu einer Fehlgeburt.

Frau Jiang Zhongli, Angestellte der Hengyang Blutbank in Hengyang, Provinz Hunan. Sie war schwanger, als sie zusammen mit Drogensüchtigen und Drogen-Dealern in der Hengyang Strafanstalt der Provinz Hunan inhaftiert war. Ihr Mann diente in der Armee. Im Februar 2000 hatte sie eine Fehlgeburt in der Strafanstalt und litt an schwerer Hämorrhagie (starke Blutungen). Sie wurde aus ihrer Arbeitseinheit entlassen, als sie zwischen Leben und Tod schwebte und mit einer Geldstrafe von 1.500 Yuan belegt. Die 3.000 Yuan ihres Lohnes verweigerte man ihr.


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