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Jiangs Frau, die ebenfalls Falun Gong praktiziert und unter dem Künstlernamen „Mei Xuan" (ihr richtiger Name bleibt aus Sicherheitsgründen anonym) bekannt ist, schildert: „Ich fuhr an diesem Abend zum Flughafen in der Hoffnung Feng wieder zu sehen und mit ihm zusammen endlich ein normales Leben zu führen. Stattdessen stellte ich bei meiner Ankunft in Newark fest, dass er das Flugzeug niemals bestiegen hatte. Wer weiß, was sie ihm gerade antun." Anfragen bei der Fluggesellschaft bestätigten, dass Jiang nicht an Bord ging und dass sein Gepäck wieder ausgeladen wurde, weil er nie am Flugsteig ankam. Weil Jiang früher bereits aufgrund des Praktizierens von Falun Gong inhaftiert war und auch Familienangehörige kürzlich bedroht wurden, muss davon ausgegangen werden, dass Jiang von Sicherheitsbeamten entführt wurde und in der Haft verhört und misshandelt wird. Ein Reporter der chinesisch-sprachigen Zeitung Epoch Times rief am Internationalen Flughafen Pudong in Shanghai an, kurz nachdem Jiangs Verschwinden bekannt wurde. In einem Gespräch sagten zwei Flughafen-Angestellte, dass sie über diesen speziellen Fall nichts wüssten, fügten aber hinzu, dass „wir nicht davon erfahren, wenn das Büro 610 oder die Staatssicherheitsbehörde jemanden mitnimmt, und sie müssen nicht an uns vorbei." Falun Gong-Sprecherin Waltraud Ng fragt: „Wie kann ein gesunder, unbescholtener, 42-jähriger Mann auf einem Flughafen einfach spurlos verschwinden? Dieser ungeheuerliche Fall zeigt ein weiteres Mal, dass die Kommunistische Partei gegenüber Falun Gong-Praktizierenden völlig gesetzwidrig vorgeht." Bisherige VerfolgungJiang begann 1992 Falun Gong zu praktizieren und wurde schließlich freiwilliger Koordinator für Übungsplätze in der Provinz Anhui. Mei Xuan fing 1996 an Falun Gong zu praktizieren und das Paar heiratete zwei Jahre später. Als kurze Zeit darauf die Verfolgung von Falun Gong begann, wurden die beiden inhaftiert, weil sie als aktive Falun Gong-Praktizierende bekannt waren. Mei Xuan wurde entlassen, aber Jiang wurde in einem Scheinprozess zu drei Jahren Gefängnis „verurteilt". Während seiner Haftzeit wurde er gefoltert und Mei Xuan konnte ihn nur einmal besuchen.Einige Tage vor Jiangs Freilassung im November 2002 wurde Mei Xuan selbst inhaftiert, als sie sich mit einem Freund traf. Sie wurde anschließend wegen ihrer Identität als Falun Gong-Praktizierende nach einem Scheinprozess zu vier Jahren Gefängnis „verurteilt". Während ihrer Haft wurde sie schwer geschlagen, Schlafentzug ausgesetzt und musste viele Stunden Zwangsarbeit leisten. Nach ihrer Entlassung 2006 floh sie in die Vereinigten Staaten. 2007 schloss sie sich Shen Yun Performing Arts in New York an (Link) und ging als Erhu-Solistin mit der Künstlergruppe auf Tournee. Sie erhielt viel Anerkennung für ihre ausdrucksvollen und berührenden Auftritte. Seitdem haben Polizeibeamte wiederholt Mei Xuans Bruder und Schwester an ihren Arbeitsplätzen aufgesucht und sie gedrängt Druck auf sie auszuüben, damit sie Shen Yun verlässt. Im November 2009 wurde ihre Mutter, die ebenfalls Falun Gong praktiziert, in ein „Gehirnwäsche"-Zentrum gebracht. Mit ihrer Mission, die chinesische Kunsttradition und das spirituelle Erbe wieder zu beleben, umfassen die Shen Yun-Shows klassischen chinesischen Tanz, Gesang und Solo-Instrumentalisten wie Mei Xuan. Einige Stücke stellen alte Legenden und Ereignisse im heutigen China dar, wie z.B. die Verfolgung von Falun Gong. Von Anfang an hat das chinesische Regime versucht die Shen Yun-Vorstellungen zu stören. Dazu zählen auch Einschüchterung und Schikane, denen Verwandte der Künstler im Festlandchina ausgesetzt sind. (siehe eine detaillierte Liste von Vorfällen und Beweisen hier). Die kommunistische Partei unternimmt diese Versuche deshalb, weil sie sich davor fürchtet, dass Shen Yun zeigt, was heutzutage mit Falun Gong in China passiert, und dass es genau jene kulturellen Traditionen wiederbelebt, die die Partei seit ihrer Machtübernahme 1949 in China zu zerstören versuchte. Das Falun Dafa-Informationszentrum bittet dringend: - internationale Medien und Menschenrechtsgruppen, zu versuchen Herrn Jiang Fengs Aufenthaltsort festzustellen. - gewählte Volksvertreter, an die chinesischen Behörden zu schreiben und Herrn Jiang Fengs sofortige Freilassung und sichere Reise in die Vereinigten Staaten zu fordern. -besorgte Bürger auf der ganzen Welt, an ihre Abgeordneten und/oder die örtliche chinesische Botschaft zu schreiben. Hinweis: Mei Xuan steht auf Anfrage für Interviews zur Verfügung. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532 Internet: www.faluninfo.de; E-Mail: pm@falun-info.de
Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 100 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.
Seit dem 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3.350 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.
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