EINFÜHRUNG
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EINFÜHRUNG

Als Anfang der 90-er Jahre der Ostblock zusammenbrach, blieb China mit über einer Milliarde parteitreuen Bürgern als das letzte große Kommunistische Regime übrig.
China hat ein sehr großes sogenanntes "Umerziehung durch Arbeit”-System, welchem über 1000 Arbeitslager angehören. In diesen sind mindesten 6,8 Millionen Chinesen aus meist politischen Gründen inhaftiert, die in der Regel 16 Stunden am Tag Produkte für den Export herstellen. Die Produktionskraft dieses Arbeitslager-Systems allein entspricht dabei in etwa der eines durchschnittlichen europäischen Landes wie Frankreich oder Spanien.
In China werden momentan (wenn man die Untergrund-Christen und Katholiken zusammenrechnet) mehrere Millionen Christen als "Staatsfeinde" verfolgt und das Christentum als "feindliche ausländische Sekte mit dem Ziel die Wissenschaft und die Partei zu zerstören", dargestellt. Von anderen verfolgten Gruppen wie Tibeter, Muslime, Gewerkschafter, Demokraten, Menschenrechtler etc. ganz zu schweigen.
Es gibt über 68 Delikte auf denen die Todesstrafe steht, darunter Drogenkonsum, Befehlsverweigerung und "Korruption". Urteile werden nicht mehr öffentlich in Fußballstadien ausgeführt, sondern können dank der neuen Hinrichtungsbusse innerhalb weniger Minuten nach Verhaftung direkt vor Ort vollstreckt werden.
Worum es aber in dem vorliegenden Bericht gehen soll, ist die Verfolgung von weiteren 100 Millionen Chinesen, die nur deshalb verfolgt werden, weil sie Falun Gong ausüben. Falun Gong ist einfach eine Qigong Art, ähnlich dem im Westen bekannten Tai Chi.
Vor dem Beginn der Verfolgung waren am Morgen die Parks in China voll mit Leuten die Falun Gong oder andere Meditationen ausübten. Es gab dabei keine äußerliche Form, die Menschen machten einfach in ihrer Freizeit die Übungen, lasen das Buch, erzählten ihren Freunden oder Arbeitskollegen darüber und schwärmten in der Regel davon, dass Falun Gong gut für Gesundheit und Moral etc. sei. Als die Anzahl der Chinesen die Falun Gong praktizierten aber auf die besagten 100.000.000 stieg, sah die Regierung darin eine Gefahr (die KP hat nur etwa 60.000.000 Mitglieder.)
Denn in China ist es nicht üblich, dass es etwas gibt, das sich außerhalb der Kontrolle der Partei befindet und erst recht nicht, wenn es noch mächtiger als die Partei selbst ist (das gilt auch für harmlose Bürger die einfach nur meditieren!). Hinzu kommt, dass, wenn diese Leute sich in erster Linie nach den moralischen Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht (die Prinzipien von Falun Gong) richten, wie können sie sich dann noch maßgeblich nach der Ideologie des Kommunismus richten?
Also wurde Falun Gong in der Nacht des 22. Juli 1999 verboten. Zehntausende Falun Gong-Praktizierende, von denen die Regierung die Namen kannte, wurden verhaftet, ihre Wohnungen durchsucht, Falun Gong-Bücher zu Millionen beschlagnahmt und öffentlich verbrannt.
Am nächsten Morgen berichteten alle vom Staat kontrollierten Medien (und das sind alle Medien in China) wie „schrecklich“ Falun Gong sei und dass es keinem mehr erlaubt wäre, Falun Gong auszuüben.
Der Parteichef Chinas, Jiang Zemin, sagte, dass das "Falun Gong-Problem" innerhalb von 3 Monaten gelöst sein würde.
Was folgte sind nunmehr fast 6 Jahre Verfolgung, in denen ca. 500.000 Menschen inklusive Frauen, Kinder und älteren Menschen über 70, in Arbeitslagern inhaftiert wurden und wovon ca. 2.195 (Stand 11. Mai 2005) an den Folgen von Misshandlungen in Polizeigewahrsam starben.
Die chinesischen Botschaften bestechen Medien im Ausland, nicht über die Verfolgung zu berichten oder bieten ihnen "ihre Perspektive" an. Schließlich ist China ein enorm wichtiger Handelspartner, dem man gerne entgegenkommt.
Briefe, SMS, Telefon und Internet werden überwacht und wenn von jemandem unliebsame Bemerkungen bezüglich der Verfolgung gemacht werden, droht ein Besuch des Sicherheitsbüros. Von Schulkindern und Angestellten wird verlangt zu unterschreiben, dass sie kein Falun Gong ausüben und die Frage, die bei einem Schultest die meisten Punkte bringt, ist immer die Frage nach Falun Gong.
Ich möchte hier eine Prophezeiung von Nostradamus zitieren:
"Jahr 1999, siebenter Monat: Vom Himmel kommt ein großer Schreckenskönig! (Dies wird) den großen König der Mongolen wieder auferstehen lassen, zuvor und danach regiert Mars für eine Stunde Glück." (10,72)
Viele Menschen haben gerätselt was denn im Juli 1999 schon für ein "großer Schrecken" aufgetaucht sei... der Irak Krieg war später, und der 11. September war auch später. Keiner ist darauf gekommen, dass damit vielleicht die Verfolgung von 100.000.000 Menschen gemeint sein könnte, die zufällig am 22.07.1999 begann.
Immer noch berichten kaum Medien über diese Verfolgung und die, welche darüber berichten, machen kaum eigene Beobachtungen, sondern schreiben mal hier mal da und mal von der üppigen Propaganda der chinesischen Regierung ab. Dieser Bericht soll diese Lücken schließen.
Das vorliegende Buch ist eine Zusammenstellung von Berichten, Zeugenaussagen von Überlebenden der chinesischen Arbeitslager, Dokumentationen von Menschenrechtsorganisationen, Bildern und verschiedenen anderen Stellungsnahmen bezüglich der Verfolgung. Viele der Berichte aus China wurden von den Überlebenden selbst geschrieben und teilweise unter Lebensgefahr in den Westen gebracht.
Was hier abgedruckt wurde ist nur ein winziger Bruchteil von all den Fällen, die von westlichen Menschenrechtsorganisationen und der UN dokumentiert wurden. Was wiederum nur einen winzigen Bruchteil aller Vorfälle ausmacht, da China eine extrem strenge Überwachung hat und die meisten Berichte erst gar nicht nach draußen gelangten oder die Zeugen zum Schweigen gebracht wurden.
Dieses Buch kann bei weitem keine vollständige Dokumentation der Verfolgung sein. Dennoch hoffe ich, dass es genug Kraft hat, die Deutschen auf diese noch immer geschehende Tragödie aufmerksam zu machen und den Leser dazu anregt, sich seine eigene Meinung über die momentan geschehenden historischen Ereignisse zu bilden.

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