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PRODUKTE AUS ARBEITSLAGERN
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Anhang 2:

Zeugenaussage von Falun Gong-Praktizierenden, die im Zwangarbeitslager Shuanghe in Qiqia’er City Agrochemikalien herstellen mussten

Der Chemiebetrieb Qiqia’er Nord-Siyou (jetzt Qiqi’er Siyou Chemical Industry Co. Ltd.) ist ein Unternehmen in Privatbesitz und liegt wenige Kilometer entfernt vom Arbeitslager Shuanghe. Seit November 1999 wurden viele Praktizierende aus Qiqia’er City gesetzwidrig ins Arbeitslager Shuanghe überführt. Der Chemiebetrieb wurde für viele Falun Gong-Praktizierende ein Ort grausamer Verfolgung. Die Praktizierenden mussten den Weg dorthin zu Fuß gehen, durch brachliegende Felder, über Gräben und Dämme. Während des Sommers, wenn es regnete, wateten sie im Schlamm und wurden ständig von den Aufsehern und den Kriminellen schikaniert. Im eisigen Winter mussten sie durch knietiefen Schnee stapfen. Die Luftbelastung im Chemiebetrieb war enorm, sogar von größerer Distanz aus konnte noch ein scharfer, ranziger Geruch wahrgenommen werden. Die Arbeit dort war schmutzig, schmerzhaft, ermüdend und führte zur Vergiftung. Während der Produktion entstand ein starker Rauch, mit Chemikalien durchmischt, der die ganze Produktionseinheit umwehte und sich auf Kleidung, Augenbrauen und -Lider legte. Auch die wenigen, die Atemschutzmasken trugen, zeigten Erstickungszustände aufgrund geschwollener Nasenschleimhäute und Augen. Einige bekamen rote Augen und Gesichter, aufgesprungene Hände und Hautirritationen am ganzen Körper. Weibliche Praktizierende erlitten Menstruationsstörungen. Es gab keine Schutzanzüge und an jeden Praktizierenden wurde nur einmal eine Maske ausgegeben. Schutzhandschuhe wurden nie herausgegeben. Laut den Vorschriften müssten sich alle, die mit giftigen Substanzen arbeiteten oder in Berührung kamen, nach Arbeitsende duschen. Aber die Praktizierenden durfetn sich nicht duschen! Obwohl immer wieder darum gebeten wurde, wurde daran nichts geändert. Die Praktizierenden mussten auch über die normale Arbeitszeit hinaus arbeiten, Pausen gab es nicht. Immer wenn es Auftragsspitzen gab, befahlen das Unternehmen und das Arbeitslager Shuanghe sogenannte ”Überstunden-Spurts”, um schnelle satte Profite erwirtschaften zu können, was natürlich Leben und Sicherheit der Praktizierenden extrem gefährdete. In Wahrheit ist mit diesen ”Überstunden” nichts anderes gemeint als Zwangs- oder Sklavenarbeit, ausgeführt von den Falun Gong-Praktizierenden. Sie wurden dabei Tag und Nacht mit Arbeit überladen, mussten um 4.00 Uhr aufstehen, durften sich nicht mehr waschen, nach dem Essen, einer dünnen Suppe mit etwas Bohnen, nicht mehr die Zähne putzen. Nach dieser kurzen Morgenroutine wurden sie von der Siyou Chemical Industry Co. Ltd. beordert. Zum Mittagessen und Toilettengang blieb gerade mal eine halbe Stunde. Danach musste unmittelbar weitergearbeitet werden. Arbeitsende war 23.00 Uhr, danach ein Abendessen. Wenn sie dann zurück im Lager waren, waren sie schmutzig, völlig erschöpft und immer noch hungrig. Aber die fürchterlichen Aufseher erlaubten ihnen dann oft immer noch nicht, sich zu waschen, so dass sie mit Chemiestaub auf Gesicht, Haut und Kleidung schlafen gehen mussten. Die extremen Erschöpfungszustände, die Hitze, der Schweiß zusammen mit dem Chemiestaub, führte zu juckender schmerzender Haut. Es trat ”Ringelflechte” auf. Während der Produktionsspitzen für Agrochemikalien wurde im Betrieb Inventur gemacht und Pestizide von minderwertiger Qualität wurden neu verpackt. Das Haltbarkeitsdatum wurde erneuert und die Produkte so auf betrügerische Weise wieder auf den Markt gebracht. Einige Produkte waren in so schlechtem Zustand, dass sie schon anfingen zu schimmeln, trotzdem wurden sie in Verpackungen gepresst und verkauft. Ganze Lastwagenladungen abgelaufener Pestizide von den Zweigstellen erreichten den Betrieb. In feierlichem Einverständnis mit vier Direktoren des Arbeitslagers Shuanghe und dem Leiter des Betriebes sollten die Praktizierenden diesen Zustand ändern, um die Bauern nicht durch solche Betrügereien zu schädigen. Aber das Arbeitslager Shuanghe und die Siyou Chemical Industry Co. Ltd. hörten nicht darauf. Die beorderten Leute aus den Teams, Personen namens Zang Zhijie, Guo Li, Liu Shurong, Wang Mei, die Praktizierenden verbal zu misshandeln und sie zu zwingen, diese Produkte weiterhin zu verpacken. Das Arbeitslager Shuanghe und der Agrochemiebetrieb Siyou führen auch bis heute weiterhin diese ethisch nicht vertretbaren Dinge durch. Durch die Arbeit mit den Dafa-Praktierenden machte das Shuanghe Arbeitslager plötzliche Marktlagengewinne, für die gierig persönliche Reichtümer angehäuft wurden. Jeder im Arbeitslager bekam plötzlich Tausende von Yuan als Bonus (das durchschnittliche Einkommen für Arbeiter in ländlichen Gebieten beträgt 500 Yuan, oder US $63,00). Mit diesem Geld kauften sich die Beamten neue Autos und erhielten bessere Stellungen. Was sie aber gewonnen haben sind unmoralische Vermögen, indem sie ihr Gewissen verkauften.


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