Foltern und Töten
Den Willen der Menschen zerstören und anders denkende Gruppierungen mit Terror ausmerzen - seit mehr als fünfzig Jahren hat das chinesische kommunistische Regime bei jeder vorherigen Unterdrückung mit seinen Methoden noch nie dabei versagt. Millionen Falun Gong-Praktizierende aus ganz China geben jedoch nicht klein bei. Sie demonstrieren auf dem Platz des Himmlischen Friedens und beharren auf dem Recht, die Übungen auszuführen. Beschämt und rasend vor Wut befahl Jiang dem „Büro 610“ extreme Foltermethoden anzuwenden: „Keine Maßname gegen Falun Gong ist zu extrem.“ Weil sich die Praktizierenden noch immer erfolgreich der Verfolgung widersetzten, entwickelte sich Jiangs persönlicher Feldzug zur persönlichen Blutrache.
 | | Zwei Polizisten des Longshan Arbeitslagers verbrannten Frau Gao Rongrongs Gesicht sieben Stunden lang mit Elektroschocks. Zehn Tage danach wurde dieses Foto geschossen. Gao Rongrong wurde mehrere Monate gefoltert und erlag ihren Verletzungen. |
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Trotz strenger Geheimhaltung durch die chinesische Regierung wissen wir, dass seit dem 20. Juli 1999 Millionen Menschen eingesperrt wurden; Hunderttausende, einschließlich schwangere Frauen, alte Menschen und Kinder wurden in Arbeitslager gesperrt und unmenschlich behandelt; Tausende sperrte man in Nervenkliniken ein und folterte sie schwer mit Nerven zerstörenden Drogen. Tausende sind in Haft gestorben, die Dunkelziffer ist weit höher. Das volle Ausmaß dieser Gräueltaten ist schwer zu ergründen.
Völkermord ist mit abscheulichen Grausamkeiten verbunden. Durch Völkermord soll eine nationale, ethnische oder religiöse Gruppe komplett ausgerottet werden. Die Zahl der Toten ist oft sehr hoch.
Die Verfolgung von Falun Gong durch Jiang Zemin und seinem „Büro 610“ zielt auf eine andere, eine noch grausamere Methode des Tötens ab, nämlich auf die Zerstörung des Geistes der Menschen. Die Absicht dabei liegt nicht darin, menschliches Leben in großem Ausmaß zu vernichten - obwohl die Zahl der Todesopfer durch Folter die Mörder nicht interessiert - sondern das Opfer soll gezwungen werden zu entscheiden: Will ich sterben oder meinen Geist, meine elementaren Werte und mein Gewissen aufgeben?
Menschen bis an den Rand des Todes zu foltern ist somit notwendig, um diese Art der Zerstörung durchzuführen. Chinesische Polizisten haben Falun Gong-Praktizierenden gedroht: „Wir werden dafür sorgen, dass du uns anflehst, dich endlich zu töten!“ Als einziger Ausweg bleibt den Praktizierenden zu lügen und zu sagen, dass Falun Gong ihnen und der Gesellschaft geschadet habe, dass Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit und Nachsicht schlecht seien und der Regierung dafür zu danken und sie zu loben, dass sie sie vor Falun Gong gerettet habe. Wenn du lügst, kannst du leben - wenn du die Wahrheit sagst, stirbst du.
Aufgrund der Informationsblockade der chinesischen Regierung weiß niemand, wie viele Praktizierende zu Tode gefoltert wurden. Dokumentierten Aussagen zufolge starben über 3.000 Praktizierende in Polizeigewahrsam. Laut einer zuverlässigen Quelle innerhalb der Kommunistischen Partei soll die Zahl der ermordeten Falun Gong-Praktizierenden bei weit über 10.000 liegen. Die Berichte zeigen, wie schockierend das Ausmaß dieser Tragödie wirklich ist. Einige starben, indem ihnen bei lebendigem Leibe langsam die Arme und Beine abgerissen wurden; einige starben, weil sie für Monate in „Wasser-Käfigen“, die randvoll mit Abwässern gefüllt sind, eingesperrt waren; einige starben durch endlose Elektroschocks an oder in ihren Genitalien; einige erfroren; einige wurden lebendig verbrannt; eine 75 Jahre alte Großmutter wurde ermordet; ein behinderter Mann mit einem Buckel wurde getötet, als Polizisten sich auf seinen Rücken stellten; ein kleines Baby wurde vor den Augen seiner Mutter getötet und dann auch die Mutter zu Tode gefoltert.
 | | Nur noch Haut und Knochen: Frau Wang Xia nach erbarmungsloser Folter. Zum Zeitpunkt des Fotos wog sie nur noch etwas über 20 kg und war kaum bei Bewusstsein. |
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Zusätzlich zu äußerer Folter quält die Polizei die Praktizierenden durch Zwangsernährung. Diese entsetzliche Foltermethode ist nicht zur Ernährung gedacht, sondern um qualvollste innere Schmerzen zu verursachen. Polizisten, Wärter oder Mithäftlinge rammen einen festen Plastikschlauch in die Nase des Opfers und dann in den Magen; manchmal geht der Schlauch auch in die Lunge. Der Schlauch wird normalerweise mehrfach herausgezogen und wieder eingeführt, wodurch innere Blutungen verursacht werden. Kochendes Wasser, Urin, Kot, scharfes Pfefferöl, Essigkonzentrat, Senf oder andere ätzende Flüssigkeiten werden in den Schlauch gegossen. Der größte Teil der Falun Gong-Praktizierenden, häufig Frauen, stirbt durch Zwangsernährung.
Der Massenmord an Falun Gong-Praktizierenden wurde von vielen Journalisten und Menschenrechtsorganisationen wahrgenommen. Ian Johnson vom Wall Street Journal erhielt den Pulitzer Preis für internationale Reportagen für seine Artikelserie über die Verfolgung von Falun Gong. Er schrieb am 26. Dezember 2000:
„Weifang, China, erhebt sich über der nördlichen Ebene Chinas ... eine in jeder Hinsicht gewöhnliche chinesische Stadt, mit einer Ausnahme: Regelmäßig foltert die örtliche Polizei Bürger zu Tode. Seit Anfang des Jahres, als die Polizei einen 58 Jahre alten Rentner tötete, starben mehr als zehn weitere Einwohner in Polizeigewalt. Weifang, mit nur 1 % der Gesamtbevölkerung, verzeichnet 15 % dieser Todesfälle.“
Nach Johnsons Reportage starben über zwanzig weitere Falun Gong-Praktizierende in der Gewalt der Weifanger Polizei.
Die Gewaltverbrechen an den Praktizierenden zielen nicht nur darauf ab, den Willen und das Gewissen der Opfer zu zerstören, sondern resultieren auch in der Zerstörung der Moral der zahlreichen Polizisten und Mörder. Getäuscht durch Jiangs Hasspropaganda, angetrieben durch Befehle der Regierung, ermutigt durch das Versprechen von Straflosigkeit und vor allem durch enorme finanzielle Belohnungen [z.B. Kopfgelder] gelockt - foltert und mordet die Polizei auf unmenschliche Weise. So drohten manche den Falun Gong-Praktizierenden: „Wir sind kleine wiedergeborene Teufel aus der Hölle, und wir töten euch, so dass ihr auch in die Hölle geht!“
In der Tat - eine weitgehende Zerstörung des menschlichen Gewissens.