Ich heiße Xiong, Zhiyuan und habe die israelische Staatsbürgerschaft. Ich arbeite in einer internationalen Handelsfirma in Israel. Seit 1997 praktiziere ich Falun Gong. Zwei Wochen nachdem ich mit dem Praktizieren begann, hörte ich mit meinem Rauchen auf, wonach ich seit 11 Jahren süchtig gewesen war. Danach ging es mir immer besser. Ich bin körperlich und geistig gesünder geworden. Es ist jedoch noch wichtiger, dass Falun Gong mich anleitet, wie man ein guter Mensch werden kann, wie man sich moralisch veredeln kann, und wie man sich den kosmischen Eigenschaften „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht“ angleichen kann.
 | | Xiong Wei mit ihrem Bruder Xiong Zhiyuan |
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Laut der Statistik des chinesischen Staatssportkomitees 1998 praktizierten damals 70 bis 100 Millionen Menschen in China Falun Gong, da man es als wohltuend empfand. In wenigen Jahren wurde Falun Gong in mehr als 50 Ländern verbreitet und viele Menschen haben dadurch ihre körperliche Gesundheit sowie innere Ruhe erhalten und die Moral in positiver Richtung entwickelt. In westlichen Ländern sagt man, dass Falun Dafa (Falun Gong) und die Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht“ der ganzen Welt gehören.
Aber der chinesische Staatspräsident Jiang Zemin und sein Regime haben Falun Gong seit dem 20.07.1999 aufgrund ihrer politischen Ziele offiziell verboten und verfolgt. Die Praktizierenden in China werden festgenommen, gefoltert, ins Arbeitslager bzw. Gefängnis gesteckt, in die Nervenklinik eingewiesen, und sogar zu Tode gefoltert. Ihre Wohnungen wurden durchsucht, hohes Strafgeld wurde von ihnen verlangt. Nach unvollständigen Informationen sind bereits 467 Praktizierende durch die Verfolgung ums Leben gekommen, mehr als 100.000 Menschen sind verhaftet, und Tausende in psychiatrischen Anstalten.
Die Verfolgung von Falun Gong beschränkt sich nun nicht nur auf China. Praktizierende im Ausland werden auch dauerhaft von chinesischen Botschaften und Konsulaten gestört und sogar verfolgt. Das habe ich selber erlebt. Da ich mich mit dem Geschäft zwischen China und Israel beschäftige, machte ich früher alle 1-2 Monate eine Geschäftsreise nach China. Zuerst riefen sie mich an, um mich zu überreden, von Falun Gong zu lassen. Dann riefen sie mich in die Botschaft zum Gespräch.
Am Anfang rief mich der Mitarbeiter Chen Keqin von der chinesischen Botschaft an (er sagte selbst, dass er Journalist von der Guangming-Zeitung, einer chinesischen staatlichen Zeitung, sei.). Er fragte mich nach meinen persönlichen Daten und über die lokalen Falun Gong-Aktivitäten. Es war immer mein Wunsch, die Meinungen von Falun Gong Praktizierenden friedlich an die chinesische Regierung weitergeben zu können: „die Verfolgung von Falun Gong zu beenden, alle verhafteten Praktizierenden freizulassen, den Fahndungsbefehl nach Meister Li Hongzhi zurückzuziehen, den Namen von Falun Gong wieder richtig zu stellen.“ Daher habe ich ihm sehr offen über mich, über Falun Gong in Israel und über andere Praktizierende berichtet. Und ich bat ihn, unseren Wunsch durch die Botschaft an die chinesische Regierung weiterzugeben. Er hat mich drei oder vier mal angerufen, jeder Anruf dauerte ca. 2 Stunden.
Das erste Gespräch in der chinesischen Botschaft ereignete sich im Sommer 2000. Zwei Wochen nachdem Chen Keqin mich angerufen hatte, rief die Mitarbeiterin Xia Liping der Visumsabteilung der chinesischen Botschaft mich an, und sagte, dass die Leiter der Botschaft ein Gespräch mit mir führen wollten, über „das Leben und die Arbeit der Chinesen in Israel“. An einem Nachmittag ging ich zum Gespräch. Der Leiter namens Liu (er ist nun schon außer Dienst) von der Handelsabteilung und Xia Liping führten das Gespräch mit mir. Sie haben sich mit mir für einige Minuten über das Leben hier unterhalten und dann wechselten sie das Thema: „wir haben gehört, dass du Falun Gong praktizierst?“ Dann fing ich an, über meine positive Erfahrung mit Falun Gong zu berichten, wie ich nach den Prinzipien von „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht“ versuche, ein guter Mensch zu werden, wie ich dadurch gesundheitliche Verbesserung bekommen habe. Ich habe weiter erzählt: die Praktizierenden, die ich kenne, aus China, Europa oder Israel, betrachten alle die Prinzipien als Lehrer und versuchen wirklich, gute Menschen zu werden. Deshalb ist Falun Gong weltweit verbreitet. Der Leiter Liu sagte mir: In China wird Falun Gong als „XX“ abgestempelt, er weiß, dass ich Geschäfte mit China mache, und hofft, dass meine Arbeit nicht dadurch beeinflusst würde etc. Nach einem Monat beantragte ich das Visum für China wie früher. Diesmal wurde mir von der Botschaft gesagt, dass mir kein Visum erteilt werden könnte. Ich fragte nach dem Grund, die Antwort ist: „Wir müssen es dir nicht sagen.“ Später ging ich mehrmals zur Botschaft, um ein Visum zu beantragen, aber es wurde immer verweigert. Als ich um ein Gespräch mit dem Leiter bat, wurde es mir gesagt: „Der Leiter hat keine Zeit.“ Seitdem kann ich nicht mehr nach China zurück!
Die Verfolgung in China ging immer weiter und wurde schlimmer. Wir hörten ständig Nachrichten über Mord, Folterung, Arbeitslagerverurteilung und Gefängnisverurteilung von Praktizierenden in China. Wir (Praktizierende in Israel) entschieden uns, vor dem Platz gegenüber der chinesischen Botschaft Übungen zu machen und zu appellieren, so dass die Öffentlichkeit die Wahrheit erfahren kann. Eines Tags kam Chen Keqin zu uns. Bezüglich der Verweigerung meines Visums sagte er mir: „Nicht nur dein Visum wird verweigert. Jede chinesische Botschaft auf der Welt hat ein Fax von der Regierung bekommen, sobald ein Name als Kontaktperson im Internet steht, wird sein Visum verweigert. Wie durften der Leiter mit dir Gespräche führen? Wie sollten sie es dir erklären? Lieber nicht!“
Mein zweites Gespräch in der chinesischen Botschaft war vor ungefähr einem Jahr. Der Anlass war, dass die Botschaft verhindern wollte, dass wir in der Öffentlichkeit, besonders gegenüber der Botschaft, Übungen machen. Meine Gesprächspartner waren Ni und Xia Liping. Ich gab ihnen viele Informationsmaterialien über die Wahrheit von Falun Gong und berichtete ihnen über die grausame Verfolgung in China. Aber sie glaubten das nicht und fragten: sind deine Familienangehörigen oder Freunde verfolgt? Ich erwähnte, dass mein Visum deswegen verweigert wurde. So mussten sie es zugeben. Rat Ni sagte mir: „wenn du das Visum für China bekommen willst, musst du einen Artikel über deine „negative Einstellung“ von Falun Gong schreiben, dann können wir immer noch nicht entscheiden. Wir müssen deinen Artikel nach China zur Überprüfung schicken. Wenn er bestehen kann, können wir dir erst ein Visum erteilen.
Am 05.01.2002 wurde meine Schwester Xiong Wei in Peking verhaftet, weil sie Falun Gong praktiziert und Informationsmaterialien über die Wahrheit von Falun Gong auf der Straße verteilte. Danach verloren wir den Kontakt mit ihr. Sie wurde über vier Monate festgehalten und wurde dann ohne Gerichtsverfahren zu eineinhalb Jahre Arbeitslager verurteilt. Heutzutage sitzt sie immer noch in einem Frauenarbeitslager in Peking. Meine Eltern durften sie nur eine halbe Stunde besuchen, sechs Monate nachdem sie verhaftet wurde. Als ich das Verfolgungsbeispiel von meiner Schwester der chinesischen Botschaft mitteilen wollte, schlossen sie den Eingang zu.
Meine Schwester Xiong Wei hat an der Technischen Universität Berlin studiert. Sie hat sechs Jahre lang in Deutschland gelebt und fing dort mit dem Praktizieren von Falun Gong an. Nach dem Beginn ihres Praktizierens wurde sie immer gesünder und glücklicher. Vor zwei Jahren ging sie nach Peking zurück, um zu arbeiten.
In Israel wird Falun Gong genauso von der Bevölkerung geliebt wie in anderen Ländern. Unter Praktizierenden gibt es Professoren, Studenten, Computeringenieure, Geschäftsleute, und auch Hausfrauen und Kinder. Sie verstehen nicht, warum das Jiang Zemin-Regime Falun Gong so grausam verfolgt. Viele Menschen schreiben an die lokalen Regierung, die Bürgermeister und an den Ministerpräsidenten, um zu appellieren, dass sie durch verschiedene Möglichkeit den gemeinsamen Wunsch an die chinesische Regierung übermitteln: stoppt die Verfolgung von Falun Gong.
Xiong Zhiyuan
September 2002