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Zeng Qinghong


Zeng Qinghong wird als einer der mächtigsten Männer in China betrachtet. Zengs Spitzname unter seinen Kollegen in der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) kann mit „der Mörder mit der schwarzen Maske“ übersetzt werden. 1939 geboren als Sohn des ehemaligen Direktors des Büros für innere Angelegenheiten der chinesisch-sowjetischen Regierung folgte Zeng in frühen Jahren Jiang Zemin nach dem Tiananmen-Massaker von 1989 nach Peking und wurde seine rechte Hand und sein persönlicher Berater.

Zeng ist dafür bekannt, mit Hilfe elektronischer Technik die Mitglieder der KPCh in ihren Büros und Privatwohnungen zu überwachen. Zahlreiche chinesische Quellen berichten, er sei im Besitz „empfindlicher“ Informationen, die er sammele und benutze, um sich Loyalität zu sichern und Parteimitglieder zu kontrollieren. Es wird berichtet, dass Zeng kriminelle Banden engagierte, um Demokratie-Aktivisten in Taiwan und Hongkong anzugreifen. Erst vor Kurzem haben drei bekannte Fernsehmoderatoren in Hongkong, die für ihre pro-demokratische Einstellung bekannt sind, aufgrund von Morddrohungen ihre Arbeit aufgegeben.

Von 1999 bis 2002 war Zeng unter anderem Direktor der Organisationsabteilung der KPCh und hat in dieser Funktion persönlich allen Parteimitgliedern befohlen, bei der Verfolgung von Falun Gong mitzumachen, um ihre „Loyalität zu Jiang“ unter Beweis zu stellen oder andernfalls ihre Posten zu verlieren. Er verlieh Gefängnissen, Arbeitslagern und Personen, die Falun Gong am schwersten verfolgten, besondere Auszeichnungen.

Zeng ist auch einer der Gründer des geheimen „Büro 610“, einer Einrichtung außerhalb der Regierung, deren Aufgabe es ist, Falun Gong auszulöschen. Unter Zeng hat das „Büro 610“ uneingeschränkte Vollmacht erhalten, außerhalb der chinesischen Verfassung zu agieren und jedwede lokalen oder nationalen Mittel zur Rechtsdurchführung einzufordern.

Am 29. August 2000 reichten zwei Falun Gong-Praktizierende in China eine Strafanzeige gegen Zeng (und zugleich gegen Jiang Zemin und Luo Gan) ein. Neun Tage später wurden die zwei Männer festgenommen und inhaftiert.

Im Oktober 2002 strengten Bürger aus sechs verschiedenen Ländern gemeinsam ein Rechtsverfahren gegen Zeng und zwei andere chinesische Regierungsvertreter bei drei Gremien der Vereinten Nationen an. Die chinesischen Behörden nahmen danach einen Familienangehörigen eines der Kläger fest, offensichtlich in einer Art Racheaktion.

   
Verbrecher

JIA Qinglin, Leiter einer 100-köpfigen Wirtschaftsdelegation auf Staatsbesuch

Jiang Zemin, Initiator der Verfolgung von Falun Gong, ist Gerüchten zufolge tot

Jiang Zemin

Luo Gan

Zhou Yongkang

Liu Jing

Zeng Qinghong

Bo Xilai

Chen Zhili

Jia Qinglin

Su Rong
 
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