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Wasserverlies
Basierend auf Berichten aus ganz China
benutzen zahlreiche Internierungslager auf verschiedene Art und Weise
die Idee des Wasserverlieses. In einigen Wasserverliesen müssen
Falun Gong-Praktizierende in brusthohem, verschmutztem Wasser stehen;
in anderen Fällen ist das Wasser zu tief, um darin zu stehen.
Manche haben an der Innenseite scharfe Stacheln. Normalerweise sind
die Wasserverliese gut versteckte Räume oder Zellen, in denen
Praktizierende gezwungen sind tage- und nächtelang im Dunkeln zu
verbringen. Das Wasser ist meistens extrem verdreckt, darin gibt es
Abfälle und Abwässer.
Monatelang in einem Wasserverlies gefangengehalten
Frau Ding Yan, 32 Jahre alt, ist hier auf einer geheimen
Pressekonferenz in Peking abgebildet, die im Oktober 1999 abgehalten
wurde. Es war das erste Mal, dass die ausländische Presse die
Möglichkeit hatte, sich mit Falun Gong-Praktizierenden zu treffen und
aus erster Hand über die Verfolgung, die sie erlitten hatten, zu
erfahren. Frau Ding, eine der Organisatorinnen der Pressekonferenz
wurde bald danach verhaftet und zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.
Während sie an verschiedenen Orten eingesperrt war, benutzte die
Polizei verschiedene Methoden um sie zu foltern, darunter das
Verrichten harter Arbeit, schmerzhaftes Anketten und mit beiden Händen
hinter dem Rücken gefesselt in der Luft aufhängen. Im
Internierungslager Shijiazhuang wurde Frau Ding in einem Metallkäfig
platziert mit Nägeln, die mehr als einen Inch durch den Holzboden
hindurch ragten.
Im Gefängnis in der Stadt Chengde entkleideten die Wachen Frau Ding und
sperrten sie in einen eisernen Käfig, der an allen Seiten Stacheln
hatte, dann setzten sie den Käfig unter (verschmutzes) Wasser, das bis
zu ihrem Hals reichte. Es war völlig abgedunkelt. Frau Ding starb im
September 2001 nachdem sie monatelang die Wasserfolter erlitten hatte.
Das Wangcun Zwangsarbeitslager der Provinz Shandong
“Bei der Erwähnung des Wassergefängnisses haben viele Gefangene es mit
ihren eigenen Augen gesehen und einige wurden sogar darin schikaniert.
Die Innenausstattung des Wassergefängnis besteht aus einem Becken, das
aus Zement gebaut wurde. Auf der einen Seite ist ein eisernes Gestell,
das benutzt wird um Leute daran aufzuhängen und darüber ist eine Decke
aus Zement. Die Person, die sich darin befindet, kann nicht sagen, ob
es Tag oder Nacht ist. Das Wasser ist so tief, dass es keine
Möglichkeit zum Ausruhen gibt. Moderne medizinische Experimente haben
bewiesen, dass es lebensbedrohlich ist, wenn man 5-7 Tage ohne Schlaf
und Ruhe ist. Daher ist das Wasserverlies eines Teufels Höhle, die
Menschen tötet ohne Blut zu zeigen.”
Nanmusi Frauenarbeitslager, Provinz Sichuan
Da gab es noch eine andere grausame Folter, die von den Wachen im
Nanmusi benutzt wurde: das Wasserverlies. Das Wasserverlies war eine
Zelle zur Isolationshaft, die mit Urin und Exkrementen übersät war.
Dann gossen sie kaltes Wasser da hinein und zwangen Praktizierende
darin zu sitzen. Kein Bad war ihnen erlaubt, nicht mal im heißen
Sommer. Nach einer Weile entwickelten viele Praktizierende am ganzen
Körper Krätze.”
“Der Bereich des Wasserverlieses ist sehr klein und man kann sich nicht
an die Wand lehnen um sich abzustützen, der Praktizierende ist
gezwungen, auf dem kalten Zementboden zu sitzen. Die Polizisten gießen
dann Wasser auf den Boden, durchnässen die Jacke und die Hose mit
eisigem Wasser. Nachdem sie wiederholte Male Wasser in das Verlies
gegossen haben wird der Körper des Gefangenen völlig durchnässt und
teilweise ins Wasser getaucht sein. Oft geht das Wasser bis zur Brust.
Eiskaltes Wasser und Wind kühlen einen bis in die Knochen aus. Wenn man
nicht nachgibt, kann diese Folter auf unbestimmte Zeit weitergehen.”
Xishanping Zwangsarbeitslager
“Der Falun Gong-Praktizierende Kang Hong wurde im Team 11 des Lagers
gefangen gehalten. Er wurde häufig in den Leifeng*-Turm eingesperrt,
der eine abscheuliche Zelle für Einzelhaft ist. Er ist ein berühmt
berüchtigtes Wasserverlies. Darin herrscht das ganze Jahr lang
Dunkelheit und es gab weder natürliches noch elektrisches Licht.
Stehendes Wasser und menschliche Ausscheidungen sammelten sich mehrere
Inches hoch in diesem Verlies. Um es noch beängstigender zu machen
wurden viele tote Ratten und Schlangen hineingeworfen. Weil er darauf
beharrte, weiterhin Falun Gong zu praktizieren, wurde Kang Hong mit
Handschellen gefesselt und von der Stahltür herab drei Tage und Nächte
lang in dem Wasserverlies aufgehängt. Die Haut an seinem ganzen Körper
eiterte. Als er herauskam zitterte er am ganzen Körper. Han Yiming aus
Xishi, im Bezirk Beipei, wurde mehr als 10 Tage in diesem
beängstigenden Verlies eingesperrt. Liao Lianhai aus Qijiang erfuhr die
gleiche Behandlung.”
Internierungslager im Bezirk Huairou in Peking
“Um acht Uhr abends dieses bestimmten Tages wurde Xiao unerwarteter
Weise aus dem Lager zum Verhör reingebracht. 15 Minuten später war er
zurück in der Zelle, mit schweren Fesseln. Um neun Uhr fingen zwei
jugendliche kriminelle Insassen mit Namen Fang Yanhua und Zhen Wei an,
Xiao mit der Wasserverliesstrafe zu foltern. Sie sagten, sie würden
dafür von der veranwortlichen Polizei gezwungen, sonst würden ihre
Haftstrafen ausgedehnt und sie würden vielleicht die
Elektroschockstrafe erleiden. Der Polizeibeamte, der in dieser Nacht
verantwortlich war ist Captain Dong; seine Dienstnummer ist 05971. Mit
einer baumwollenen Jacke und Hose bekleidet wurde Xiao gezwungen, sich
neben die Abzugsöffnung der Zelle in einer unangenehmen Position zu
setzen, nicht in der Lage sich zu strecken oder sich hinzulegen. Obwohl
das Wasserverlies klein war hatte er nicht die Möglichkeit seinen
Körper gegen die Wand zu lehnen. Dann fingen Fang und Zhen an, Wasser
auf den Boden zu gießen, Xiaos Hose und Jacke wurden mit dem eiskalten
Wasser durchnässt. Nachdem Fang und Zhen zum wiederholten Male Wasser
in das Verlies gossen war Xiaos Körper völlig durchnässt. Eiskaltes
Wasser und der kalte Luftzug bedeckten seinen Körper wie stechende
Messer.”
* Anmerkung: Lei Feng ist ein kommunistischer Held, der in der
Kulturrevolution Vorbildfunktion hatte, es gibt aber Vermutungen das er
eine Fantasiefigur gewesen sei.

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