Die emotionale Verbindung zwischen einer Mutter und ihrem Kind ist
heilig und stark. In Chinas Zwangsarbeitslagern wird diesem Bund nicht
nur keinerlei Respekt gezollt, sondern er wird als Waffe eingesetzt mit
der man eine schwangere Frau oder eine Mutter dazu bringen kann, ihren
Glauben an Falun Gong aufzugeben.
Zum Beispiel kann niemand sich das Leid vorstellen, das Frau Wang
Lixuan empfand, als ihr achtmonatiger Sohn und sie selbst in
staatlichem Gewahrsam verletzt wurden - diese Gewalt endete mit dem Tod
von Mutter und Baby.
Da es gegen die Richtlinien chinesischer
Zwangsarbeitslager verstößt, schwangere Frauen einzusperren, ist es
weit verbreitet das schwangere Inhaftierte zu Zwangsabtreibungen
gezwungen werden. In einem Fall, als das Baby einer Falun
Gong-Praktizierenden ihrem Bauch entrissen wurde, war dieses bei
Bewusstsein und weinte; es wurde dann weggebracht und seitdem wurde es
nicht mehr gesehen. Schwangere und stillende Mütter werden auch dazu
gezwungen harte Arbeit zu verrichten, oft führt das zu Komplikationen
der Schwangerschaft und zu Fehlgeburten.
Etliche Kinder
wurden ohne Fürsorge zurückgelassen als man ihre Eltern ohne rechtliche
Grundlage verhaftete. Sie warten ängstlich und unruhig gemeinsam mit
ihren Verwandten darauf, dass ihre Eltern nach Hause kommen. Sie wissen
nicht, ob sie jemals wieder nach Hause kommen werden. In einigen Fällen
wurden Kinder alleine gelassen und sie müssen nun ganz allein für sich
sorgen und Dutzende Kinder wurden zu Waisen.
Mutter und acht Monate alter Sohn im Gewahrsam chinesischer Behörden zu Tode gekommen
Mutter und acht Monate alter Sohn im Gewahrsam chinesischer Behörden zu Tode gekommen
Am 7. November 2000 kamen Frau Wang Lixuan und ihr acht Monate alter Sohn Meng Hao im Gewahrsam chinesischer Behörden zu Tode.
Die näheren Umstände sind ungeklärt, eine unbestätigte Quelle sagte
aus: „Am 21. Oktober 2000 wurden Frau Wang Lixuan und ihr acht Monate
alter Sohn Meng Hao verhaftet und im Tuanhe Zwangsarbeitslager in
Peking eingesperrt. Sie wurden dort am 7. November 2000 zu Tode
gefoltert. Als die Familie die Todesnachricht erhielt und in Peking
ankam, fanden sie den gefrorenen Leichnam von Frau Wang und ihrem Sohn
vor. Laut dem Untersuchungsbericht wurden mehrere von Frau Wangs
Halswirbel und mehrere Gelenke gebrochen, ihr Schädel war eingesunken
und eine Nadel steckte in ihrem Körper.
Es gab zwei
tiefe Einschnitte/Blutergüsse an den Fußgelenken ihres Sohnes, zwei
Schwarz-blaue Flecken auf seinem Kopf und Blut in der Nase. Die
Blutergüsse könnten vom Aufhängen an den Füßen herstammen.
Die Behörden schrieben auf den Totenschein, dass die Beiden “Selbstmord
begangen hätten, indem sie von einem Gebäude sprangen”, obwohl das der
Art der Verletzungen und dem Bericht des Gerichtsmediziners
widerspricht.
Andere Familienmitglieder von Frau Wang
wurden ebenfalls verfolgt. Ihre Schwester, Frau Wang Lihui wurde ins
Zwangsarbeitslager gebracht, nur weil sie an der Yantai-Universität die
Falun Gong-Übungen gemacht hatte. Der Bruder wurde ins
Zwangsarbeitslager geschickt weil er am Jinan Industrial-College Falun
Gong geübt hatte.“
Wir hoffen das es bald ermöglicht wird, ohne
Beschränkungen und Störungen der Behörden, Informationen über diesen
Fall zu bekommen, damit die volle Wahrheit ans Licht kommt.
Zwangsabtreibung im späten Schwangerschaftsmonat
Frau Zhang Hanyun, 33 Jahre alt, ist eine Anwohnerin der Stadt Hanzhong in der Provinz Shanxi.
Im März 2000 wurde Frau Zhang, weil sie Falun Gong praktiziert,
gezwungen, dem Anti- Falun Gong-Gehirnwäscheunterricht beizuwohnen, der
vom Büro 610 der Stadt Hanzhong abgehalten wurde, obwohl sie
hochschwanger war und ihr Baby bald erwartet wurde. Um der Verfolgung
zu entgehen versteckte Frau Zhang sich bei der Familie eines
Verwandten. Ihr Vater besaß ein Baunternehmen. Durch die Anweisungen
von Mitarbeitern des Büro 610 der Stadt Hanzhong schloss die
Beiguan-Dienststelle die Baustellen von Frau Zhangs Vater und versuchte
die Familie zu zwingen, ihnen Frau Zhang auszuhändigen. Auch fesselten
sie Frau Zhangs Ehemann an die Brücke des Jialing- Flusses, um ihn zu
demütigen. Zum Schluß wurde Frau Zhang verhaftet und in den Anti-Falun
Gong-Gehirnwäscheunterricht gebracht. Als den Mitarbeitern des Büro 610
der Stadt Hanzhong klar wurde dass Frau Zhang bald ihr Baby gebären
würde, brachten sie sie zum Krankenhaus und ließen an ihr eine
Zwangsabtreibung in den letzten Schwangerschaftsmonaten durch
Ausdehnung und Absaugung vornehmen. Die grauenhafte Prozedur kann man
sich nur schwer vorstellen. Dies geschah um Frau Zhang weiterhin in dem
Gehirnwäschekurs festhalten zu können.
Fehlgeburten aufgrund harter Arbeit und schlimmen Bedingungen in Haftanstalten
Frau Dou Jianhua ist eine 28-jährige Kindergärtnerin aus der Stadt
Mishan in der Provinz Heilongjiang. Im Juni 2000 ging sie nach
Peking um sich erneut an die Regierung zu wenden, damit die Verfolgung
von Falun Gong gestoppt wird. Nachdem sie zurück nach Mishan
“begleitet” wurde, wurde sie von der Nongken Polizeiverwaltung in
Mudanjiang der Stadt Mishan ins Beishan-Internierungslager in der Stadt
Lianzhushan gesteckt. Alle Praktizierenden in diesem Internierungslager
wurden gezwungen, Schwerstarbeit zu verrichten. Besonders nachdem die
Beamten erfahren hatten das Frau Dou schwanger war, ließen sie sie
weiterhin schwere Ziegel schleppen, was zu heftigen Blutungen führte
und eine Fehlgeburt zur Folge hatte.
Frau Jiang
Zhongli ist eine Angestellte der Hengyang Blutbank in der Stadt
Hengyang in der Provinz Hunan. Sie war schwanger und wurde gemeinsam
mit Drogenabhängigen und Drogendealern im Hengyang Internierungslager
der Provinz Hunan eingesperrt. Ihr Ehemann diente der Armee. Im Februar
2000 hatte sie im Internierungslager eine Fehlgeburt und erlitt einen
schweren Blutsturz. Erst als ihr Situation lebensbedrohlich geworden
war, wurde sie von ihrer Arbeitseinheit abgeholt. Dann wurde ihr eine
Geldstrafe von 1.500 Yuan auferlegt und ihr Arbeitslohn von 3.000 Yuan
wurde ihr verweigert.
Weitere erzwungene Schwangerschaftsabbrüche
Frau Liu Qiuhong, 39 Jahre alt, war eine Angestellte der Zhong Ce
Medizin Inc. und lebte in der Provinz Shandong in der Stadt Yantai. Die
Polizei verhaftete sie bei ihr Zuhause, als sie über 8 Monate schwanger
war. Die Polizisten zwangen sie zu einem Abbruch der Schwangerschaft.
Als das Kind heraus gezwungen wurde, lebte es noch und weinte. Dann
wurde es weggeholt, und seitdem weiß niemand wo es ist und ob es jetzt
noch lebt. Die Polizei weigerte sich Frau Liu Zeit zu geben sich von
dieser Zwangsabtreibung zu erholen. Sie wurde einen Monat lang im
Fenghuangtai-Büro eingesperrt, wo sie einer Gehirnwäsche unterzogen und
danach ohne jegliche Rechtsgrundlage in ein Zwangsarbeitslager
eingewiesen wurde.
Frau Wang Shaona ist aus der Stadt
Shekou in Shenzhen, Provinz Guangdong. Sie und ihr Ehemann Herr Li
Weijun wurden im Februar 2000 verhaftet, als man sie auf dem Weg nach
Peking abfing, bevor sie appellieren konnten. Herr Li wurde ins
Shekou-Internierungslager gesteckt. Frau Wang war im sechsten
Monat schwanger. Damit sie sie einsperren konnten, trieben die
Polizisten den Fötus ab.
Fünf Praktizierende aus der
Stadt Guilin in der Provinz Guangxi – Lin Jiangjin, Wei Yuemei, Li
Xiaoying, Li Xiuliang und Ou Yang – wurden am 13. Juli 2000 für
das gemeinsame Üben der Falun Gong-Übungen verhaftet. Weil sie alle
nicht bereit waren das sogenannte “Reuebekenntnis” und “Gelöbnis nie
mehr zu üben” zu unterschreiben und ihren Glauben nicht aufgaben,
wurden sie im zweiten Internierungslager von Guilin eingesperrt. Frau
Ou wurde erlaubt nach Hause zu gehen weil sie schwanger war, aber erst
nachdem sie 10.000 Yuan bezahlt hatte. Die Polizei zwang sie später
eine Abtreibung vornehmen zu lassen, mit der Begründung, dass sie
keinerlei Erlaubnis hätte ein Kind zu gebären.
Misshandlungen von Schwangeren und stillenden Müttern
Frau
Liang Mei (Pseudonym) ist eine 29-jährige Falun Gong-Praktizierende aus
der Provinz Sichuan, die noch ihr Baby stillte als sie mit mehreren
anderen Praktizierenden in der örtlichen Schule für Agrarwirtschaft
eingesperrt worden war. Als Teil der Folter ergriffen mehrere
Polizisten ihre Arme und Beine, hoben sie hoch in die Luft und warfen
sie zu Boden. Dies wiederholten sie immer wieder.
Die
Polizisten sagten zu Frau Liang, “Uns wurde von der Leitung gesagt,
dass wir mit Falun Gong-Praktizierenden nicht diskutieren sollen. Egal
was das Gesetz sagt und was die juristischen Formen vorschreiben, wir
können mit dir machen was wir wollen.”
Sie ignorierten ihre
Bitten, dass sie noch ein kleines Baby Zuhause hat, welches auf das
Stillen angewiesen ist. Dieses Mal fesselten sie ihre Arme nach hinten
um einen Baum gebogen, und ihre Hände mit Handschellen auf den Rücken.
Die Polizisten klebten ihren Mund mit Klebeband zu. Frau Liangs T-Shirt
und Hose waren von Milch durchnässt, während ihr Baby zu Hause Hunger
litt. Als einige Zeit vergangen war fingen ihre Hände, die mit
Handschellen gefesselt und um den Baum geschlungen waren an zu
schwellen und Frau Liang litt unter entsetzlichen Schmerzen. Sie dachte
an ihre arme kleine Tochter, die Zuhause hungerte und sie fragte sich,
ob sie dies überleben würde. Nocheinmal bat sie darum freigelassen zu
werden, doch ihre Bitte wurde abgelehnt.
“Die Polizisten aus
der Stadt Linhe brachten mich nach Linhe zurück nachdem ich am 19.
Februar in Peking für ein Ende der Verfolgung appelliert hatte. Die
ganze Nacht lang verhörten sie mich und drei von ihnen wechselten sich
ab, um mich zu schlagen. Ein Polizist namens Yang schlug mich über 12
Mal ins Gesicht. Sie fesselten mich mit Handschellen und schickten mich
unter Zwang und ohne gesetzliche Grundlage ins Zwangsarbeitslager für
Frauen in der Stadt Huhhot. Sie hielten mich dort vom 19. Februar bis
30. Juli 2000 fest. Um den 10. Juli herum, während ich Schwerstarbeit
verrichtete, fühlte ich einen unglaublichen Schmerz in meinem Bauch.
Eine Untersuchung zeigte, dass ich seit mehreren Monaten schwanger war.
Ich hatte in dieser Zeit sehr sehr schlimm zu leiden. Neun von uns
mussten 30 Tonnen Kohle pro Tag entladen. Ich musste Kuhdung auf- und
abladen und den Erdboden pflügen. Wenn es keine landwirtschaftlichen
Arbeiten zu tun gab musste ich mehr als 10.000 Essenstäbchen pro Tag
einwickeln. Im Zwangsarbeitslager machte ich weiterhin die Falun
Gong-Übungen. Jeden Morgen wurde ich ans Treppengeländer gekettet und
dazu gezwungen, mich für eine lange Zeit hinzuhocken. Weil ich die
Falun Gong-Übungen machte schlug mich der Chef Liu vom Team Nr.3 des
Zwangsarbeitslagers mit einem Elektroschlagstock. Später ordnete der
stellvertretende Chef Hong an das man mich mit Handschellen aufhängen
sollte, dass meine Füße den Boden nicht mehr berührten. Nach zwei
Stunden Hängen wurden meine Arme schwarz, kalt und taub. Später hingen
sie mich erneut auf, für einen ganzen Tag lang. Wissend das ich
schwanger war, erlaubten sie mir trotzdem nicht, das Arbeitslager zu
verlassen. Sie hielten mich 10 weitere Tage fest und schickten mich
dann mit gefesselten Händen nach Hause.”
“Die
Linhe-Polizeiwache ordnete an, dass meine bereits im achten Monat
befindliche Schwangerschaft abgebrochen werden solle. Zum Glück gelang
die Abtreibung nicht. Bald nachdem ich mein Kind zur Welt gebracht
hatte kam die Polizei und forderte mich auf, einen „Reuebrief“ zu
schreiben. Wenn ich nicht gehorchen würde dann würden sie mir eine
30.000 Yuan Geldbuße aufbrummen. So viel Geld besaß ich nicht, deshalb
bedrohten sie mich, sie würden mein Haus wegnehmen. Als mein Kind drei
Monate alt war schickten sie fünf oder sechs Polizisten in mein Haus,
die mich jeden Tag belästigten. Ich habe das Recht frei zu leben schon
verloren und stand 24 Stunden täglich unter Überwachung. Ich musste
mein Heim verlassen und wurde obdachlos...”
– Bericht einer anonymen Falun Gong Praktizierenden
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Frau
Zhou Jing ist eine Bürgerin aus Peking. Weil Frau Zhou eine Falun
Gong-Praktizierende ist brachen mehrere Polizisten in Zivil in ihr Haus
ein und verhafteten sie. Frau Zhou weigerte sich, mit ihnen zu gehen.
Trotz ihrer Schwangerschaft fesselte ein starker Polizist ihre Arme auf
den Rücken, drückte sie zu Boden und schleifte sie aus dem Zimmer. Die
Polizei zerriss ihre Kleidung und ließ ihren Körper ungeschützt. Ihr
Augen, Knie und Beine wurden verletzt, als sie auf dem Zementboden
herumgezerrt wurde.
Frau Liang Peiying ist eine Anwohnerin der
Stadt Shiyan in der Provinz Hubei. An einem Nachmittag Mitte Oktober
2000 als Frau Liang zuhause ihr siebenmonatiges Baby stillte, wurde sie
von zwei Polizisten der Sanyan-Polizeiwache der Stadt Shiyan verhaftet.
Obwohl es verboten ist eine Frau einzusperren, die ein Kind hat das
jünger als 1 Jahr ist, nahmen sie sie mit auf die Polizeiwache und
schlugen sie heftig. Als Frau Liangs Ehemann auf die Wache ging um sie
zu sehen fesselten die Polizisten ihn mit Handschellen und hängten ihn
am Rahmen des Fensters auf, obwohl er kein Falun Gong-Praktizierender
ist. Dann verprügelten sie ihn auf brutale Weise. Sie fesselten Frau
Liangs Hände auf ihren Rücken und zwangen sie die ganze Nacht auf dem
Boden zu sitzen. Ihr sieben Monate altes Baby war der Muttermilch
beraubt worden und weinte so schlimm, dass es heiser wurde und seine
Stimme verlor. Später wurde Frau Liang freigelassen.
Am 14. Dezember
2000 brachen Herr Gao Donghui, der Leiter der Sanyan Polizeiwache und
der Polizist Cai Xiaojun in Frau Liangs Haus ein und verhafteten sie
erneut. Auf der Polizeiwache fesselten sie ihr die Hände auf den
Rücken, mit einem Arm über der Schulter und dem anderen Arm hinter der
Taille. Diese Folternethode wird „Ein Schwert auf dem Rücken tragen“
genannt. Mit den Händen in dieser Position schubsten sie sie zu Boden,
mit dem Gesicht nach oben. Der Polizist Cui Ke, der Schuhe aus Leder
trug, stampfte von Kopf bis zu den Zehen auf ihrem Körper herum. Durch
seinen Übergriff verlor Frau Liang in einem Moment die Kontrolle über
ihre Körperfunktionen. Dann hängten sie sie an den Handschellen am
Fensterrahmen auf.
Am 15. Dezember wurde Frau Liang in das
Shiyan-Internierungslager Nr. 1 gebracht. Zehn Tage später, als der
Polizeibeamte Cai zum Verhör kam, schloss er die Tür des Verhörzimmers
und schlug sie erneut auf brutalste Weise zusammen. Um zu verbergen das
sie eine Frau verhaftet hatten die ein Kind unter einem Jahr besaß,
änderten die Beamten der Sanyan Polizeiwache die Papiere. Sie
veränderten das Datum von Frau Liangs Haft vom 15. Dezember 2000 auf
den 17. 2001, einem Tag nach dem ersten Geburtstag ihres Kindes. Um
diese Fälschung zu unterstützen schickten sie Frau Liang am 15. Januar
2001 vom Internierungslager kurzzeitig in ein außerhalb befindliches
Lager und transferierten sie am 17. Februar 2001 wieder zurück.
Habe ich Mama auch verloren?
Zou Rongfa wurde im November 1999 geboren. Zu dieser Zeit
wurde ihr Vater Herr Zou Songtao in einem Internierungslager gefangen
gehalten, weil er nach Peking gegangen war um ein Bittgesuch im Namen
von Falun Gong einzureichen. Herr Zou wurde bis Ende Dezember 1999 ohne
Rechtsgrundlage gefangengehalten. Er wurde im Juli 2000 ins Qingdao
Zwangsarbeitslager geschickt, dann gegen Ende September 2000 ins
Wangcun Zwangsarbeitslager in der Stadt Zibo überstellt. Es wurde
berichtet, das Zou Songtao am Morgen des 3. November 2000 von
Polizisten des Lagers mit Elektroschlagstöcken behandelt wurde, wodurch
sie ihn innerhalb von zwei Stunden töteten.
Rongrong war damals gerade 11 Monate alt. Rongrongs Mutter, Yunhe Zhang war eine Buchhalterin in der TFL China Limited
in der Stadt Qingdao. Weil sie Falun Gong übte, wurde sie von ihrer
Firma von der Arbeit suspendiert. Im Mai 2001 entdeckte man, dass Yunhe
Zhang Informationsmaterialien über die Verfolgung von Falun Gong
verteilt hatte. Ihr Verbleiben ist ungeklärt. Seit sehr langer Zeit
gibt es keine Nachrichten mehr von ihr und wir wissen nicht, ob sie
noch lebt.
Deshalb lebt Rongrong seit dem jungen Alter von
zweieinhalb Jahren bei ihren Großeltern. Ihre Großmutter konnte das
Leid der Trennung von ihrer Tochter und den Tod ihres Schwiegersohns
nicht ertragen. Sie verstarb im August 2001.
Rongrong hat drei
ihrer liebsten Familienmitglieder verloren - Vater, Mutter und
Großmutter- und das unmittelbar nacheinander.
Huang Ying, 4 Jahre alt
Huang Yings Eltern
sind Falun Gong-Praktizierende. Ihre Mutter Luo Zhixiang kam im Alter
von 29 Jahren, als sie mit einem zweiten Baby schwanger war im Huangpu
Drogenrehabilitationscenter in der Stadt Guangzhou zu Tode. Sie wurde
dort zur Umerziehung festgehalten. Huang Yings Vater, Herr Huang Guohua
der ebenfalls ohne Rechtsgrundlage in einem Zwangsarbeitslager
festgehalten wurde ging in die Obdachlosigkeit, um erneuter Haft und
weiterer Verfolgung zu entkommen. Huang Ying lebte dann bei ihren
Großeltern, deren Lebensbedingungen sehr schwierig sind. Sie küsst oft
das Foto ihrer Mutter und sagt: „Ich habe Mama gesehen. Sie ist so
schön. Mama kommt um mich zu treffen.”
Aktuelle Entwicklung:
Huang Guohua konnte nach Thailand entkommen und seine kleine Tochter
konnte ihm durch verschiedene Wege folgen. Leider scheint die Regierung
Thailands sich dem Willen des kommunistischen Regimes in China zu
beugen. Am 15. Januar 2006 veranstalteten Falun Gong-Praktizierende um
16:00 Uhr eine Abschiedsfeier für Huang Guohua und seine vierjährige
Tochter Huang Ying vor deren Abflug nach Neuseeland. Zuvor war Huang
Guohua einen Monat lang rechtswidrig in einem Bangkoker
Inhaftierungslager für Immigranten eingesperrt gewesen, weil er vor der
Botschaft des kommunistischen Regimes in Thailand wegen der Gewalttaten
der chinesischen Polizei protestiert hatte. Durch die Bemühungen von
Falun Gong-Praktizierenden und mit Hilfe der Hohen
Flüchtlingskommission der Vereinten Nationen (UNHCR) und der
neuseeländischen Regierung wurden Huang Guohua und seine Tochter
schließlich freigelassen, um von der UNHCR in Neuseeland untergebracht
zu werden.
Vierjährige stirbt, nachdem sie durch die Verfolgung ihrer Familie traumatisiert wurde
Am
19. Juli 2000 brach eine Gruppe von Polizisten beim Onkel der kleinen
Shujie ein und ließ alle Erwachsenen vor den Augen des kleinen Mädchens
entführen. Am 3. Dezember 2000 nahm die Polizei Shujie und ihren Vater
mit zum Verhör auf die Polizeistation. Bevor ihr Vater noch den Mund
öffnen konnte, nahm einer der Beamten ein Buch und schlug ihm damit ins
Gesicht. Shujie fiel sofort aufgrund des Schrecks in Ohnmacht. Nachdem
sie wieder zu Bewusstsein gekommen war, schwitze sie stark und hatte
Fieber. Wegen des starken Kopfschmerzes schüttelte sie ihren Kopf. Sie
war unruhig und besorgt und schlug mit dem Kopf gegen die Wand. Nachdem
sie wieder zu Hause waren, fiel sie für einen ganzen Tag in einen
lethargischen Schlaf. Immer wieder kamen die Polizisten zu ihrem Haus
und nahmen einen nach dem anderen fest. Als sie schließlich Shujies
Vater festnahmen und er nicht mehr zu Hause war, vermisste sie ihn
sehr. Sie hielt ein Foto von ihrem Vater im Arm und weinte bitterlich.
Am Abend des 14. August 2001 ging Li, der Leiter und außerdem der
politische Leiter der Miaoshan Polizeistation, nochmals mit einem
Polizeiknüppel zu Shujies Haus, um weitere Familienmitglieder
festzunehmen. Shujie wachte sofort auf und schrie, “Papa, Mama, Ich
lasse euch nicht gehen!“
Am 15. August 2002 [des
Mondkalenders] wurde ein chinesisches Fest gefeiert, an dem die
Familien zusammenkommen und feiern, jedoch war die Familie von Shujie
gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen, um weiterer Verfolgung zu
entgehen. Durch die vielen traumatischen Erlebnisse hatte Shujies
Gesundheit stark gelitten und sie konnte kaum noch Essen zu sich
nehmen. Lange Zeit hatte sie unter ständiger Angst gelebt.
Am Morgen des 1. Februar 2002 hatten ca. 20 Polizisten das Zuhause von
Shujie umzingelt. Sie brachen ein und versicherten ihren Vater zu
entführen und in ein Gehirnwäschezentrum einzuliefern. Shujie war so in
Angst versetzt, dass sie ins Bett nässte. Die Polizisten ignorierten
sie jedoch, nahmen ihren Vater mit und wiesen ihn in einen
Gehirnwäschekurs ein. Shujie schrie laut.
Am 14. Februar 2002
ging Shujie zusammen mit ihrer Tante zu diesem Gehirnwäschekurs, um
ihren Vater zu besuchen. Als sie wieder zurück kamen sagte Shujie zu
ihrer Mutter, "Papa sagte, heute ist mein Geburtstag, er kann jedoch
nicht bei mir sein.“ Als die Mutter das ausgemergelte Kind sah, musste
sie weinen. Shujie war nur noch Haut und Knochen und war auch während
der letzten Zeit kaum mehr gewachsen. Sie konnte nur schwer einschlafen
oder essen, so dass die Eltern sie schließlich ins Krankenhaus bringen
mussten.
Am 11. Juli 2002 brachten ihre Eltern sie ins
angesehene Qilu Krankenhaus. Die Untersuchung ergab, dass sich auf
Shujies Gehirn eine Blase mit Flüssigkeit gebildet hatte und operiert
werden musste. Nach der Operation bekam das kleine Mädchen Krämpfe und
hohes Fieber. Vier Tage später hörte sie auf zu atmen und starb!
Wenn es diese Verfolgung nicht gäbe, wäre Shujie nicht so früh von uns gegangen und ihr Leben wäre nicht so bitter verlaufen.