Von
Liu Jing ist bekannt, dass er persönlich daran beteiligt war, die
sogenannte Selbstverbrennung vom 23. Januar 2001 auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Szene zu setzen und diesen Vorfall als wichtigste Propaganda-Waffe gegen Falun Gong einzusetzen. Im Jahr 2002 fand im Nordosten Chinas, in Changchun, unter seiner Leitung eine regelrechte Jagd auf Falun Gong-Praktizierende statt, die mit der Festnahme von ca. 5.000 Falun Gong-Praktizierenden und einer noch immer unbekannten Anzahl Ermordeter endete. Falun Gong-Praktizierende hatten sich in das Kabelfernsehen eingeloggt. Es war ihnen gelungen, Nachrichten über die Menschrechtsverletzungen gegen Falun Gong und über die Lüge dieser staatlich inszenierten Selbstverbrennung zu senden. Liu ist vermutlich mitverantwortlich für den 2002 ergangenen Befehl „erschießt sie ohne Gnade“, nach dem von einer Reihe von Schüssen auf Falun Gong-Praktizierende durch die lokale Polizei berichtet wurde. Das veranlasste Amnesty International, am 15. März 2002 die Urgent Action Nr. 81/02 zu starten, Index : ASA 17/011/2002.