Verfolgung von Praktizierenden aus Übersee
Ständige Bewohnerin der USA inhaftiert wegen angeblichen „Verrats von Staatsgeheimnissen“
 | | Dr. Teng Chunyan, 37 |
|
Frau Dr. Teng Chunyan, 37 Jahre alt, Akupunkteurin, wohnhaft in New York, ständige Bewohnerin der Vereinigten Staaten, verheiratet mit einem amerikanischen Staatsbürger. Frau Dr. Teng reiste im März 2000 in die Stadt Shenzhen in Südchina; einige Zeit später brach der Kontakt zu ihren Familieangehörigen ab. Sieben Monate lang hörten diese nichts von ihr. Tatsächlich war sie am 12. Mai 2000 festgenommen worden, als sie an einer Falun Gong-Erfahrungsaustausch-Konferenz teilnahm. Ihre Verwandten in China wussten lange Zeit nicht, wo sie sich befand. Erst im Oktober erfuhren sie, dass sie im Gefängnis Banbuqiao in Peking festgehalten und wegen krimineller Delikte angeklagt wurde.
Frau Dr. Teng wurde ca. ein halbes Jahr nach ihrer Verhaftung hinter verschlossenen Türen der Prozess gemacht. Mitte Dezember 2000 verurteilte man sie zu drei Jahren Haft. Im Urteil hieß es, sie habe „den Staatssicherheitsdienst für Übersee-Organisationen ausspioniert“. Während ihres Aufenthaltes hatte sie ausländischen Zeitungsreportern dabei geholfen, mit Falun Gong-Praktizierenden, die in psychiatrische Kliniken zwangseingewiesen worden waren, Interviews zu führen.
Als sie während ihrer Haft einen Rechtsanwalt anforderte, wurde sie von den Polizeibeamten um 15.000 US$ betrogen. Sooft sie beim Praktizieren der Falun Gong-Übungen entdeckt wurde, zwang man sie, viele Stunden im Stehen zu verbringen. Als ein Wärter einmal wütend über sie wurde, ließ er sie sieben Stunden lang stehen und beschimpfte sie auf übelste Weise. Anschließend verhörte man sie bis spät in die Nacht und danach musste sie wieder viele Stunden im Stehen verbringen. Der US-Botschafter, Richard Boucher, bezeichnete diesen Vorfall als „sehr beunruhigend“ und ersuchte die Vereinigten Staaten um Hilfe bei ihrer Freilassung. Sie befindet sich angeblich noch immer in Haft.
Acht Monate Gefängnis in China für australische Staatsbürgerin
 | | Zhang, Cuiying, 38 |
|
Frau Zhang Cuiying, 38 Jahre alt, Schmuck-Designerin und Künstlerin, ist australische Staatsbürgerin. Im März 2000 fuhr sie mit einer anderen australischen Praktizierenden nach Peking, um sich für Falun Gong einzusetzen. Allerdings wurden sie bereits in Shenzhen in der Provinz Guangdong abgefangen, als man ihre Falun Gong-Bücher entdeckte. Frau Zhang wurde vom Gericht in Shenzhen zu einer Gefängnisstrafe von acht Monaten verurteilt. Man hatte sie schon vorher drei Mal festgenommen:
Das erste Mal, als sie sich am 31. Dezember 1999 auf dem Platz des Himmlischen Friedens die Zeremonie des Hissens der Nationalflagge anschaute; am 26. Januar 2000, als sie im Rending Lake Park von Peking Falun Gong geübt hatte und am 4. Oktober 2000, als sie mit ihrem Mann in einem Restaurant in Peking zu Mittag aß.
Zwei Monate ihrer Haftzeit war sie in einer Männerzelle eingesperrt. Als ihr Fall bekannt wurde, schritt der australische Konsul ein und sorgte dafür, dass sie in eine Frauenzelle verlegt wurde. Da Frau Zhang trotz aller angewandter grausamer Methoden Falun Gong keinesfalls aufgeben wollte und weiterhin die Übungen machte, warf sie die Polizei als Strafmaßnahme nackt in eine Männerzelle und forderte ihre Mitinsassen auf, sie zu misshandeln und stachelte sie zu noch Schlimmerem an.
Eine Gefangene im Frauengefängnis wurde für ihre Grausamkeit ihr gegenüber sogar belohnt und erhielt Straferlass, kam schon frühzeitig nach einem Jahr aus der Haft und das, obwohl sie zu fünf Jahren verurteilt war. Auf Anweisung der Polizei hatte sie Frau Zhang am Kopf zu Boden gezerrt, geschlagen und ist mit den Schuhen auf ihren Händen herumgetrampelt Nach diesem Vorfall begann Frau Zhang einen 50-tägigen Hungerstreik, um gegen diese unmenschliche Behandlung zu protestieren. Das öffentliche Aufsichtsamt zeigte jedoch kein Verständnis für ihre Lage, ganz im Gegenteil. Es hieß: „Dein Leben ist nicht einmal so viel wert, wie das eines Hundes. Es ist ganz egal, ob du stirbst oder nicht.“
Um sie nach Gutdünken weiter foltern zu können, verlangten die Polizisten von ihr das Ablegen der australischen Staatsbürgerschaft. Kontakt zur Außenwelt war ihr verboten; die Polizisten verweigerten Frau Zhang ohne Angabe von Gründen einen ganzen Monat lang, sich mit dem australischen Konsulat in Verbindung zu setzen. Man zwang sie, in dem schwach beleuchteten Gefängnis jeden Tag über zehn Stunden Produkte wie Zahnstocher und Weihnachtslichter für den Export herzustellen. Ihre tägliche Essensration wurde ihr gestohlen. Waschutensilien bekam sie vom australischen Konsulat. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends; sie verlor an Gewicht, litt an Haarausfall. Tagelang wurde sie gezwungen, auf dem kalten Betonboden zu schlafen, oder der Schlaf wurde ihr ganz entzogen. Ein Offizier des australischen Auslandsbüros war in großer Sorge wegen ihrer schwachen psychischen Konstitution.
In all ihrer Qual schrieb sie mit Zahnpasta ein Gedicht auf ihr T-Shirt: „Falun Gong ist ein aufrichtiger Weg. Im Namen der Gerechtigkeit verbrachte ich acht Monate in Haft und musste die schlimmsten Prüfungen bestehen. Für die Gerechtigkeit würde ich eher mein Herz in Stücke reißen lassen oder all mein Blut vergießen. Im Gefängnis kennt man mein reines Herz und meine Entschlossenheit Die chinesische Regierung verfolgt Falun Gong, und ihre Verbrechen werden auch in Tausenden von Jahren nicht vergessen sein.“
Der Fall Feng Xiaomei - eine australische Staatsbürgerin in chinesischem Gefängnis
Mein Name ist Feng Xiaomei. Ich bin australische Bürgerin. Seit 1999 flog ich mehrere Male nach China, um der chinesischen Regierung auf friedliche Art die Wahrheit über Falun Gong klarzumachen. Dabei wurde ich mehrmals, ohne gegen ein Gesetz verstoßen zu haben, festgenommen, verhört und acht Monate lang (vom 5. März bis 4. November 2000) im Gefängnis eingesperrt. Einen Prozess gab es nicht.
Während der Haft verging kein Tag, an dem die Polizei mich nicht folterte. Das geschah auf direkte Anordnung des chinesischen Präsidenten Jiang Zemin an die verschiedenen Ebenen der Regierungsbehörden. Wenn ich im Gefängnis meditierte, wurde ich von meinen Mitinsassen auf Befehl der Aufseher physisch und verbal misshandelt. Als ich nicht reagierte, schlugen sie eine härtere Gangart an. Sie wickelten ein Handtuch um mein Genick und zogen es mit aller Gewalt nach hinten und nach oben, so als wollten sie mich ersticken. In diesem Moment sah ich alles verschwommen und konnte kaum noch atmen, ich war einer Ohnmacht nahe. Meine Zunge hing heraus, und in meinem Genick fing es an zu bluten. Ich blieb weiterhin in der Meditationsstellung. Dann legten sie mich auf den nassen Betonboden. Zu dieser Zeit hatte ich gerade meine Menstruation. Trotzdem zogen sie mich aus und gaben mir eine eiskalte Dusche.
Sie überwachten mich täglich 24 Stunden innerhalb und außerhalb der Zelle. Sie benutzten die übelsten Taktiken und Mittel, um mich einzuschüchtern und zu demoralisieren.
Eines Tages nach dem Duschen bemerkte ich einen feinen Apparat in meinem BH, ca. 2 mm lang, der in der Nähe meines Herzens eingenäht war. Seine Farbe war mit der des BHs identisch, so dass man ihn kaum erkennen konnte. Als ich ihn wegriss, hörte ich eine seltsame Stimme irgendwo im Raum, konnte sie aber nicht lokalisieren. Am nächsten Tag fand ich den gleichen Apparat an einem anderen BH.
Als einer der Wärter entdeckte, dass ich etwas aus den Falun Dafa-Schriften aufsagte, zwangen sie die anderen Insassen, mich dabei zu stören. Manchmal war die einzig ruhige Stelle, die ich finden konnte, neben der Toilette. Als man bemerkte, dass ich die Falun Dafa-Texte aufsagte, störten sie mich sofort, indem sie meine Zelle mit fürchterlichen Tönen beschallten wie menschliche Schreie, Schüsse, Hundegebell etc. Aus der Toilette kamen Ratten und rannten quietschend um mich herum.
Es wurden auch starke Psychopharmaka unter mein Essen gemischt, die Brechreiz, Kopfschmerzen und Herzklopfen bei mir auslösten. Als die Drogen zu wirken anfingen, ließen die Polizisten einen extrem stinkenden Geruch von Kot frei, um mich zur Aufgabe zu bringen. Sie ließen meine Kleider verschwinden oder legten sie absichtlich an eine andere Stelle, um mich glauben zu machen, dass ich nicht mehr zurechnungsfähig sei. Im letzten Monat meiner Haft ließen sich meine Mitinsassen besonders gemeine Dinge einfallen, um mich zu stören, sodass ich kaum schlafen konnte. Tagsüber musste ich mehr als zehn Stunden arbeiten. Als meine Hände bei der Arbeit anfingen stark zu zittern, verabreichten sie mir Medikamente, damit ich weiterarbeiten konnte. Ich konnte das Zittern zwar unter Kontrolle bringen, verweigerte aber in der letzten Woche aus Protest gegen die unmenschliche Behandlung die Arbeit.“