Mordanschlag auf Falun Gong-Praktizierende in Südafrika
Am 28. Juni 2004 fuhren fünf Falun Gong-Praktizierende mit dem Auto vom Flughafen in Johannisburg nach Pretoria, der Hauptstadt Südafrikas. Plötzlich überholte sie ein weißes Auto und sie wurden mit einem AK-47 Maschinengewehr beschossen. Die Praktizierenden versuchten das Auto abzuhängen, aber die Attentäter holten auf und hielten sie weiterhin unter Beschuss. Das Auto der Praktizierenden und der Fahrer wurden getroffen. Der verletzte Fahrer verlor die Kontrolle über das Auto und sie kamen in einem Feld zum Stehen. Die Schützen hielten für einige Sekunden an, um zu schauen und flüchteten dann vom Tatort.
 |  | Oben: David Liangs Füße nach dem Attentat in Afrika. Unten: Herr Liang, im Rollstuhl, bei einer Pressekonferenz in Sydney, Australien. |
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Dies war kein einfacher Mordanschlag. Die Opfer waren Teil einer neunköpfigen Gruppe von Falun Gong-Praktizierenden aus Australien, welche nach Südafrika reisten. Sie planten eine gerichtliche Klage einzureichen, welche Chinas Vize-Präsident Zheng Qinghong und Wirtschaftsminister Bo Xilai des Völkermordes und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit beschuldigt. Bevor sie Australien verließen, hatte schon einer der Praktizierenden zwei Drohanrufe erhalten. David Liang, der Fahrer, der angeschossen wurde, war mit einer Falun Gong-Jacke bekleidet. Auf dem Flughafen von Johannisburg bemerkten sie einen verdächtig erscheinenden Mann, der ihnen folgte. Die Polizei in Südafrika wies darauf hin, dass der Ort des Verbrechens nicht für hohe Kriminalität bekannt sei. Die Schützen wollten offensichtlich die Praktizierenden nicht berauben. All dies weist auf ein politisches Motiv für den Anschlag hin.
Eine eilige Stellungnahme der chinesischen Botschaft in Südafrika vom 30. Juni bestätigt nur diesen Verdacht. Als Vertretung der chinesischen Bürger in Südafrika, zeigten sie kein Mitgefühl für Herrn Liang, dem in beide Füße geschossen wurde und dessen Knochen im rechten Fuß zertrümmert wurden. Die chinesische Botschaft behauptete sogar, der Vorfall sei eine Verschwörung von Falun Gong und warnte die internationalen Medien, keine „unverantwortlichen Berichte über dieses Ereignis“ zu veröffentlichen.
Das Attentat war kein Einzelfall. Um weltweit Falun Gong-Praktizierende davon abzuhalten, die Brutalität in China an die Weltöffentlichkeit zu bringen, reagieren chinesische Geheimagenten mit Gewalttaten, um Falun Gong-Praktizierende einzuschüchtern. Allein in den USA wurden Falun Gong-Anhänger mehrfach von Chinesen mit engen Verbindungen zu den Konsulaten in Atlanta, San Franzisko, Chicago und New York tätlich angegriffen. Das US-Parlament reagierte auf diese unverfrorenen Verletzungen der Bürgerrechte. Es verabschiedete am 4. Oktober 2004 einstimmig den „Beschluss des Abgeordnetenhauses 304“, welcher China dazu auffordert, die Verfolgung von Falun Gong innerhalb und außerhalb Chinas sofort zu beenden.