Falun Dafa Informationszentrum
Nachrichten und Hintergründe über Falun Gong

UN-Vorschlag muss sofort umgesetzt werden um Töten von Falun Gong-Praktizierenden wegen ihrer Organe zu beenden


Berlin / New York (FDI) - Der UN-Ausschuss gegen Folter (CAT) hat in einer gesetzlich verbindlichen Entscheidung vom 21. November zu einer Untersuchung des illegalen Organraubs an Falun Gong-Praktizierenden aufgerufen. Die Stellungnahme ist die jüngste in einer langen Reihe von Handlungen, die von Schriftstellern, Rechtsanwälten, Ärzten und Regierungsvertretern unternommen wurden um diese Verbrechen zu untersuchen und zu verurteilen. Das Falun Dafa-Informationszentrum bittet die Internationale Gemeinschaft dringend, sofort weitere Schritte zu unternehmen, um diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu untersuchen und zu beenden.

ZDF Reportage: Briefkasten Firma in Frankfurt vermittelte deutsche Patienten nach China (Bericht:
/artikel/organhandel/1195752168.html)
„Die Entscheidung des Ausschusses der Vereinten Nationen gegen Folter, dieses Thema aufzunehmen ist enorm wichtig und anerkennenswert, wobei zusätzliches Gewicht auf die Behauptung gelegt wird, dass Falun Gong-Gewissensgefangene getötet wurden um ihre Organe gewinnbringend verkaufen zu können", sagt Falun Gong-Sprecherin Waltraud Ng. „Zweifellos ist die Gefahr sehr groß, dass diese Verbrechen andauern und jetzt - nach dem Ende der Olympischen Spiele - sogar in noch größerem Umfang stattfinden. Die internationale Gemeinschaft muss sofort konkrete Maßnahmen ergreifen, um dies zu verhindern."

 Das FDI bittet die Internationale Gemeinschaft dringend - insbesondere die Mitgliedsstaaten der UN-Antifolterkonvention - eine unabhängige, internationale Kommission zu bilden, die die Bestrafung derjenigen untersuchen, überwachen und empfehlen soll, die in den Organraub in China verwickelt sind, einschließlich der Kommunistischen Partei sowie staatlicher Institutionen und Einzeltätern. Eine derartige Kommission könnte auch die vielfältigen Maßnahmen verfolgen, die schon von den Regierungen einiger Länder ergriffen werden um sicherzustellen, dass sich ihre Bürger nicht mitschuldig machen.
 

Beschlüsse der Vereinten Nationen

Im Rahmen abschließender Beobachtungen, in wie weit China der UN-Antifolterkonvention Folge leistet, äußerte ein UN-Ausschuss unabhängiger Experten am 21. November 2008 Besorgnis über „erhaltene Informationen, dass Falun Gong-Praktizierende in Gefängnissen schwer gefoltert und misshandelt und einige von ihnen für Organtransplantationen missbraucht wurden".

 Der Ausschuss gab dann die folgende Empfehlung ab und stellte damit die bis jetzt gesetzlich verbindlichste Forderung an die chinesischen Behörden, die Verantwortlichen für den Organraub an Falun Gong-Praktizierenden zu finden und zu bestrafen:

 „Die Staatspartei sollte sofort eine unabhängige Untersuchung der Behauptungen durchführen oder in Auftrag geben, denen zufolge Falun Gong-Praktizierende gefoltert und für Organtransplantationen missbraucht wurden, und angemessene Maßnahmen ergreifen um sicherzustellen, dass die für solche Misshandlungen Verantwortlichen verfolgt und bestraft werden." (Bericht: http://www2.ohchr.org/english/bodies/cat/docs/CAT.C.CHN.CO.4.pdf)

 Die Beschlüsse des Ausschusses sind die Folge laufender Anfragen, die der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Manfred Nowak, und die Sonderberichterstatterin für Religionsfreiheit, Frau Asma Jahangir, seit August 2006 an die chinesische Regierung gerichtet haben und auf die es nur unbefriedigende Antworten gab.

 Obwohl die entschlossene Haltung des UN-Ausschuss in dieser Angelegenheit anerkennenswert ist, muss man jedoch davon ausgehen, dass es einem von der chinesischen Regierung eingesetzten Gremium fast unmöglich ist eine faire Einschätzung vorzunehmen. Die Gründe: es gibt keine unabhängige Justiz und die staatlichen Behörden, vor allem Gefängnisse, Arbeitslager und Militärkrankenhäuser sind in diese Verbrechen stark involviert. Tatsächlich deuten alle Beweismittel darauf hin, dass es gerade die Kommunistische Partei/die staatlichen Behörden sind, die den abscheulichen Organraub in China koordinieren.

 Das FDI bittet daher die internationale Gemeinschaft dringend ihre eigene Kommission einzusetzen um die begangenen Verbrechen zu untersuchen und künftige Organtransplantationen in China zu beobachten
 

Bis heute international eingeleitete Schritte

Behauptungen über den systematischen Organraub an Falun Gong-Praktizierenden in chinesischen Gefängnissen wurden im Jahr 2006 zum ersten Mal laut. Bald folgten unabhängige Untersuchungen durch die Kanadier David Kilgour und David Matas, die zu dem Schluss kamen, dass diese Anschuldigungen wahr sind. (Bericht: http://www.organharvestinvestigation.net/report0701/report20070131-german.pdf). Seitdem haben auch eine Reihe von Regierungen, internationalen Körperschaften und Mitgliedern aus der Ärztegemeinschaft die Vorwürfe für glaubhaft erklärt und in einigen Fällen bereits Maßnahmen eingeleitet um sicherzustellen, dass sich die eigene Bevölkerung nicht zu Mittätern macht.

 Es folgen einige Beispiele für schon unternommene Schritte und Initiativen, die noch erweitert werden sollten:

Durchführung zusätzlicher unabhängiger Untersuchungen und Analysen


Ergreifen von Maßnahmen um die weitere Einreise ausländischer Organempfänger nach China zu verhindern
Einstellung wissenschaftlicher Trainings und der Zusammenarbeit mit chinesischen Ärzten bei Organtransplantationen
Regierungs-Anhörungen und Diskussion des Themas mit der chinesischen Regierung


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Waltraud Ng Tel.: 06201-15672, Mobil: 0173-3135532
Internet: www.faluninfo.de; E-Mail: pm@falun-info.de

Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine traditionelle buddhistische Kultivierungsschule, die ursprünglich aus China stammt und in mehr als 100 Staaten der Welt praktiziert wird. Neben den körperlichen Übungen wird besonderer Wert auf ein Leben nach den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht gelegt, die seit Tausenden von Jahren in der chinesischen Kultur verwurzelt sind.

Seit 20. Juli 1999 unterliegt Falun Dafa in China einer irrationalen Verfolgung, die durch den ehemaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin initiiert wurde. Hunderttausende wurden seit dem Juli 1999 festgenommen, über 100.000 Praktizierende, möglicherweise aber wesentlich mehr, zu häufig jahrelangem Arbeitslager verurteilt, in der Regel ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Die Verfolgung in China umfasst alle Lebensbereiche: sie führt zum Verlust von Arbeitsplatz und Wohnung, schließt Schüler und Studenten von der Ausbildung aus, zwingt Frauen zur Abtreibung und Ehepaare zur Scheidung. Dem Falun Dafa Informationszentrum liegen bis heute Informationen von über 3.449 Todesfällen vor, zu denen es durch Folter in Polizeistationen und Arbeitslagern kam. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen.