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PRODUKTE AUS ARBEITSLAGERN
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PRODUKTE AUS ARBEITSLAGERN

Lanzhou Zhenglin Nonken Food Ltd.Lanzhou Zhenglin Nongken Food Ltd., 1988 von dem taiwanesischen Unternehmer Lin Ken gegründet, ist eines der ersten von Taiwan aus finanzierten Unternehmen in Gansu. Von 1992 an ging das Unternehmen ein Joint Venture mit den Haftanstalten Lanzhou Dashaping und Lanzhou Nr.1 (auch bekannt als Haftanstalt Xiguoyuan) ein. Mehrere 10.000 Häftlinge (darunter eine große Anzahl gesetzwidrig festgehaltene Falun Gong-Praktizierender) wurden zu intensiver körperlicher Arbeit verpflichtet und dazu gezwungen, Melonenkerne zu schälen. Es gab viele verschiedene Melonensorten im Lager. Zuerst mussten die Kerne mit den Zähnen aufgebissen, dann die Schale mit bloßen Händen entfernt werden. Im Winter wurde diese Arbeit bei eisiger Kälte im Freien verrichtet. Viele der Gefangenen erlitten Erfrierungen und die Haut an den Händen löste sich ab. Aus den Wunden sickerte das Blut und der Eiter auf die Melonenkerne. Auch im Sommer ging das Knacken und Herauslösen der Kerne aus den Schalen unvermindert weiter. Die Zähne vieler wurden durch das Aufbeißen der Schalen beschädigt und brachen entzwei. Das Herauslösen der Kerne aus den Schalen hatte oft den Verlust von Fingernägeln zur Folge. Die Gefangenen mussten diese Arbeit, auf ihren Fersen kauernd, von frühmorgens bis zum späten Abend, mehr als 10 Stunden durchgehend und ohne Bezahlung verrichten.
Das Photo zeigt ein Paket von Hand geschälter Zhenglin Melonenkerne, die in Sydney in einem chinesischen Lebensmittelgeschäft verkauft werden. Auf der Vorderseite der Verpackung ist der Preis von $4.80 australischen Dollar zu sehen. Die Rückseite enthält detaillierte Informationen eines australischen Importeurs.
Damit die Zhenglin Nongken Food Ltd. und die Xiguoyuan Haftanstalt große Profite machen konnten, wurde den Häftlingen hohe Akkordquoten auferlegt. Die Belegschaft der Haftanstalt folterte die Gefangenen nach Belieben. Außerdem waren Korruption und Wirtschaftsverbrechen vorherrschend. 1998 beging ein Abteilungsleiter der Haftanstalt Dashaping Selbstmord, als herauskam, dass er Geld aus den Erträgen der Melonenkernverfahrens veruntreut hatte. (Bilder Seite 187)
Im April 2001 kam Wan Guifu, ein 57-jähriger Falun Gong-Praktizierender in die Haftanstalt Lanzhou Nr. 1. Auch er musste mit bloßen Zähnen Melonenkerne knacken. Bald waren seine Lippen stark geschwollen und die Fingernägel beider Hände aufgerissen. Die Finger bluteten und der Eiter quoll heraus. Weil er es nicht schaffte, seine Quote zu erfüllen, wurde er nach heimlichen Anweisungen des Chefs der 4.Truppe der Haftanstalt Lanzhou Nr.1 von den Mithäftlingen aus Zelle 9 gefoltert. Wan erlitt schlimme Unterleibsverletzungen. Am 29. Dezember 2001 brachte man ihn ins Krankenhaus des Arbeitslagers Lanzhou Dashaping, doch er starb drei Tage später. Die Ärzte zogen eine Menge Flüssigkeit aus seiner Bauchhöhle, eine direkte Folge der Folter.
[13] Nach Bestätigung durch Häftlinge, die sich über eine lange Zeit in der Haftanstalt Lanzhou Dashaping befanden, (Namen weggelassen) war die Todesrate in der Anstalt sehr hoch. Wegen der Informationsblockade konnten aber keine weiteren Details herausgefunden werden. Diese kostenlose Zwangsarbeit verhalf der Zhenglin Nongken Food Ltd. Zu einem ungeheureren Profit. 1999 erreichte man einen Jahresumsatz von 460 Millionen Yuan.
[14] In nur wenigen Jahren wurde die Zhenglin Nongken Food Ltd. Zum größten Produzenten von gerösteten Kernen und Nüssen in China. Die Hauptproduktlinie, ”Zhenglins Melonenkerne, handverlesen” (von Häftlingen geschält) wird in mehr als 30 Ländern, den USA, Kanada, Australien, Frankreich, Neuseeland, und südostasiatische Länder verkauft. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt besitzt die Zhenglin Nongken Food Ltd. Tochtergesellschaften in den Überseeländern USA, Kanada, Singapur und Malaysia. In Australien eine Liaison, einen Import-/Geschäftspartner.
[15] Shandong Frauen-Arbeitslager Nr.1 arbeitete mit der Jinan Tianyi Druck GmbH & Co. zusammen, um Falun Gong-Praktizierende zur Zwangsarbeit einzuteilen
Das Erste Frauenarbeitslager Shandong, in der Jiangshuiquan Strasse 20 der Stadt Jinan, ist bekannt als ”Jinan Frauenarbeitslager”. Der momentane Leiter des Lagers ist Jiang Lihang. Ursprünglich hatte es lediglich ca. 200 Häftlinge. Seit Oktober 2000 allerdings stieg die Anzahl ruckartig auf über 700 Menschen. Über 95% von ihnen waren Falun Dafa Praktizierende die ohne rechtliche Grundlage verhaftet und in das Lager gebracht worden waren. Um die Einnahmen mittels Investitionen ausländischer Firmen zu erhöhen, so dass die Angestellten des Arbeitslagers einen höheren Bonus erhalten, unterschrieb das Lager Verträge mit der Jinan Tianyi Druck GmbH & Co und verschiedenen anderen Unternehmen. Sie verwandelten das Arbeitslager in eine Fabrik für diese Unternehmen. So zwang das Lager die Inhaftierten zu einem übertrieben hohen Maß an körperlicher Arbeit. Was zum Ergebnis hatte, dass Häftlinge, (inklusive Frauen über 60 Jahre) 13 bis 14 Stunden pro Tag und manchmal sogar die Nacht hindurch, ohne Lohn arbeiten mussten. Durch die Überarbeitung hatten viele Insassen Probleme zu Stehen und es kam häufig vor, dass Leute während der Arbeit ohnmächtig wurden. Wer sich weigerte zu arbeiten wurde in "beschränkte Einzelhaft" gebracht. In diesen Zellen gibt es keinerlei Licht und es war den Leuten nicht mehr erlaubt zu schlafen, ihr Gesicht zu waschen oder ihre Zähne zu putzen. Es gab auch nicht die Möglichkeit die Zelle zu verlassen, um auf die Toilette zu gehen und sie wurden gezwungen über 20 Tage lang zu stehen, bis sie das Bewusstsein verloren. Die Füße dieser Leute waren danach so stark geschwollen, dass sie keine Schuhe tragen und nicht laufen konnten. Allein im ersten Halbjahr 2002 hatte das Arbeitslager durch die Weiterverarbeitung der Produkte Einnahmen in Höhe von 570.000 Yuan [Chinesische Währung, das durchschnittliche monatliche Einkommen eines städtischen Angestellten liegt bei ca. 500 Yuan]. Nach zwei Jahren baute das Arbeitslager ein mehrstöckiges Bürogebäude, ein neues Empfangsgebäude und einen riesigen Wasserturm. Die Jinan Tianyi DruckCo. GmbH ist ein Jointventure zwischen der "Shandong International Trust and Investment Corporation" und Investoren aus Hong Kong. Die Firma befindet sich in der Honglou South Road 16, Distrikt Licheng, in der Stadt Jinan, Provinz Shandong. Der momentane Manager heißt Xu Bo. Die Firma druckt vor allem Verpackungsschachteln für medizinische Artikel und Lebensmittel. Sie druckte auch einige andere Papp-Verpackungen, Photoalben und Poster. Jinan Tianyi Printing Co. GmbH. hat mehrere Handelspartner. Die wichtigsten sind "Shijiazhuang Pharmaceutical Group" und "Beijing Double-Crane Pharmaceutical Co. GmbH." Im Jahr 2002 erreichte der Jahresumsatz 80 Millionen Yuan, mit einem Reingewinn von 6.66 Millionen Yuan.
[18] Jinan Tianyi Printing Co. GmbH. unterschrieb Verträge mit dem Jinan Frauen-Arbeitslager und benutzte unbezahlte Arbeiter, um ihre Handelsmarken drucken zu lassen. Auf den Warenzeichen standen "Beijing Jiangyaling" und "Double Crane". In dem Bereich der Fabrik, wo die farbigen Muster gedruckt wurden, führten die Dämpfe der chemischen Farben zu starken Reizungen von Luftröhre und Augenschleimhäuten der Arbeiter. Um die Produktionskosten zu verringern und die Einnahmen zu steigern, hielten die Pinan Tianyi Printing Co. GmbH. und das Arbeitslager nicht nur keine Sicherheitsbestimmungen ein, sondern zwangen viele der Falun Gong-Praktizierenden auch jeden Tag Überstunden zu machen und über ihre physischen Grenzen hinaus zu arbeiten. Die Häftlinge mussten um 5:30 aufstehen und konnten nicht vor 23.00 Uhr ins Bett gehen. Es wurde jeden Tag mindestens 15 Stunden gearbeitet. Wenn der Zeitdruck sehr hoch war und das Arbeitslager der Arbeit, die die Unternehmen hereinschickten, nicht nachkommen konnte, wurden die Häftlinge gezwungen die Nacht durchzuarbeiten.
[19] Falls jemand die Arbeit nicht rechtzeitig schaffte, wurde seine Strafe verlängert. Einige Praktizierende konnten die dauernde Überarbeitung nicht durchstehen, und es war an der Tagesordnung, dass Leute in der Fabrik einfach in Ohnmacht fielen.
Das Qiqiha'er Shuanghe Arbeitslager arbeitet mit der Qiqiha'er Siyou Chemical Co. Ltd in der Provinz Heilongjiang zusammen und wendet Zwangsarbeit bei Falun Gong-Praktizierenden an
Das Qiqiha'er Frauenarbeitslager Shuanghe ist ein Unternehmen, das illegal produziert und das kein von der Regierung bescheinigtes Zertifikat zur Produktion landwirtschaftlicher Chemikalien aufweisen kann. Es ist nur mit der Verpackung landwirtschaftlicher Chemikalien für die Qiqiha'er Siyou Chemical Co. Ltd. betraut. Es gibt keine Einrichtungen oder Arbeitskreise zur Herstellung derartiger Chemikalien im Arbeitslager, nichtsdestotrotz wurden Praktizierende gezwungen hochgiftige Chemikalien ohne jegliche Schutzkleidung zu verpacken, was zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden der Praktizierenden führte. Viele Praktizierende hatten blutende Nasen, anderen wurde es sehr übel, sie übergaben sich, litten unter Hustenanfällen (mit blutigem Auswurf), litten an abnormen Blutungen und wieder andere wurden durch den dicken, toxischen Dunst der Pestizide beinahe blind. Die Opfer wurden gezwungen mit ihrer Arbeit fortzufahren, selbst wenn sie Vergiftungssymptome aufwiesen. Auf den Verpackungen wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ”bei der Herstellung der Pestizide Schutzvorkehrungen zwingend notwendig sind und die Arbeiter nach der Arbeit duschen müssen”. Nichtsdestotrotz gab es in der Chemiefabrik keine Duschen. Im heißen Sommer, wenn sich Chemiedunst und Schweiß miteinander vermengten, kam es zu Hautreizungen und der Schweiß trocknete und führte so zu Hautgeschwüren. Die Häftlinge hatten ständig Juckreiz und Schmerzen. Wenn die Polizisten verärgert waren, verboten sie den Praktizierenden sich zu waschen, so dass die Praktizierenden mit Chemiestaub am Körper zu Bett gehen mussten. Die Falun Gong-Praktizierenden Zhang Guiqin, Qi Baiqin, Lin Xiumei und Jiang Yuehong weigerten sich zu arbeiten um so gegen ihre Verfolgung zu protestieren, deshalb wurden sie gefoltert. Sie wurden gezwungen auf sogenannten ‘eisernen Stühlen’ zu sitzen, eine Form der Folter, bei der die Hände auf den Rücken gefesselt werden, die Füße werden in zwei quadratische Löcher gesteckt und die Opfer dann zwischen der eisernen Stuhllehne und einer eisernen Platte vor ihrer Brust, einem Sandwich gleich, eingeklemmt. Die vier Praktizierenden wurden gefoltert bis ihre Füße anschwollen, ihre Haut zerrissen war und das Fleisch hervorklaffte. Danach drängten sechs Praktizierende, angeführt von Gao Shanshan, gemeinsam die Beamten, die Verfolgung einzustellen. Das Arbeitslager überwies Gao Shanshan in Einzelhaft und verlängerte ihr die Haftdauer willkürlich um zwei weitere Monate, um diese erst zwanzigjährige Praktizierende psychisch zu zermürben.
[20] Da es illegal war, landwirtschaftliche Chemikalien im Arbeitslager herzustellen, wurde die Produktion sofort eingestellt, wenn die Beamten kamen, um das Arbeitslager zu inspizieren. Falun Gong-Praktizierende wurden ebenfalls dazu gezwungen, desinfizierte Essstäbchen in ihren Schlafsälen abzupacken, wo sie noch nicht einmal Basisanlagen zur Desinfektion hatten, geschweige denn angemessene Arbeitsstätten. Das Arbeitslager in Shuanghe griff ebenfalls zu Täuschungen, um Bauern zu betrügen. In jedem Jahr, wenn die Pestizide auf die Felder gebracht wurden, verpackte die landwirtschaftliche Fabrik haufenweise bereits verfallene oder zurückgeschickte Pestizide erneut, tauschte das Verfallsdatum aus und führte sie erneut dem Markt zu. Falun Gong-Praktizierende brachten diese Angelegenheit wiederholt gegenüber den vier Direktoren des Arbeitslagers und dem Manager der Fabrik zur Sprache und baten, die Bauern nicht auf diese Weise zu betrügen. Nichtsdestotrotz wurden die vier Direktoren des Shuanghe Arbeitslagers, Zhang Zhijie, Guoli, Liu Shurong und Wang Mei dazu aufgefordert, die Falun Gong-Praktizierenden dafür zurechtzuweisen und zu bestrafen.
[21] Der Gruppenführer der Gefängnisaufseher im Frauenarbeitslager Shuanghe, Zhang Zhijie, und der Aufseher Chen Jianhua verlängerten illegal die Haftzeiten der meisten Praktizierenden um ein weiteres Jahr. Dafür wurden sie mit höheren Gehältern und Prämien belohnt. Den Polizisten selber drohten Entlassungen. Je mehr Gefangene von ihnen freigelassen wurden, desto eher waren sie von der eigenen Entlassung bedroht. Allein im Jahr 1999 erbrachten die gesetzwidrig verhafteten Falun Gong-Praktizierenden einen Gesamtgewinn von 180.000 Yuan (Renminbi) für das Arbeitslager. Die Polizisten des Shuanghe Arbeitslagers erhielten jeweils mehrere Tausend Yuan als Bonus und das Lager kaufte neue Autos.[22]

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