Teil I: Einführung
Teil II: Gewalt gegen Frauen
Teil III: Familien entzweit
Teil IV: Todesfälle und Fallstudien
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Teil III: Familien entzweit

Die Verfolgung richtet sich auch gegen MütterStillende Mutter festgenommen und geschlagenFrau Liang Mei (Pseudonym), 29 Jahre alt, eine junge Mutter aus der Provinz Sichuan. Sie wurde in der örtlichen Landwirtschaftsschule zusammen mit einigen anderen Praktizierenden eingeschlossen. Mehrere Polizisten zerrten sie an Armen und Beinen in die Luft und warfen sie dann wiederholt zu Boden. Die Polizei sagte zu Frau Liang: „Uns wurde von oben [höheren Regierungsbeamten] gesagt, wir müssten nicht mit Falun Gong-Praktizierenden herumdiskutieren. Die Gesetze und die darin festgelegten Vorgehensweisen brauchen wir nicht mehr zu beachten. Wir können tun, was immer wir wollen!“
Mutter muss nach Entbindung ihr Heim verlassenFrau Li Dan (Pseudonym), aus der Stadt Linhe, dem Gebiet der Inneren Mongolei. Der unten stehende Bericht handelt von der Erfahrung während ihrer Festnahme und Verfolgung, nachdem sie im Februar 2000 zum Platz des Himmlischen Friedens gegangen war, um sich für Falun Dafa einzusetzen.
„Die Polizisten der Stadt Linhe kamen nach Peking und brachten mich zurück, nachdem ich in Peking am 19. Februar 2000 die Freilassung der Falun Gong-Praktizierenden gefordert hatte. Eine ganze Nacht lang verhörte mich einer nach dem anderen und später kamen noch drei andere, die mich zusammenschlugen. Ein Polizist namens Yang schlug mich über ein Dutzend Mal ins Gesicht.
Sie fesselten mich und schickten mich dann unter Gewaltanwendung und ohne gerichtliches Verfahren in das Frauenarbeitslager der Stadt Hohhot. Dort hielten sie mich vom 19. Februar bis 30. Juli 2000 fest. Um den 10. Juli herum fühlte ich während der schweren Arbeit in meinem Magen einen stechenden Schmerz. Eine Untersuchung ergab, dass ich schon einige Monate schwanger war. Während dieser Zeit hatte ich ungeheure Schmerzen. Neun von uns Frauen mussten täglich 30 Tonnen Kohle abladen. Ich lud und entlud Kuhdünger und bestellte den Boden. Wenn es keine Landwirtschaftsarbeit gab, musste ich jeden Tag mehr als 10.000 Paar Essstäbchen verpacken.
Im Arbeitslager machte ich weiterhin die Falun Gong-Übungen. Jeden Morgen wurde ich mit Handschellen an das Treppengeländer gefesselt und gezwungen, lange dort zu hocken. Weil ich die Falun Gong-Übungen machte, setzte Hauptmann Liu vom Team Nummer 3 im Arbeitslager den Elektrostab ein. Später ordnete der stellvertretende Hauptmann Hong an, mich an meinen Handschellen so aufzuhängen, dass meine Füße den Boden nicht mehr berührten. Nach zwei Stunden wurden meine Arme schwarz, kalt und taub. Später hängten sie mich dort für einen ganzen Tag auf.
Obwohl sie wussten, dass ich schwanger war, ließen sie mich immer noch nicht gehen. Sie hielten mich zehn weitere Tage fest, bevor sie mich in Handschellen gefesselt nach Hause schickten.
Die Polizeiwache der Stadt Linhe verfügte den Abbruch meiner achtmonatigen Schwangerschaft. Glücklicherweise war die erzwungene Abtreibung nicht erfolgreich. Kurz nach der Geburt kam dann die Polizei und fragte nach meinem Reuebrief. Sollte ich nicht gehorchen, so würden sie mich zu einer Geldstrafe von 30.000 Yuan [10 Monatslöhne des durchschnittlichen chinesischen Monatseinkommens] verurteilen. Weil ich gar nicht soviel Geld besaß, drohten sie mir mit der Wegnahme meines Hauses. Als mein Kind drei Monate alt war, kamen jeden Tag fünf bzw. sechs Polizisten zu mir, um mich zu belästigen.“

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