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Die Wahrheit der Selbstverbrennung (Deutsch)
Als Falun Gong 1992 an die Öffentlichkeit gebracht wurde, hatte es die Regierung sehr unterstützt und lud Li Hongzhi zu zahlreichen Vorträgen in staatlichen Einrichtungen und sogar speziell zu Vorträgen vor hunderten von hohen Parteimitgliedern ein. Viele Parteifunktionäre empfahlen der Bevölkerung Falun Gong zu üben und sagten, dass es gut für die Gesundheit und für das moralische Niveau der chinesischen Bürger sei.
5 Monate vor dem Beginn der Verfolgung zitierten "U.S. News" und "World Report" folgende Aussage eines Beamten des chinesischen Sportkomitees: "Jeder Falun Gong-Praktizierende spart dem Land jedes Jahr 1.000 Yuan an medizinischen Kosten. Bei 100 Millionen Praktizierenden betragen die Einsparungen an Medizinkosten 100 Milliarden Yuan. Diese Summe kann die Regierung gut an anderen Stellen (wie der Wirtschaftlichen Entwicklung) einsetzen."
Sogar die Falun Gong-Bücher wurden von der Regierung herausgegeben. Seit Jiang Zemins Befehl, die Partei müsse Falun Gong auslöschen, hatte sich die Einstellung der Partei schlagartig geändert.
Am 22. Juni 1999, als die erste groß angelegte Verhaftungswelle begann, wurden zeitgleich die üblichen Fernsehprogramme und Meldungen in der Hauptsendezeit auf allen Fernsehsendern, Radiosendern, Internetseiten und Printmedien mit Berichten gegen Falun Gong ersetzt. In diesen Artikeln war Falun Gong plötzlich eine "häretische, feindliche (westliche) Organisation mit dem Ziel, den Kommunismus zu stürzen".
Es wurden unzählbare Zeitungsberichte, Fernsehnachrichten, ausführliche Fernsehreportagen, ganze Filme und aufwendige, regelmäßig wiederkehrende Spielfilmserien produziert, die der Bevölkerung die "Gefährlichkeit" von Falun Gong verdeutlichen sollten. Unzählbare Artikel mit den grausamsten Geschichten, die immer mehr ausgeschmückt wurden, landeten tagtäglich als Schlagzeilen in den Zeitungen.
Z.B. soll eine Mutter ihre ganze Familie ermordet haben und danach sich selbst. In der Zeitung wurden dann Bilder von verstümmelten Leichen abgedruckt und behauptet, dass diese Frau ihre Familie umgebracht hätte, weil sie Falun Gong praktiziert haben soll und sie deshalb die Morde begangen hätte, weil man durch das Üben von Falun Gong verrückt werden würde.
Tausende Artikel in diesem Stil wurden geschrieben, es wurden sogar echte Verbrecher wieder freigelassen oder sie bekamen eine Verkürzung ihrer Haftzeit, wenn sie in Zeitungsinterviews behaupteten, dass sie Falun Gong-Praktizierende seien und daher Falun Gong Schuld an ihren Verbrechen hätte.
Eine Meldung in diesem Stil ist die, über die angebliche Selbstverbrennung von 5 (die Medien änderten die Zahl nachträglich auf sieben) Menschen auf dem Tiananmen Platz am chinesischen Neujahrstag 2001. Da dieser Vorfall in den Medien der KP am meisten ausgeschlachtet worden ist und bis heute unzählige Male im chinesischen Fernsehen gezeigt wurde und wird, möchte ich hier kurz darauf eingehen.
Die chinesische Regierung behauptet, Falun Gong-Praktizierende hätten sich selbst verbrannt, um gegen die Verfolgung zu protestieren und benutzte die Aufnahmen des Vorfalls und die Interviews mit den angeblichen Überlebenden, um Hass gegen Falun Gong zu schüren. Dann stellte man es so hin, als würde Falun Gong Menschen verrückt machen und zu Massen in den Tod treiben.
1991 wurde in China ein fiktiver Roman mit dem Titel "Gelbe Katastrophe" veröffentlicht. Der Roman hatte nichts mit Falun Gong zu tun, aber es wurde darin beschrieben, wie eine Frau von der Regierung dafür bezahlt wird, um sich auf dem Tiananmen Platz selbst zu verbrennen. Die Frau dachte, sie könne das Geld nehmen und fliehen, aber die Regierung findet sie, lässt sie umbringen und behauptet dann eine unschuldige Gruppe hätte den Mord verübt und benutzt den Vorfall in ihrer Propaganda gegen diese Gruppe. Das Buch war zwar nicht sonderlich bekannt, aber fast 10 Jahre lang in chinesischen Buchläden erhältlich. Einige Tage vor der eben erwähnten angeblichen Selbstverbrennung von Falun Gong-Praktizierenden, wurde dieses Buch aber in ganz China plötzlich verboten und sogar Webseiten, die das Buch online hatten, wurden geschlossen.
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